Couponing

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 21.05.2026, 20:45 Uhr

Couponing, Gutscheine, Coupons und Voucher

Das A und O für Schnäppchenjäger & E-Commerce

Couponing fällt in den Bereich Marketing unter Kommunikationsinstrument. Dabei wird für eine bestimmte Zielgruppe ein spezieller Vorteil geschaffen. Dieser Vorteil besteht in den meisten Fällen aus einem Preisnachlass, einem sogenannten Rabatt, kann jedoch ebenso aus einem Zusatzprodukt oder Geschenk bestehen. Couponing wurde bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts als Marketinginstrument innerhalb der USA eingesetzt. Innerhalb Europas wurden in den 50er und 60er Jahren vor allem Rabattmarken eingesetzt welche von der Funktionsweise her dem Couponing stark ähneln.

Diese Couponing-Arten gibt’s

    • Rabatt-Coupons – Dabei erhalten Sie bei Vorlage des Coupons einen Rabatt bzw. Preisnachlass auf ein bestimmtes Produkt oder Ihrem Einkauf.
    • Bundling-Coupons – Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Produkten. So erhalten Sie beim Kauf eines bestimmten Produktes unter Vorlage des Coupons ein zusätzliches Produkt kostenfrei dazu.
    • Info-Coupons – Unter Vorlage des Coupons erhalten Sie eine Information.
    • Treue-Coupons – Diese Form des Coupons richtet sich ausschließlich an bestehende Kunden. Der Coupon selbst kann aus einem Rabatt bzw. Preisnachlass oder auch einer kostenfreien Zugabe bestehen.
    • Online-Couponing – Die Anwendung dieses Coupon-Typs erfolgt ausschließlich im Online-Shop und besteht aus einem Gutscheincode, den der Kunde innerhalb des Online-Bezahlprozesses eingibt.
    • Mobile-Coupons – Das Aufrufen und Einlösen dieses Couponing-Typs erfolgt ausschließlich über das Smartphone. Bei Mobile-Couponing unterscheidet man zwei Formen des Coupon-Erhaltes. Dem Push- und dem Pull-Verfahren. Beim Push Verfahren, sendet der Coupon-Anbieter einen Coupon an den Kunden. Dies kann über SMS, MMS oder einer anderen Form der Benachrichtigung über das Mobiltelefon erfolgen. Beim Pull-Verfahren muss der Kunde die Initiative ergreifen, um an den Coupon zu gelangen. Dies kann beispielsweise über eine Mobile-App erfolgen.
    • Check-out-Coupons – Dabei handelt es sich um einen Coupon, den der Kunde erst nach Bezahlung erhält. Diese Form des Couponings kommt häufig bei der Bezahlung in Supermärkten zum Einsatz. Dabei enthält die ausgegebene Rechnung gleichzeitig einen Coupon.

Erklär-Video – Was ist Couponing?

Quellen: USA Leben, seo-analyse.com, wikipedia.org

Coworking

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 15.07.2021, 09:41 Uhr

Coworking Spaces und Shared Offices

Was ist Coworking?

Neuartiges Arbeitsplatz-Konzept als Mittel gegen hohe Büromieten?

Unter Coworking wird in erster Linie verstanden, dass Menschen aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen zusammenarbeiten. Inzwischen wird der Begriff auch als Synonym für das Teilen von Büroräumlichkeiten verwendet. Genau genommen sollten diese als Coworking-Spaces (Gemeinschaftsbüro) bezeichnet werden. Mehrere (Sub-)Mieter teilen sich gemeinsame Infrastruktur, wie Internet, Drucker, Besprechungsräume, Küche usw. Zu den wesentlichen Vorteilen gehören Einsparungen bei Anschaffungskosten und der direkte Austausch mit anderen Menschen. Dabei können Besprechungsräume häufig individuell gebucht werden. Ferner sind in der Miete, die täglich bzw. monatlich möglich ist, die Miet- und Betriebskosten enthalten. Außerdem kann man alles von einem Schreibtisch bis hin zu einem eigenen Büro mieten. Die Idee entstand 2005 in San Francisco. Daher sind die meisten Seiten in englischer Sprache verfügbar. Nicht weiter verwunderlich, dass das Konzept immer mehr Anhänger findet. Auch in Europa (Österreich) findet sie immer mehr Anklang.

Um einige Coworking Spaces zu erwähnen: Coco Quadrat, Regus, betahaus, Hera Hub, Space Lend, Aula X Space

Meist werden Coworking Spaces von Freelancern oder Start-Ups genutzt. Wie man sich selbst in diesem Arbeitsumfeld einbringt bleibt einem überlassen. Plaudert man in der Küche bei einem Kaffee und kommt so zu neuen Kontakten oder konzentriert man sich auf seine eigene Arbeit. Alles ist möglich. Von der Grundidee erwartet man daraus jedoch ein großes Networking.

Vorteile

  • Austausch mit anderen
  • geringe Fixkosten
  • keine Betriebskosten
  • Internetzugang
  • Versicherung

Nachteile

  • Störgeräusche
  • meist kein abgeschlossener Raum
  • zu viel Ablenkung durch Co-Worker

Erklär-Video: Coworking als Geschäftsmodell

Quellen: Bayerischer Rundfunk, wikipedia.org, solveta.net

Crawler - Lexikonbeitragsbild

Crawler

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 22.03.2022, 21:15 Uhr

Was ist ein Crawler?

Die kleine Spinne springt von Link zu Link

Crawler ist die Kurzform von Webcrawler und ebenso bekannt unter den Bezeichnungen Spider, Searchbot oder Robot. Es handelt sich dabei um ein Computerprogramm, welches das Durchsuchen und Indexieren des Internets zur Aufgabe hat.
Diese Form der Computerprogramme finden überwiegend bei Suchmaschinen ihre Anwendung. Ebenso werden Searchbots beim Sammeln von E-Mail-Adressen, Web-Feeds oder weiteren Informationen eingesetzt.

Arten von Crawler:

  • Data Mining Crawler
  • Crawler zur Websiteanalyse
  • Crawler für Preisvergleiche
  • Focused bzw. Topical Crawler

Wie funktionieren Crawler?

Crawler durchforsten das Web indem sie von einem Link zum anderen springen. Da diese Art der Fortbewegung sehr einer Spinne im Spinnennetz ähnelt, werden sie auch als Spider bezeichnet. Der Inhalt der Webseite wird vom Spider im Chache gespeichert, analysiert und im besten Fall indexiert. Wenn es sich um einen Webcrawler einer Suchmaschine handelt, werden die indexierten Daten auch bei einer Suchanfrage ausgegeben. Daher sind Webcrawler die Grundlage jeder Suchmaschine.

Searchbots unterscheiden sich in deren Art und Fähigkeiten stark. Data Mining Crawler können Daten wie E-Mail Adressen oder Telefonnummer abgreifen. Webcrawler zur Websiteanalyse erkennen beispielsweise ob die Webseite duplicate content (doppelte Inhalte) enthält, wie sinnvoll die Überschriftenstruktur, welchen Themenschwerpunkt die Webseite hat oder wie hoch die Absprungrate ist. Von Preisvergleichs-Portalen werden ebenso eigene Webcrawler eingesetzt, welche verschiedene Webseiten analysieren und die Preise miteinander vergleichen.

Focused Crawler sind thematisch fokussierte Webcrawler und decken nur einen Themenbereich ab. So können diese beispielsweise nur darauf programmiert sein auf Webseiten Urheberrechtsverletzungen zu suchen.

Schädliche Bots

Da es sich bei den Spidern um das Werkzeug von den Suchmaschinen handelt, wollen Webseitenbetreiber natürlich, dass diese auf die eigene Webseite gelangt. Demnach wird die Seite für Spider zugänglich gemacht und erlaubt, dass diese die Inhalte indexieren. Leider gibt es auch schadhafte Webcrawler wie beispielsweise Spam Bots. Diese sind ähnlich wie Feeds aufgebaut und spammen den Server zu, dass es zum Absturz kommt. Ebenso können Data Mining Bots für böse Absichten missbraucht werden. So können diese beispielsweise so programmiert sein, dass diese spezielle Daten wie etwa Kunden-E-Mails abgreifen sollen.

Schutzmaßnahmen

Bereits im Jahr 1994 wurden Robots Exclusion Standards als Schutzmaßnahme für das Indexieren von Webseiten entwickelt. Aufgrund dieser müssen Bots und Crawler beim Indexieren einer Webseite mit der robots.txt – Datei beginnen. Diese gibt dem Searchbot vor welche Webseiten und Verzeichnisse gecrawlt werden dürfen und welche nicht.

Da sich unseriöse Crawler nicht an die Regeln halten, gibt es zusätzliche Maßnahmen, die verhindern, dass unerwünschte Daten abgegriffen werden. So gibt es sogenannte Teergruben oder Sandboxes. Diese geben dem Spider falsche Informationen und leiten Spam-Bots in die Irre.

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist es das Ziel, die Webseite so aufzubauen, dass der Crawler möglichst schnell und einfach die Website durchforsten und indexieren kann. Das heißt, mithilfe der robots.txt Datei genau festlegen, welche Seiten relevant sind und welche nicht.

Ebenfalls wichtig ist die Verwendung von sitemaps. Die Datei sitemap.xml im Quellverzeichnis der Website ist ebenfalls eine enorme Hilfe und liefert dem Crawler wertvolle Informationen über die zu durchforstende Website.

Erklär-Video – Was ist ein Crawler?

Quellen: wikipedia.org, byte.at, Fairrank TV

CTA - Titelbild

CTA

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 17.08.2021, 08:15 Uhr

CTA – wofür steht diese Abkürzung?

Akronym für Call to Action (Handlungsaufforderung)

CTA ist die Abkürzung für den englischen Begriff Call to Action. Übersetzen lässt sich der Begriff mit “Handelsaufforderung”. Einfach ausgedrückt: Das Gegenüber wird kurz und knackig gezielt dazu aufgefordert eine gewünschte Handlung auszuführen. Insofern werden CTA’s gerne in sämtlichen Marketing-Kanälen eingesetzt. Sie sind nicht zuletzt der Grund, dass Werbebotschaften von einem Bild im Kopf auch tatsächlich zu einer Handlung führen. Sie werden im TV, Radio, Print und natürlich auch in digitalen Medien eingesetzt.

In der Praxis würde beispielsweise ein Autohaus in einem Radio-Werbespot zu einer Probefahrt aufrufen. Oder etwa ein signalfarbener “Jetzt kaufen”-Button auf einer Webseite zu eben jener Handlung auffordern.

CTA Marketing: Call to Actions richtig einsetzen

Call to Action werden deshalb eingesetzt, damit die Konsumenten nochmals mit der Werbebotschaft konfrontiert werden. Zugleich wird ihnen damit der Impuls gegeben, sich näher mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen oder das beworbene Produkt zu kaufen. Die CTA sollte daher bewusst in jede Kampagne integriert werden.

Platzierung und Gestaltung der Call-to-Action

Die CTA sollte entweder am Anfang oder am Ende einer Werbebotschaft bzw. Kampagne platziert werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sie nicht untergeht, sondern für den Kunden klar erkennbar ist.

Ebenso ist auf die Wortwahl des Aufrufs zu achten. Der Kunde soll sich in keinster Weise bevormundet fühlen. Die Handelsaufforderung soll lediglich als Impuls fungieren und so formuliert sein, dass sie schnell zu verstehen ist.

Beispiele für die Einbindung von CTA’s


Erklär-Video – Was ist eine Call to Action (CTA)?

Quellen: gruenderszene.de, onlinemarketing-praxis.de, de.wikipedia.org

Cyber Mobbing - Titelbild

Cyber Mobbing

Lesezeit: 3 Minuten

Letzte Änderung: 17.08.2021, 08:16 Uhr

Was ist Cyber Mobbing und warum ist es so gefährlich?

Digitales Verleumden, Bedrängen, Belästigen,…

Der Begriff Cyber Mobbing kommt aus dem Englischen und findet auch synonym mit Internet Mobbing, Cyber Bullying oder Cyber Stalking Verwendung. Alle diese Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Formen der Belästigung, Bedrängung, Verleumdung und Nötigung von Menschen oder Unternehmen mittels elektronischer Kommunikationsmittel. Hierbei sind zum Beispiel Chatrooms oder Instant Messaging bevorzugte Kanäle für Übergriffe.

Cyber Mobbing vs. traditionelles Mobbing: Unterschiede

Während für beide Mobbing-Arten aggressive, großteils wiederholt ausgeführte Aktivitäten seitens der Täter typisch sind, zeichnet sich das Mobbing im Internet durch folgende Charakteristika aus:

  • Anonymität: Täter verstecken sich hinter einem Pseudonym und können so das Opfer anonym mobben. Aufgrund des fehlenden Face to Face-Kontaktes sind sie hemmungsloser und weniger empathisch.
  • Größere Reichweite: Während beim traditionellen Mobbing Angriffe auf bestimmte Orte und eine begrenzte Personenanzahl beschränkt sind, erreicht Cyber Mobbing ein weitaus größeres Publikum. Ein Hasskommentar unter einem Bild beispielsweise, ist für alle Nutzer der Plattform sichtbar.
  • Längerer Zeitraum: Da ein direktes Aufeinandertreffen von Opfer und Täter nicht notwendig ist, können Täter Cyber Bullying rund um die Uhr betreiben. Zudem sind Kommentare im Internet stets abrufbar.

Welche Formen von Cyber Mobbing gibt es?

Es handelt sich dabei um verletzende Kommentare oder vulgäre Pöbeleien, welche in der Regel in öffentlichen Bereichen des Internets stattfinden.

Wiederkehrende, zielgerichtete Attacken von völlig Unbekannten, Nutzern sozialer Plattformen oder sogar Bekannten aus dem eigenen realen sozialen Umfeld.

Opfer werden durch direktes Versenden bzw. Onlinestellen von Texten, Fotos oder Videos absichtlich bloßgestellt. Täter verwenden diese Form des Cybermobbings, um sich zum Beispiel am Ex-Partner zu rächen oder Freundschaften zu zerstören.

Körperliche Angriffe gegen Mitschüler oder Passanten, die gefilmt und online gestellt werden.

Täter geben sich als eine andere Person aus, indem sie beispielsweise die Login-Daten des Opfers nutzen, um in dessen Namen andere online zu beschimpfen.

Bei dieser Methode werden Opfer unter Vorgabe falscher Tatsachen bloßgestellt bzw. betrogen. Dabei nutzt der Täter das Vertrauen des Opfers aus und täuscht private Kommunikation vor. Nachdem genug Vertrauen erschlichen wurde, veröffentlicht der Täter intime Details über das Opfer, wie etwa Konversationen oder private Bilder.

Hierbei werden Einzelne bewusst aus einer realen oder virtuellen Gruppe ausgegrenzt. Dies kann in sozialen Netzwerken zum Beispiel durch Ignorieren bzw. Ausschluss von der Kommunikation in Chats oder Foren passieren.

Besteht in der wiederholten (sexuellen) Belästigung oder Bedrohung des Opfers mittels des Internets.

Offene bzw. direkte oder auch indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder getötet wird.

Was sind die Gründe für Cyber Mobbing?

Die Beweggründe und Auslöser für Cyber Mobbing können vielfältig sein. Meist sind sie der Ausdruck für mangelnde Empathie und eine gestörte Kommunikation seitens der Täter. Zu den stärksten Motivationen gehören unter anderem:

  • fehlende Anerkennung bei wichtigen Bezugspersonen
  • Ventil für aufgestaute Aggressionen
  • Neid
  • Versagensängste bzw. Angst, selbst zum Opfer zu werden
  • Langeweile
  • Demonstration von Macht
  • destruktives Ausleben des Gemeinschaftsgefühls unter dem Motto “Gemeinsam sind wir stark” und “Alle gegen Einen”
  • interkulturelle Konflikte
  • beendete Freundschaften und Beziehungen

Erklär-Video – Was ist Cyber Mobbing?

Quellen: de.wikipedia.org, wiki.infowiss.net, cyberhelp.eu

Cyber Monday - Titelbild

Cyber Monday

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 17.08.2021, 08:19 Uhr

Was ist der Cyber Monday?

…eine Erfindung des Onlinehandels

Der Cyber Monday beschreibt einen online Einkaufstag, der immer am ersten Montag nach dem Erntedankfest in den USA stattfindet. Somit findet er immer unmittelbar nach dem bekannten Shopping-Tag Black Friday statt. In den USA differenzieren sich beide Shoppingtage indem der Black Friday sich verstärkt auf Angebote in lokalen Shops bezieht und der Cyber Monday den Online Handel betrifft. Somit ist der Cyber Monday einer der wichtigsten Einkaufstage für Online Händler in den USA.

Jedoch wird dieser spezielle Shopping-Tag auch in Österreich und Deutschland immer bekannter und beliebter. Vor allem aus dem Aspekt heraus, dass die Rabatte anders als beim Schlussverkauf, vor Weihnachten ausgegeben werden und nicht erst danach.

Online Shopping am Cyber Monday

Als Online Einkaufstag ist der Cybermontag vor allem im Bereich E-Commerce von Bedeutung. Jedoch anders als in den USA, sind beide Shopping-Tage der Black Friday als auch der Cyber Monday beliebte Online-Shopping-Tage im deutschsprachigen Raum. Nach Angaben von Amazon, erzielte der Cyber Monday im Jahr 2018 in Deutschland einen Rekordumsatz und galt als stärkster Einkaufstag in der Geschichte des Unternehmens. Dabei wurden 6,5 Mio. Haushalts- und Küchgengeräte, 4 Mio. Spielzeuge, 4 Mio. Produkte aus der Unterhaltungselektronik und mehr eingekauft.

Mit Blick auf Deutschland, wurde an diesem online Einkaufstag im Jahr 2018 ca. 2,4 Milliarden Euro umgesetzt. Das bedeutet einen Anstieg um 15% im Vergleich zum vergangenen Jahr 2017.

Jedoch auch in den USA erzielte der Cyber Monday  im Jahr 2018 mit 7,9 Milliarden US-Dollar (6,97 Milliarden Euro) einen Rekordumsatz. Mit Blick auf den generierten Umsatz, wurden an diesem Tag innerhalb von drei Stunden so viel Umsatz erwirtschaftet wie normal an einem ganzen Tag.

Kritik für Shopping-Tage

Neben der steigenden Bekanntheit und Beliebtheit seitens der Konsumenten, gibt es auch einiges an Kritik für diese Shopping Tage. So berichteten Händler, dass sie eine Umverteilung des Einkaufverhaltens beobachten konnten. Aufgrund dessen  die Rabatte vor dem Weihnachtsgeschäft ausgegeben werden, reduziert sich die Nachfrage der Kunden für den Schlussverkauf nach Weihnachten. Zudem berichteten andere Händler wiederum, dass sie zwar an diesen speziellen Shopping-Tagen wie dem Cyber Monday einen äußerst hohen Gewinn erzielten. Jedoch ist ein starker Rückgang bei den üblichen Einkaufstagen wie den Advent-Wochenenden festzustellen. Weshalb der Weihnachtsumsatz gesamt betrachtet nicht besser wäre als üblich.

Konsumenten hingegen kritisieren, dass an diesen online Shopping-Tagen Händler mit falschen Lockangeboten die Kunden zum Kauf verleiten. Beispielsweise wird der Grundpreis der Produkte an diesem Tag viel höher angezeigt als normal mit einem hohen Rabatt wie 40%. Dabei entspricht der Rabatt in der Tat 5 bis 10%. Solche irreführenden Maßnahmen seitens der Online Anbieter verärgern natürlich die Kunden und schädigen das Vertauen.

Statistiken & Diagramme zum Cyber Monday

Video – Reportage Cyber Monday & Black Friday

Quellen: techopedia.com, t-online.de, wr.de, de.wikipedia.orge, Focus TV Reportage

Data Breach - Titelbild

Data Breach

Lesezeit: 3 Minuten

Letzte Änderung: 08.05.2025, 23:37 Uhr

Was ist ein Data Breach?

Datenvorfall – Dritte haben sich Zugriff verschafft

Die DSGVO definiert den Begriff Data Breach (Datenleck) prinzipiell als einen Vorfall im Sinne des Datenschutzes und der Verletzung der Datensicherheit (Beispiele: unbefugte Vernichtung, Veränderung, Offenlegung personenbezogener Daten, Datendiebstahl, Datenpanne, Datenschutzverletzung, Datenleck). Es ist dabei nicht relevant, ob der Vorfall beabsichtigt, unbeabsichtigt, rechtmäßig oder unrechtmäßig erfolgt ist. Es geht hierbei um den Schutz sensibler Daten und sicher zustellen, dass diese nicht widerrechtlich übermittelt, gespeichert oder auf sonstige Weise verarbeitet worden sind.

Wann liegt ein Data Breach (Datenleck) vor?

In der Praxis kann der unbefugte Zugriff auf Daten auf die unterschiedlichsten Arten erfolgen. Schon bei Verlust eines Datenträgers kann man ebenso von einer Data Breach sprechen. Allerdings treten Datenpannen häufig in Verbindung mit Hackerangriffen auf.

Eine Data Breach kann für die betroffene Person physischen, materiellen oder immateriellen Schaden zu Folge haben.

Neben dem Kontrollverlust über personenbezogene Daten, können ebenfalls Identitätsdiebstahl bzw. -betrug, Rufschädigung oder finanzielle Verluste zu den Konsequenzen einer Datenpanne zählen. Alles in Allem bringt eine Data Breach wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Nachteile mit sich.

Die nachfolgende Infografik zeigt den Anstieg von Data Breaches in den einzelnen europäischen Ländern. Der hellblaue Balken symbolisiert die gemeldeten Datenpannen im Zeitraum 2018/2019, der dunkelblaue die Datenvorfälle im Zeitraum 2019/2020. Das Diagramm nimmt Bezug auf die Zeitspanne zwischen Mai 2018 und Jänner 2020.

Data Breach - Datenpannen in Europa (nach Land) Mai 2018-Jänner 2020Quelle: statista.com

 

Wann muss ich einen Data Breach melden?

Data Breach - Voraussetzungen für Meldepflicht an Behörde und Betroffene

Quelle: dataprotect.at

Für den Fall eines Datenschutzvorfalls sieht die DSGVO bestimmte Melde- bzw. Benachrichtigungspflichten vor. Demnach sind folgende Schritte vorzunehmen:

Eine Data Breach ist unverzüglich an die zuständige Aufsichtsbehörde zu melden, sofern die Schutzverletzung personenbezogener Daten zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten einer Person führen kann.

Insofern muss die Meldung der Datenschutzverletzung binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden erfolgen. Falls diese Frist versäumt wird, ist dies zu begründen. Zudem hat die Meldung folgenden Informationen zu beinhalten:

  • Schilderung der Art der Schutzverletzung personenbezogener Daten
  • Name und Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Beschreibung potentieller Folgen der Datenschutzverletzung
  • Dokumentierung der vom Verantwortlichen ergriffenen Maßnahmen zur Behebung der Data Breach bzw. der Abmilderung möglicher Auswirkungen

Außerdem sind die Betroffenen unverzüglich zu benachrichtigen, wenn ein hohes Risiko für ihre persönlichen Rechte sowie Freiheiten aufgrund der Datenpanne vorliegt. Die Benachrichtigung muss folgende Punkte enthalten:

  • Beschreibung der Verletzungsart des Schutzes personenbezogener Daten
  • Name sowie Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Auflistung eventueller Folgen der Data Breach
  • Schilderung der vom Verantwortlichen ergriffenen Maßnahmen zur Behebung bzw. Abmilderung möglicher Konsequenzen der Datenschutzverletzung

Geldstrafen bei Verstoß gegen Melde- und Benachrichtigungspflicht

Bei Nichteinhaltung der DSGVO-Vorgaben drohen Geldbußen von bis zu 10 Millionen Euro. Im Fall eines Unternehmens können bis zu 2 Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes des vergangenen Jahres als Geldstrafe anfallen.

Quellen: wko.at, dataprotect.at

DAZN

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 17.08.2021, 08:21 Uhr

Was steckt hinter dem Begriff DAZN?

TV-Streaming-Dienst für Sportübertragungen

Sportfans sind bei DAZN genau richtig! Mit dem kostenpflichtigen Streamingdienst können verschiedenste Sportarten wie Fußball, Basketball, Eishockey, Tennis, Baseball, Boxen usw. auf verschiedenen Geräten angesehen (gestreamt) werden.

DAZN ist von “in the zone” abgeleitet und beschreibt den Zustand, komplett auf ein Spiel fokussiert zu sein. Gegründet wurde das Unternehmen erst im August 2016 von Sir Leonard Blavatnik, der Hauptaktionär der Muttergesellschaft ist. Durch seine Geldmittel ist DAZN die kommenden 10 Jahre vollständig finanziert und es wird keine Werbung gezeigt. Zur Zeit ist DAZN in Deutschland, Österreich, Schweiz, Japan, Kanada, Italien und in Großbritannien verfügbar.

Beliebt bei Sportfans ist das Anhalten und Wiederholen von Spielszenen. Es gibt in den Pausen zwar keine “Expertengespräche”, aber dafür stehen Audiospuren mit Kommentatoren, ein Kalender mit Erinnerungsfunktion sowie Statistiken und taktische Analysen zur Verfügung. Hauptkonkurrent als auch Kooperationspartner des Dienstes ist Sky TV. Die Übertragungsrechte der Champions League werden von den beiden Unternehmen geteilt. Weltweit hat der Betreiber bereits 10 Mio. Follower auf Social Media Kanälen.

DAZN besitzt für 3 Jahre die Rechte Spiele der UEFA Europa League in Deutschland und Österreich zu übertragen (gültig ab der Saison 2018/19). Beim Abo kann man sich überall in Europa einloggen und das DAZN-Programm des Heimatlandes ansehen.

Fakten-Check

  • über 8.000 Veranstaltungen werden jährlich übertragen
  • zahlreiche unterschiedliche Sportarten: Fußball, Basketball, Eishockey, Tennis, Golf, …
  • Rechte für UEFA Champions League 2018/2019
  • Streaming auf SmartTV, Smartphone, Laptop oder Konsole
  • und auf mehreren Geräten in HD-Qualität möglich
  • vollständig finanziert daher keine Werbung
  • anhalten und Wiederholen von Szenen
  • Spielzusammenfassungen bereits 40 Minuten nach Ende verfügbar
  • 1 Monat kostenlos, danach € 9,90 pro Monat
  • Vertrag ist jederzeit kündbar

Die neue DAZN Kampagne “Hier ist der Platz” möchte junge als auch ältere TV-Zuseher erreichen, die Vorteile von DAZN hervorheben und die Top-Fußballspiele ankündigen.

Sport bei DAZN

  • Fußball
  • Basketball
  • Eishockey
  • Darts
  • Tennis
  • UEFA Champions League
  • UEFA Europa League
  • Bundesliga Highlights
  • US-Sport
  • Kampfsport
  • Boxen
  • Feldhockey
  • Rugby Union
  • Motorsport
  • Handball
  • American Football
  • Extemsport
  • Beachvolleyball

Erklär-Video zu DAZN

Quellen: DAZN_DE, watch.dazn.comwikipedia.org, solveta.com, TV Werbung 2019

Digital Natives

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 13.07.2020, 10:50 Uhr

Was sind Digital Natives?

Menschen die keine analogen Geräte kennen

Als Digital Native wird eine Person bezeichnet, die bereits mit digitalen Technologien aufgewachsen ist. Demnach gehören innerhalb der DACH-Region alle Personen unter 20 Jahren zu den Digital Natives. Das trifft auf insgesamt 14,6 Mio. Menschen der Bevölkerung zu.

Eigenschaften von Digital Natives

Digital Natives sind bereits mit dem Internet aufgewachsen und können sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen. Prägend ist auch die hohe Kaufkraft der Digital Natives, die in Deutschland rund 320 Mrd. Euro im Jahr ausmacht. Digital Natives sind täglich online. Dabei sieht die Mediennutzung folgendermaßen aus:

  • 86% sind mehrmals übers Smartphone online
  • 69% sehen mehr als 2 Stunden fern
  • 70% nutzen YouTube mehr als 2 Stunden
  • 71% nutzen Facebook
  • 68% kaufen online wie offline ein

Zielgruppen-Check

  • 62% geben Geld für Erlebnisse aus
  • 64% kaufen lieber im Geschäft
  • 77% holen sich online Kauf-Inspiration

Ihr Mediennutzungs-Verhalten

Soziale Medien sind im Alltag integriert und werden täglich genutzt. Dabei erfolgt von 82% der Digital Natives jedes Posting mit Bedacht.
Facebook dient dabei vor allem dazu, um mit Freunden und der Familie in Verbindung zu bleiben. Besonders schöne Fotos werden gerne auf Instagram und Snapchat geteilt. YouTube wird sehr gerne dazu verwendet um über Promis Up-to-Date zu bleiben. WhatsApp dient der täglichen Kommunikation und zusätzlich um Hausaufgaben auszutauschen.

Prägnant ist auch, dass Filme und Videos auf allen Geräten angesehen werden. Mit 57% wird am liebsten auf dem Laptop bzw. Desktop gestreamt. Dahinter reiht sich mit 24% bereits das Smartphone und mit 14% das Tablet.

Das Internet wird ebenso gerne genutzt um Musikstreamingdienste wie Spotify oder Deezer zu nutzen. 56% der Digital Natives hören dabei gerne Musik gratis über den Anbieter und 21% sind bereit dafür zu zahlen.

Selbst bei der Berufswahl spielt Technik eine Rolle bei Digital Natives. So sind vor allem Blogger, Influencer, Social Media Stars oder auch Entwickler unter dieser Personengruppe zu finden.

Digital Natives sind eine kaufstarke Zielgruppe, die sich mit 77% ihre Einkaufsideen über Soziale Medien holen. Demnach sind diese mit Online-Werbemaßnahmen gut zu erreichen. Zu empfehlen sind Werbemaßnahmen in Zusammenarbeit mit Influencern oder auch Live-Streams.

Diese Personengruppe gibt das Geld vor allem für den Kauf von “Erlebnissen” aus. Der Erlebnisfaktor spielt ebenso bei der Produktvermarktung eine große Rolle. So können Sie diese Zielgruppe beispielsweise mit einer Produktpromotion über VR (Virtuelle Realität) besonders begeistern.

Vom Charakter her gilt diese Zielgruppe als narzisstisch und egozentrisch, weshalb vor allem Produkte die als Statussymbole gelten (bspw. mobil steuerbare Produkte), gut angenommen werden.

Erklär-Video: So ticken Digital Natives

Quellen: GEDANKENtanken, wikipedia.org

Digitalisierung - Lexikonbeitragsbild

Digitalisierung

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 04.05.2021, 15:53 Uhr

Was ist Digitalisierung?

Transformation und Disruption – Fluch und Segen

Digitalisierung bezeichnet das Aufbereiten von Informationen in zumeist analoger Form, zur Verarbeitung oder Speicherung in einem digitalen System. Vereinfacht heißt das, dass analoge Werte und physische Daten in digitale Formate umgewandelt werden. Bei dieser Vorgehensweise bleibt jedoch das Original erhalten.

Der Begriff Digitalisierung ist vor allem geprägt durch den Umbruch im 20. Jahrhundert, ausgelöst durch Digitaltechnik und Computer. Dieser Umbruch wird auch als Digitale Revolution bezeichnet.

Die digitale Entwicklung hat einen großen Einfluss auf die Menschheit. So sind alle wichtigen Bereiche wie Technik und Entwicklung, Forschung und Gesundheitswesen, Wirtschaft und Produktion wie auch das Privatleben und soziale Verhalten von der Digitalisierung geprägt.

Bereiche der Digitalisierung

  • Text
  • Bilder
  • Druckfilmen
  • Audiodaten
  • Messtechnik
  • Archäologische Objekte
  • Gesundheitswesen
  • Produktionstechnik
  • Verkehr & Logistik

Auswirkungen der Digitalisierung

Aufgrund dessen Daten in digitaler Form zur Verfügung stehen können Prozesse beschleunigt oder sogar automatisiert werden. Beispielsweise durch die Digitalisierung von Kundendaten, können die Daten schneller bearbeitet oder einfach ausgebessert werden.

Wenn nun bestehende Prozesse abgebildet werden, ist somit gegeben Falls auch eine Automatisierung möglich. Beispielsweise wenn der Kunde eine Bestellung tätigt, wird automatisch eine Bestätigung per Mail versandt.

Durch die Digitalisierung sind zur Regelung der digitalen Daten, auch neue Gesetze wie beispielsweise die DSGVO entstanden. So soll vor allem ein Missbrauch der digitalen Daten verhindert werden.

Positive Auswirkungen

Die Digitalisierung hat somit positive Auswirkungen wie eine schnelle Erfassung, Bearbeitung und das Teilen von Daten. Wodurch Prozesse vereinfacht und beschleunigt wurden. Aufgrund dessen die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt gewachsen sind. So sind auch neue Bereiche wie beispielsweise Online Marketing, Social Media, E-Commerce, Suchmaschinen und IT-Sicherheit entstanden. Wodurch Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Digitalisierung hat ebenso einen Einfluss auf die Preispolitik. Sprich, Produkte können kostengünstiger produziert und verkauft werden.

Negative Aspekte

Durch die Digitalisierung ist ebenso die Digitale Kriminalität entstanden, wodurch beispielsweise ein Datenmissbrauch erleichtert wurde. Ebenso eine negative Auswirkung hat die Digitalisierung auf die Nachhaltigkeit. Der Energieverbrauch durch den Betrieb von IT-Systemen und der höheren Produktion von diversen Produkten ist gestiegen. Dadurch ergibt sich auch ein höherer Rohstoffverbrauch.
Alleine aufgrund der höheren Herstellung von Laptops, ist für notwendigen Akkumulatoren der Lithiumabbau gestiegen. Wodurch ebenso viel Wasser verbraucht wird.

Natürlich kann durch die Digitalisierung ebenso Nachhaltigkeit gefördert bzw. erzeugt werden. Beispielsweise wenn durch digitale Daten, das Ausdrucken in physischer Form erspart wird. Alleine dadurch wird kein Papier oder ein Drucker benötigt. Zudem können digitale Daten schneller berechnet und eingesetzt werden, um bestehende Prozesse zu optimieren. Wodurch unnötiger Verbrauch von Ressourcen gespart werden kann.


Erklär-Video – Was ist Digitalisierung?

Quellen: wikipedia.org, wko.at, Fabian Schaub

Disney+ Disney plus _Herobild

Disney+

Lesezeit: 4 Minuten

Letzte Änderung: 11.01.2026, 13:00 Uhr

Sorgt neuerdings für Zeichentrick- und Fantasy-Spaß: Disney+

Disney plus ist neuester Over-the-top-Onlinevideothek- und Streaming-Dienst

Seit dem 24. März 2020 ist Disney+ oder auch Disney plus in Österreich verfügbar. Nicht nur mit dem niedrigen Einstiegspreis macht Disney+ großen Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime Video Konkurrenz. Vielmehr punktet man mit den besten Disney-Filmen aller Zeiten sowie Marvel-Blockbustern wie etwa der “Star Wars”-Saga.

Hard Facts

  • Markteinführungen:
    • 12. November 2019 (USA & Kanada)
    • 24. März 2020 (Österreich, Deutschland, Schweiz, UK, Spanien, Irland)
    • 7. April 2020 (Frankreich)
    • 15. September 2020 (Portugal, Belgien, Finnland, Island, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Dänemark)
  • CEO: Robert “Bob” Chapek
  • Abonnenten: 60 Mio.

Die Geschichte von Disney+

Die “Vorwehen” der Geburt von Disney+ begannen bereits am 12. September 2019. Also zwei Monate vor dem eigentlichen Start. Man setzte hier mit einem Betatest in der Niederlanden an. Im Zuge dessen konnten die User die App des Streaming-Dienstes gratis herunterladen. Dabei wurde klar, welche Inhalte Teil des Angebots sein werden. Neben dem schon zuvor bestätigten Material, sollten auch Kurzfilme aus dem Disney-Archiv, Marvel-Trickserien aus den 70er bis 90er Jahren sowie Film-Bonusmaterial verfügbar sein.

Pro Abo erhielt jeder Benutzer bis zu sieben Zugänge. Davon konnte man vier gleichzeitig streamen. Außerdem war das Downloaden von Medien in drei Qualitätsstufen möglich. Auf der untersten Stufe entsprach das bis zu 51 Stunden Disney-Spaß. Am 12. November nahm man die Betaversion wieder offline und startete kostenpflichtig in den USA wie auch Kanada.

Späterer Start in Europa

In Europa wurde Disney+ etwas später veröffentlicht. In Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, der Schweiz sowie dem Vereinigten Königreich war der Dienst ab dem 24. März 2020 verfügbar. Aufgrund von COVID-19 konnten die User in Deutschland wegen der zu hohen Auslastung die Programme lediglich mit reduzierter Bitrate ansehen. In Frankreich wurde aus demselben Grund der Start sogar auf den 7. April verschoben.

Seit dem 15. September 2020 gibt es den Streaming-Anbieter auch in Belgien, Dänemark, Finnland, Island, Luxemburg, Norwegen, Portugal sowie Schweden. Im August 2020 gab Disney plus CEO Bob Chapek bekannt, dass man mehr als 60 Millionen Abonnenten hat.

Was kann man bei Disney+ alles schauen?

Sage und schreibe über 1.000 Filme, Serien und Disney+ Originals gibt es beim Streaming-Anbieter zu sehen. Darunter beispielsweise auch alle 30 Staffeln der Kult-Animationsserie “Die Simpsons”. Natürlich sind ebenso die schönsten Klassiker, die neuesten Blockbuster wie auch exklusive Originals Teil des Programms. Ob man nun Lust auf Geschichten aus einer entfernten Galaxis, eine spannende Doku oder actiongeladene Superhelden-Power hat – für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Nicht zu vergessen: Marvel-Filme und Serien wie etwa “Guardians of the Galaxy”, “Avengers: Endgame”, “Captain Marvel”, “Marvel’s Runaways” oder “Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D”.

Bonus für deutschsprachige Abonnenten

Durch den Deal mit Constantin Film – dem erfolgreichsten Filmunternehmen Deutschlands – wandern zahlreiche Produktionen zu Disney plus. Darunter z.B. die “Ostwind”-Reihe, die “Fünf Freunde”, “Hui Buh” oder die “Wickie”-Filme.

Wie bei allen anderen Streaming-Services wird bei Disney plus das Angebot jeden Monat erweitert. Die Neuzugänge können auf Disney+ Website eingesehen werden.

Wie viel kostet Disney+?

Der Streaming-Anbieter punktet im Vergleich zu Netflix mit einem monatlichen Preis von 6,99 Euro bzw. 69,99 Euro jährlich. Anders als bei Amazon Prime Video fallen für bestimmte Filme oder Serien üblicherweise keine zusätzlichen Kosten mehr an. Der Abopreis beinhaltet also den Zugriff auf das gesamte Angebot, und das selbstverständlich werbefrei!

Wer demnach auf Amazon Prime Video vorwiegend Disney-Filme schaut, sollte sich einen Wechsel zu Disney+ überlegen.

Wie kann man sich bei Disney plus anmelden?

Sie können sich ganz einfach auf der Disney+ Website unter dem Button “Jetzt anmelden” oder unter “Zum Jahresabo” als User registrieren. Alles, was Sie dazu benötigen, ist Ihre E-Mail-Adresse. Bezahlen können Sie per Kreditkarte oder PayPal. Danach stehen Ihnen die kompletten Inhalte über die gleichnamige App wie auch im Web-Browser zur Verfügung.

Kopf-an-Kopf-Rennen: Was will Disney+, was Netflix schon hat?

Großen Unmut gab es jedoch in Bezug auf “Mulan”. Wer den Film sehen will, muss zusätzlich zur monatlichen Gebühr 21,99 Euro zahlen. Dann erhält man den VIP-Zugang. Wie man sich gut vorstellen kann, kam das gar nicht gut bei Usern an. Daneben musste aufgrund von Corona “Falcon and Winter Soldier” verschoben werden. Stattdessen mussten Neuerscheinungen, die eigentlich für die Ausstrahlung im Kino gedacht waren, herhalten.

Doch auch der Blick auf deutschsprachige Produktionen zeigt: Netflix hat hier beim Portfolio eindeutig noch die Nase vorn. Das soll sich nun mit dem jüngst eingegangenen Deal mit Constantin ändern. Gleich über zehn Neuzugänge sind bis Ende Oktober 2020 geplant.

Erklär-Video – Disney+

Quellen: de.wikipedia.org, disney.de, chip.de, welt.de, buffed.de

 

Herobild DNS-Records

DNS-Record

Lesezeit: 3 Minuten

Letzte Änderung: 03.06.2022, 10:55 Uhr

Was ist ein DNS-Record?

Etwa ein Datenträger zum Speichern von Musik? – Nein!

 

Was ist DNS überhaupt?

DNS steht für Domain Name System. Wie jeder weiß, besteht das Internet letztendlich aus Links und IP-Adressen. Bei DNS interessieren wir uns vor allem für die IP-Adressen. Jede Website oder Webshop braucht eine Adresse (eine IP-Adresse), ob er will oder nicht. Da sich Menschen nachgewiesen Namen besser merken können als Zahlen, hat man sich überlegt, die IP-Adressen mit Namen zu belegen. Das war die Geburtsstunde der Domains, auf die wir hier aber nicht weiter eingehen werden. Damit diese Zuordnung von Namen und IP-Adressen funktionieren kann, braucht es ein Verwaltungssystem (= DNS).

Das DNS ist also nichts anderes, als eine Sammlung von Datenbankeinträgen, die wissen, welcher Name (z.B. medienkraft.at) zu welcher IP-Adresse (z.B. IP 192.124.249.109) passt. Diese Information wird nun auf einem der 9 Root-Nameserver gespeichert und von dort bis zum Name-Server weitergeleitet, der für die gewünschte IP-Adresse letztverantwortlich zuständig ist. Der Profi spricht hier vom A-Record.

IP-Adresse einer Domain herausfinden

Typische Mail-Records

  • DKIM-Record
  • SPF-Record
  • MX-Record
  • TXT-Record
  • DMARC-Record

Kurz & knapp: Die Domain (URL) wird einer IP-Adresse zugeordnet. Gibt ein Nutzer eine Internetadresse im Browser ein (z.B. www.medienkraft.at), löst das besagte DNS den Namen auf und sucht die verknüpfte IP-Adresse des zuständigen Servers auf. Verglichen mit der angreifbaren Welt handelt es sich um ein Adressverzeichnis.

Nun gibt es unterschiedlichen Datensatztypen für unterschiedliche Aufgabenbereiche. Wir wollen uns hier insbesondere auf diejenigen konzentrieren, die mit dem E-Mail-Versand zu tun haben. Zu diesen gehören: DKIM, SPF, MX, TXT und DMARC.

DKIM DNS-Record

DKIM, kurz für DomainKeys Identified Mail, ist eine Methode der E-Mail-Authentifizierung. Sie fügt dem Header der versendeten E-Mail eine Signatur hinzu, welche der eigenen Domain zugeordnet ist. Mit Hilfe dieser DomainKey-Technik wird das Fälschen des Absenders einer E-Mail erschwert und damit kriminelle Vorhaben wie Spammen oder Phishing möglichst effektiv unterbunden.

SPF DNS-Record

SPF steht für Sender Policy Frame. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Technik, die das Fälschen des Absenders einer E-Mail verhindern soll. Indem man den SPF-Eintrag aktiviert, wird ein TXT-Eintrag in der DNS-Zone mit der Information hinterlegt, welche Server zur Versendung von E-Mails für diese Domain berechtigt sind. Die Funktion kann in der Regel unter E-Mail-Einstellungen aktiviert werden.

MX DNS-Record

MX ist die Abkürzung für Mail Exchange und gibt den Domain-Namen des Mail-Servers (MTA) an, der für eine Domain bzw. Subdomain zuständig ist. Jedem MTA wird ein MX-Eintrag mit einer bestimmten Priorität zugeordnet. Üblicherweise werden E-Mails bevorzugt an die Domain mit der höchsten priorisierten MTA verschickt. Für Spam hingegen werden MTAs mit der niedrigsten Priorität bevorzugt. Bei diesen besteht nämlich eher die Chance, dass auf ihnen keine Spam-Filter laufen.

TXT DNS-Record

Mit dem TXT-Eintrag, auch unter der Bezeichnung TXT Resource Record bekannt, ist es möglich, einen frei definierbaren Text für eine Domain zu hinterlegen. Auf diesem Wege können beliebige Daten übermittelt werden. Google beispielsweise, benutzt die TXT Records, damit sich ein Inhaber einer Domain als solcher identifizieren kann.

DMARC DNS-Record

DMARC ist das Akronym für Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance. Der Eintrag wurde entwickelt, um dem Missbrauch von E-Mails vorzubeugen. Er versucht beim E-Mail-Versand Authentifizierungsprobleme zu beheben und kann in Kombination mit DKIM und/oder SPF-Records angelegt werden. Mit einem DMARC-Eintrag können zusätzliche Regeln festgelegt werden, anhand welcher die Entscheidung gefällt wird, ob eine E-Mail unter Quarantäne gestellt oder abgelehnt werden soll.

Erklär-Video – So funktionieren SPF, DKIM und DMARC

Quellen: LastBreach UG, giga.de

DSGVO - Titelbild

DSGVO

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 08.05.2025, 23:20 Uhr

Was ist die DSGVO und wen schützt sie?

Die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO schützt Konsumenten und nimmt Unternehmen in die Pflicht

Die DSGVO oder auch DS-GVO steht für Datenschutz-Grundverordnung. Dabei handelt es sich um eine am 25. Mai 2018 in Kraft getretene Verordnung der Europäischen Union die  Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten im privaten wie öffentlichen Sinne regelt. Hiermit wurde die aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie 95/46/EG zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr abgelöst.

Einerseits soll die DSGVO dem Schutz personenbezogener Daten innerhalb der EU dienen. Andererseits den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes sicherstellen.

Was sind personenbezogene Daten eigentlich?

Unter personenbezogenen Daten versteht man sämtliche Informationen, die sich auf eine “identifizierbare lebende” bzw. eine “identifizierte Person” beziehen. So heißt es auf der Website der Europäischen Kommission. Dazu zählen diverse Teilinformationen, welche die Identifizierung einer Person ermöglichen. Demnach fallen auch verschlüsselte, pseudonymisierte und anonymisierte personenbezogene Daten unter die DSGVO. Denn man könnte sie zur erneuten Identifizierung einer Person verwenden. Im Gegensatz dazu gelten Daten nicht mehr als personenbezogen, wenn anhand dieser die betroffene Person nicht mehr identifiziert werden kann.

Macht es einen Unterschied, wie die personenbezogenen Daten gespeichert wurden?

Prinzipiell ist die Antwort auf diese Frage ein klares Nein. Denn die DSGVO greift unabhängig von der Technik, die zur Datenverarbeitung verwendet wurde. Somit ist es irrelevant, ob die Daten auf Papier, mittels Videoüberwachung oder in einem IT-System gespeichert wurden.

Beispiele für personenbezogene Daten:

  • Name und Vorname
  • Privatadresse
  • E-Mail-Adressen, die den Vornamen und Nachnamen beinhalten
  • Ausweisnummer
  • IP-Adresse
  • Standortdaten, z.B. Standorterkennung bei Mobiltelefonen
  • Cookie-Kennung
  • gesundheitliche Daten, die einem Arzt oder Krankenhaus vorliegen

Beispiele für nicht personenbezogene Daten:

  • anonymisierte Daten, deren Anonymisierung unumkehrbar ist
  • E-Mail-Adressen, anhand derer die betreffende Person nicht identifizierbar ist
  • Handelsregisternummer

Was umfasst die Datenverarbeitung?

Der Begriff “Verarbeitung” bezieht sich auf eine Vielzahl automatisierter und nichtautomatisierter Verfahren. Diese werden im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten eingesetzt. Dazu gehören u.a.: Erheben, Erfassen, Systematisieren, Speichern, Aktualisieren, Filtern oder Abfragen. Des Weiteren fallen darunter: Verwendung, Übermittlung, Bereitstellung, Verbreitung sowie die Löschung und Vernichtung personenbezogener Daten.

Entweder gilt die DSGVO für teilweise oder vollständig automatisierte Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Allerdings nicht für nichtautomatisierte Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die in einem strukturierten Dateisystem hinterlegt sind.

Datenschutzbehörden und ihre Funktionen

Für die Überprüfung und Überwachung, ob die DSGVO-Richtlinien auch umgesetzt werden, sind sogenannte Datenschutzbehörden zuständig. Zum einen sind sie die Anlaufstelle für eventuelle Beschwerden im Zusammenhang mit der Anwendung von Datenschutzvorschriften. Zum anderen bieten sie kompetente Beratung rund um das Thema Datenschutz. Jeder EU-Mitgliedsstaat verfügt über eine derartige Behörde.

zuständige Datenschutzbehörde finden

Erklär-Video – DSGVO einfach erklärt

Quellen: Linde Verlag, de.wikipedia.org, commission.europa.eu 

 

DuckDuckGo Private Suchmaschine_Herobild

DuckDuckGo

Lesezeit: 5 Minuten

Letzte Änderung: 05.02.2021, 10:48 Uhr

DuckDuckGo speichert Ihre Daten nicht – niemals!

Die private Suchmaschine für geschützte Privatsphäre auf jedem Gerät

Sie sind es leid andauernd online getrackt zu werden? Dann schafft DuckDuckGo Abhilfe. Das verspricht nämlich der Anbieter der Suchmaschine, die mit einem integrierten Schutz der Privatsphäre im Browser wirbt. Und das alles kostenlos! Doch was steckt wirklich hinter dieser Suchmaschine? Kann man ihr vertrauen? Hält sie wirklich, was sie verspricht? Ist sie genauso gut oder sogar noch besser als Google?

duckduckgo traffic 2021-02

Screenshot von duckduckgo

Was DuckDuckGo verspricht

  • Privatsphäre für Chrome inklusive Tracker Blocker und Website-Verschlüsselung
  • Private Suche mit der App oder Browser-Erweiterung
  • Privatbrowser für Mobilgeräte bzw. die Betriebssysteme iOS und Android

Alles Privatsache… dafür sorgt DuckDuckGo

DuckDuckGo, kurz DDG, ist eine Suchmaschine, die sich damit rühmt keine persönlichen Informationen zu sammeln oder diese zu teilen. Dies ist wohl das kennzeichnendste Merkmal, das diesen Suchdienst von anderen Suchmaschinen unterscheidet. Im Prinzip werden die User nicht profiliert und bekommen dieselben Ergebnisse angezeigt. Letztere stammen aus über 400 individuellen Quellen wie etwa Wikipedia, aber auch von anderen großen Suchmaschinen wie Yahoo, Bing oder Yandex. Als ursprüngliches Ziel von DuckDuckGo kann man den Datenschutz nicht ansehen. Diese Aspiration hat sich viel eher aus den Rückfragen in den Hacker News auf Reddit ergeben.

5.2.2021 – mehr als 70 Millionen Suchvorgänge pro Tag!

So ist DuckDuckGo entstanden

Gegründet wurde DuckDuckGo von Gabriel Weinberg. Bereits in jungen Jahren programmierte er einen Onlineshop für die Schneiderei seiner Mutter. Zudem studierte er Physik am Massachusetts Institute of Technology und verkaufte 2006 seine Datenbank für E-Mail-Adressen für 10 Millionen US-Dollar. Weinberg hat einen Bachelor of Science in Physik sowie einen Master of Science in Technology Policy. Seine Masterarbeit widmete er dem Thema Spam.

DuckDuckGo Suchergebnisse

Quelle: duckduckgo.com

Mehr Relevanz, weniger Werbung

Als ursprüngliches Ziel für die Suchmaschine steckte man folgenden Grundsatz fest: Weitaus weniger Werbung, dafür aber mehr relevante Inhalte. Dafür sorgte Weinberg 2011 erst einmal im Alleingang. Damals fiel er durch eine Werbefläche in San Francisco auf, welche das Tracking durch Google thematisierte. Diese Guerilla-artige Maßnahme an der Straße über der Bay Bridge wurde von etlichen Massenmedien in den USA aufgegriffen.

Da bis Herbst 2011 die Nutzung von DuckDuckGo deutlich zugenommen hatte, stiegen verschiedene Investoren ein. Währenddessen mockierte man sich über den achso albernen Namen der Suchmaschine, den Weinberg einmal so erklärte:

Eigentlich kam er mir eines Tages einfach in den Kopf, und ich mochte ihn einfach. Er ist natürlich beeinflusst bzw. abgeleitet von Duck Duck Goose, aber ansonsten gibt es keinen Bezug, beispielsweise eine Metapher.

Zur Erklärung: Duck Duck Goose, oder auch “Ente Ente Gans”, ist ein Kinderspiel, das dem Spiel Plumpsack ähnlich ist.

Die Suchmaschine nimmt Dynamik an

Bereits im März 2012 konnte DuckDuckGo mehr als 1,5 Millionen direkte Suchanfragen pro Tag verzeichnen. Darüber hinaus startete Weinberg eine DuckDuckGo-Community-Webseite. Auf dieser sollte es Nutzern möglich sein, eventuelle Bugs zu veröffentlichen, neue Funktionen zu beantragen oder schlichtweg über die Suchmaschine und ihre Verbreitung im Netz zu diskutieren.

Als das Überwachungsprogramm PRISM Schlagzeilen machte, stieg auch die Anfrage nach diskreten Suchdiensten schlagartig an. Daraufhin verdoppelten sich die Suchanfragen bei DuckDuckGo auf rund 3 Millionen täglich. Nichtsdestotrotz unterliegt auch DuckDuckGo als US-amerikanisches Unternehmen dem USA PATRIOT Act. Damit ist es verpflichtet, Behörden wie dem FBI, NSA oder CIA Zugriff auf die eigenen Server zu gewähren. Im Bezug auf persönliche Daten von EU-Bürgern ein kritischer Punkt, den wir bereits im Rahmen der Beiträge über Privacy Shield und Max Schrems eingehend behandelt haben.

Anfang September 2014 wurde die Suchmaschine in China blockiert. Dafür aber fügte im gleichen Monat Apple auf seinen Betriebssystemen DuckDuckGo als optionalen Suchdienst für den Standard-Browser Safari hinzu. Im November desselben Jahres tat Mozilla in seinem Browser Firefox 33.1 dasselbe. Daraufhin überschritt man im Oktober 2018 30 Millionen Suchanfragen am Tag!

Was kann DuckDuckGo, was andere Suchmaschinen nicht können?

Wie zuvor erwähnt, handelt es sich bei den Suchergebnissen dieses Suchdienstes um ein Mashup. Das heißt, es werden schlichtweg Daten von vielbesuchten Websites, insbesondere Wikipedia, zusammengetragen. Dies gilt im Speziellen für die “Zero-click”-Infokästchen. Letztere sind kleine Bereiche oberhalb der Suchergebnisse, die entweder Zusammenfassungen von Themen oder verwandte Sachverhalte beinhalten.

Kommerzielle Einkaufsseiten vs. Info-Seiten ohne Verkaufsabsicht

Ganz praktisch ist die Möglichkeit die Ergebnisse nach ihrem Zweck zu filtern. Genauer gesagt: Man kann im Vorfeld bestimmen, ob man ausschließlich Websites ohne Verkaufsabsicht oder auch auch kommerzielle Seiten gezeigt bekommen möchte.

Gezielter suchen kann man auch mithilfe der sog. “!Bang“-Syntax. Diese ist besonders für die Suche auf Amazon, eBay oder in Blogs nützlich. Dabei verwendet man bestimmte Schlüsselwörter mit einem vorne angehängten Ausrufezeichen.

Filterung von Content Farm-Resultaten

Des Weiteren legt DuckDuckGo großen Wert auf hochqualitative Websites. Natürlich können das auch Suchmaschinen wie Google für sich beanspruchen. Doch Weinbergs Suchdienst geht noch einen Schritt weiter. So werden Inhalte von sog. Content Farmen wie etwa eHow ausgefiltert, weil sie in eigenen Worten des Gründers

… schlechte Qualität [haben] und ausschließlich dafür erstellt [sind], die Seite beim Google-Suchindex weit nach oben zu bringen.

Ebenso werden Websites aus den Suchergebnissen ausgeschlossen, die sehr viel Werbung beinhalten.

Anonyme Suche mit dem Netzwerk Tor

Seit August 2010 setzt DuckDuckGo das Anonymisier-Network Tor ein. Dieses erlaubt Anonymität durch Routing des Datenverkehrs mithilfe einer Vielzahl verschlüsselter Relais.

In Sachen Datenschutz hat die Suchmaschine von Weinberg auch 2018 nachgelegt. Nunmehr ist nicht bloß die Web-Suche, sondern auch das Surfen im Internet abgesichert. Die in den Browser-Erweiterungen für Chrome, Safari und Firefox eingebauten Tools blockieren Google-, Facebook-Tracker wie auch andere Tracking-Dienste.

DuckDuckGo Paid Ads – Werbung schalten

Die meisten Suchmaschinen basieren auf Tracking, wenn es ums Ausspielen von Werbung geht. Dieser Suchdienst hingegen ist einzig und allein textbasiert. Die Ad-Schaltung läuft über Microsoft Advertising (Bing Ads). Das heißt, man benötigt dafür einen eigenen Microsoft Werbeaccount.

Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass sich Werbeschaltung auf DuckDuckGo nur im Kontext eines Marketing-Mixes auszahlt. Denn, DuckDuckGo ist zwar immer mehr gefragt und genießt ein hohes Vertrauen bei Usern. Dennoch liegt die Suchmaschine hinsichtlich der Zugriffszahlen nach wie vor weit hinter Google und anderen großen Suchdiensten zurück.

Kann der Privacy-Browser seine Versprechen zu 100 Prozent halten?

Erst Anfang Juli 2020 wurde bekannt, dass DuckDuckGo die Hostnamen sämtlicher besuchter Websites an einen Server des Software-Herstellers verschickt hat. Trotz umgehender Meldung eines Nutzers, hat man sich nicht weiter um diesen Bug gekümmert. Erst als Hacker News dieses Thema aufgriff, reagierte das Unternehmen.

Man argumentierte, dass der Grund für dieses ungewöhnliche Verhalten die Implementierung der Favicon-Funktion war. Und dass man sich dabei des eigenen Online-Services icons.duckduckgo.com bediente. Dies sorgte jedoch für Verblüffung, denn das Ganze kann auch lokal via Bibliothek erfolgen.

Erklär-Video – Anonymisiert und sicher im Web suchen

Quellen: duckduckgo.com, help.duckduckgo.com,  de.wikipedia.org, derstandard.at

 

E-Commerce

Lesezeit: < 1 Minuten

Letzte Änderung: 06.03.2023, 14:23 Uhr

Was ist E-Commerce und was sie darüber wissen sollten?

Meist wird darunter das Verkaufen von Konsumgütern im B2C verstanden

Unter E-Commerce bzw. Electronic Commerce oder elektronische Geschäftsabwicklung versteht man vor allem den Verkauf und Kauf (je nach Betrachtungswinkel) von Produkten oder Dienstleistungen auf elektronischem Wege. Meist wird der Begriff mit dem B2C-Segment und dem Verkauf von Konsumgütern eingesetzt. Eine artverwandte Bezeichnung ist E-Business. Darüber hinaus fokussiert sich der Begriff auf den elektronischen Handel (bspw. Online-Einkauf) sowie elektronische Transaktionen (bspw. Online-Banking).

Welche Vorteile hat E-Commerce?

Der Electronic Commerce bietet für Käufer zahlreiche Vorzüge:

  • größeres Sortiment – mehr Auswahl
  • einfachere Vergleichbarkeit von Produkten
  • Zugang zu Rezensionen und Produktbewertungen
  • praktische Zahlungsarten
  • keine Öffnungszeiten
  • uvm.

Erfolgreiche Online-Händler

  • Amazon
  • Alibaba
  • Universal
  • Zalando
  • Otto
  • uvm.

Grundsätzlich bildet der elektronische Handel ebenso die Grundlage für zahlreiche Online Shops. Außerdem wird er immer beliebter, weshalb Unternehmen vermehrt ihre Dienstleistungen bzw. Produkte online anbieten. Nebst dem Ziel die Marke bzw. die Bekanntheit der Produkte zu steigern, ist E-Commerce ebenfalls das Hauptziel der Online-Werbung. So haben sich viele Anbieter auf Werbung speziell zur Förderung des E-Handels spezialisiert (bspw. Goolge Ads oder auch Facebook).

Warum Sie E-Commerce starten sollten?

Erklär-Video: Was ist E-Commerce?

Quellen: ecommerce-platforms.com, wirtschaftslexikon.gabler.de, Fairrank TV

Herobild E-Mail Marketing

E-Mail Marketing

Lesezeit: 2 Minuten

Was ist E-Mail Marketing?

Newsletter – altbewährtes und wichtiges Dialogmedium

E-Mail Marketing ist ein Teilgebiet des Direktmarketings und bedient sich digitaler Nachrichten, um

  • Kunden auf Angebote aufmerksam zu machen,
  • über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren,
  • neue Kunden zu gewinnen sowie
  • bestehende Kunden zu binden.

Arten des E-Mail Marketing

Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten bzw. Herangehensweisen beim E-Mail-Marketing:

  1. One-to-one-Kommunikation: Das Unternehmen richtet sich gezielt an eine einzelne Person.
  2. One-to-many-Kommunikation: Das Unternehmen verschickt E-Mails an beliebig viele Personen.

Bei der zweiteren Variante besteht die Gefahr, dass E-Mails zu oft verschickt und vom Internet-User als lästig empfunden werden. Dabei spricht man vom sogenannten Spam. Ein derart ausgeartetes E-Mail Marketing kann schwerwiegende Folgen für ein Unternehmen haben.

Mailing vs. Newsletter

Der Einsatz von E-Mail Marketing zum Zwecke des Kundenkontakts oder Kundenpflege ist mittlerweile unumgänglich geworden. In diesem Sinne steht den Unternehmen heutzutage eine riesige Auswahl an Tools zur Verfügung. Darunter sind Werkzeuge, welche unter anderem die Möglichkeit zur Kampagnenerstellung, Analyse, Tracking oder etwa zum automatisierten Versand beinhalten.

Nichtsdestotrotz haben sich das Mailing und der klassische Newsletter am meisten etabliert. Als Mailing bzw. E-Mailing bezeichnet man den Versand von E-Mails in unregelmäßigen Abständen, zum Beispiel zur Ankündigung von aktuellen Aktionen oder neuen Produkten. Dagegen charakterisiert die Regelmäßigkeit den Newsletter, wobei hier die Frequenz variieren kann. In einem Newsletter kann das Unternehmen seine Kunden über Sales, Rabatt-Aktionen und kommende Events informieren.

Call-to-Action (CTA)

Ein wesentliches Element, das auf keinen Fall in einem E-Mailing oder Newsletter fehlen darf, ist eine Call-to-Action. Zu diesem Zweck kommen beispielsweise Buttons mit Text, Banner oder Bilder zum Einsatz, die dann direkt zu einer Landing-Page des Unternehmens weiterleiten.

Richtlinien im E-Mail Marketing

Vor allem seit der Einführung der DSGVO haben sich die Richtlinien für E-Mail Marketing drastisch verschärft. Weitere Bestimmungen stammen aus dem Telekommunikationsgesetz § 96 TKG und betreffen das Themengebiet der E-Privacy. Bei Nichteinhaltung gibt es Abmahnungen.

E-Mail Marketing Trends 2021

Während sich im vergangenen der Trend zum userfreundlichem Marketing (nutzergenerierte Inhalte, Interaktivität, Individualisierung und Einsatz von Sprachassistenten) stark abzeichnete, kommen im Jahr 2021 vier neue Trends auf uns zu:

  • noch stärkerer Einsatz von KI (Künstliche Intelligenz) im Bereich der Automation und Individualisierung
  • vermehrte Verwendung von interaktiven Elementen
  • Authentizität statt Oberflächlichkeit
  • gesteigertes Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich personenbezogener Daten bzw. DSGVO (weg vom Zuspammen der Abonnenten)

Video – Tipps und Tricks für Ihr E-Mail Marketing

Quellen: Newsletter2Go, gruenderszene.de, wko.at, blog.wishpond.com

eBay Herobild Lexikon

eBay

Lesezeit: 3 Minuten

Letzte Änderung: 11.12.2020, 13:30 Uhr

Fachbegriffe verständlich erklärt im Marketing Lexikon – damit häufig verwendetes Fachjargon kein Fachchinesisch mehr bleibt!

eBay – ein Urgestein des E-Commerce

Einer der weltweit größten Online-Marktplätze

Im Jahr 1995 schrieb der US-Amerikaner Pierre Omidyar an einem Labor-Day-Wochenende eine Website. Denn er hatte die Idee, dass man Händler und Käufer auf einem offenen und ehrlichen Marktplatz im Internet zusammenbringen könnte. Und so war am 3. September 1995 „AuctionWeb“ geboren. Zwei Jahre später wurde es eBay getauft. Heute ist die Firma ein milliardenschweres, weltweit tätiges Unternehmen. Heutzutage ist der Name eBay ein Synonym für Online-Auktionen und Kleinanzeigen.

Fakten rund um eBay

  • Name: eBay Inc.
  • Gegründet 3. September 1995
  • Gründer: Pierre Omidyar
  • Firmensitz: San Jose, CA, USA
  • Seite: www.ebay.com

Laserpointer –> Dotcom-Blase –> Milliardengeschäft

Wie der Gründer selbst behauptet, war die erste Auktion auf der Plattform eBay der Verkauf eines defekten Laserpointers. Für USD 14,83 wurde das defekte Geräte damals von Omidyar verkauft. Zur Sicherheit wies er noch selbst den Käufer darauf hin, dass das Gerät defekt ist. Dennoch erstand Letzterer dieses.

Innerhalb weniger Jahre wurden Waren im Wert von mehreren Millionen US-Dollar auf der Plattform gehandelt. Mit der Umbenennung von AuctionWeb zu eBay führte man auch neue Systeme ein. Diese ermöglichten es, auf der Plattform für Vertrauen zu sorgen. Nunmehr konnte man nicht nur die Händler, sondern auch die Käufer bewerten. Noch bevor die Dotcom-Blase in den frühen 2000ern platzte, wurde das Unternehmen sehr hoch bewertet. In weiterer Folge ging Omidyar mit eBay 1998 an die Börse. Daraufhin stieg der Preis einer Aktie innerhalb des ersten Tages von USD 18 auf USD 53 und machte ihn schlagartig zum Milliardär.

Doch die Firma ruhte sich über die Jahre nicht auf den Lorbeeren aus. So entwickelte sich aus eBay im neuen Jahrtausend der weltweit größte Online-Marktplatz mit 12 Millionen registrierten Nutzern sowie 4,5 Millionen täglich gehandelten Waren. Zudem akquirierte man systematisch diverse Konkurrenten, wie die europäische Plattform iBazar. Außerdem erkannte eBay sehr schnell die Notwendigkeit eines guten Zahlungsdienstes. Denn vor allem in den USA war es in den 1990ern noch recht aufwändig und kostspielig über Bundesstaatsgrenzen hinaus Banküberweisungen zu tätigen. Um diese Problem zu umschiffen, gründete ein Mann namens Elon Musk eine Seite namens „X.com“ bzw. „Coinfinitiy“. Daraus wurde später PayPal. eBay kaufte das Unternehmen im Jahr 2002 für 1,5 Milliarden Dollar und machte das System zum Standard auf seiner Handelplattform.

eBay mit der Zeit immer unwichtiger?

Die Handelsplattform wurde mit der Zeit von seiner eigenen Tochtergesellschaft immer stärker in den finanziellen Hintergrund gedrängt. Darüber hinaus wurde PayPal 2015 ein eigenständiges Unternehmen, welches heute ein Vielfaches der ehemaligen Mutter wert ist. Ebenso erzielt man hier fast die doppelten Gewinne! Ferner ist PayPal nicht mehr länger die einzig akzeptierte Zahlungsmethode. Demzufolge musste eBay eingestehen, dass es andere große Zahlungsdienstleister wie Google Pay gibt, um die man nur mehr schwer herumkommt.

Als wirklich großer Marktplatz, wo auch Einzelhändler professionell verkaufen, drängten andere Anbieter in den Markt. Allen voran Amazon. Doch auch Alibaba entwickelte sich zu einem immer größeren Player und hat letztendlich eBay bereits seit Längerem in den Schatten gestellt.

Nichtsdestotrotz ist eBay nach wie vor eines der Urgesteine der Internetplattformen und E-Commerce Seiten. Es hat einen Firmenwert von über 40 Milliarden Dollar und beschäftigt mehr als 13.000 Mitarbeiter. Zweifelsohne ein Global Player! Lediglich im Vergleich zu den aktuellen Giganten wirkt es fast unscheinbar. Denn beispielsweise Amazon wird derzeit auf einen Wert von 1,6 Billionen US-Dollar geschätzt. Im Großen und Ganzen gilt die Seite aber als eine der beliebtesten online Auktionshäuser. Das Gleiche gilt für ihre Subseiten wie etwa die eBay Kleinanzeigen – ein fester Bestandteil des „bekannten Webs“.

Video Erklärung – 5 Geheimnisse über eBay

Quellen: Galileo

Ecosia Herobild

Ecosia

Lesezeit: 5 Minuten

Letzte Änderung: 01.04.2026, 09:53 Uhr

Ecosia – die umweltbewusste Suchmaschine

Was ist Ecosia?

Bei Ecosia handelt es sich um eine ökologische Suchmaschine. Ihren Sitz hat sie in Berlin. Sowohl die Suchergebnisse wie auch die Suchanzeigen liefert Bing.

Ecosia verspricht…

  • Wer sie zu seiner neuen Suchmaschine macht, pflanzt nebenbei kostenlos Bäume.
  • Die Gewinne fließen in die Pflanzung von Bäumen.
  • Ecosia pflanzt Bäume dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Somit ist sie gut für Mensch, Umwelt sowie die lokale Wirtschaft.
  • Jede Suche mit der Suchmaschine wirkt sich positiv auf die Welt aus.

Warum Ecosia so besonders?

Die Welt verändern? Ja, das geht – mit jeder Suche via Ecosia & der totalen Transparenz

Ecosia legt großen Wert auf Transparenz. Deshalb veröffentlicht man jeden Monat Finanzberichte mit Informationen, wie viel Geld mit den Suchen eingenommen wurde. Ebenso erfährt man als User, welcher Prozentsatz davon in Baumprojekte geflossen ist. Statt die Dividenden an seine Eigentümer auszuzahlen, verbleiben sämtliche Überschüsse im Unternehmen. Sie fließen einzig und allein in Baumpflanzprojekte sowie grüne Investitionen.

Monatlich bezahlt man seine Partner für Wiederaufforstung, primär durch Baumpflanzungen, aber auch durch Alternativmethoden wie Naturverjüngung oder Feuerbekämpfung. Um die Partner unabhängig von Einnahmeschwankungen bezahlen zu können, parkt der Suchmaschinenbetreiber Teile der Gelder in einem Baumfonds.

Ecosia - monatliche Finanzberichte

Quelle: de.blog.ecosia.org

Ecosia Projekte

Quelle: de.blog.ecosia.org

CO2-Neutralität

Während die meisten Unternehmen auf fossile Brennstoffe wie Kohle, Braunkohle und Gas setzen, zielt Ecosia auf sauberen Strom aus erneuerbaren Quelle wie Wind- oder Solarkraft ab. Das Unternehmen distanziert sich aus Klimagründen ganz klar vom “Business as usual”. So hat man beispielsweise 2018 begonnen, eigene Solaranlagen zu bauen. Seitdem wird das Stromnetz und somit sämtliche Suchvorgänge mit sauberer Energie versorgt.

Doch auch, wenn CO2-neutral gut ist, ist CO2-negativ natürlich noch besser. Aus diesem Grund hat Ecosia auch als eines der ersten Unternehmen im Jahr 2019 seine Produktion erneuerbarer Energie verdoppelt! Dies dient nicht bloß der Deckung des Eigenbedarfs, sondern führt auch zur aktiver Verdrängung umweltbelastender Energie aus dem Netz.

Denn es ist nunmal eine Tatsache, dass Server sehr viel Energie verbrauchen. In Zahlen ausgedrückt:

Wäre das Web ein Land, so würde es in Hinsicht auf den Stromverbrauch Platz 3 der Weltrangliste belegen.

Darum tragen auch Internet-Unternehmen eine Mitverantwortung für den ökologischen Fußabdruck, den sie hinterlassen. Das Unternehmen übernimmt mit seiner Philosophie sowie aktivem Tun in puncto Ökostrompolitik zweifelsohne eine Vorreiterrolle.

DSGVO-freundlich

Um Ecosia selbst zu zitieren:

Nicht nur Wälder müssen geschützt werden, sondern auch deine Daten. Wir kümmern uns um beides!

Keine permanente Speicherung von Suchanfragen

Die Suchmaschine erstellt keine persönlichen Nutzerprofile, die auf Suchverläufen basieren. Stattdessen anonymisiert man sämtliche Suchanfragen innerhalb einer Woche.

Kein Herausgeben von Daten an Werbetreibende

Es ist kein Geheimnis mehr, dass viele Webdienste Userdaten sammeln. Diese veräußern sie dann für Werbezwecke. Ecosia hingegen verkauft weder Daten noch Suchanfragen an Werbetreibende weiter.

Verschlüsselung von Suchanfragen

Man geht hier sogar so weit, dass man die Suchanfragen der User vor potenziellen Lauschangriffen durch eine Verschlüsselungstechnologie schützt. Schließlich soll ausschließlich der User und Ecosia Zugriff auf die Nutzer-Suchanfragen haben.

Verzicht auf Verwendung externer Tracking-Tools

Zur Verbesserung ihrer Services verwenden viele Websites externe Tracking-Tools wie etwa Google Analytics. Ecosia dagegen verzichtet auf Analyse-Tools von Drittanbietern. Natürlich geht es dabei in erster Linie um die Unterbindung des Zugriffs auf die Suchdaten von Ecosia-Usern.

Sämtliches Tracking durch Nutzer deaktivierbar

Um die Suchmaschinen-Dienste zu verbessern, benötigt Ecosia im Grunde nur eine geringe Datenmenge von den Usern. Möchte der User seine Daten nicht teilen, hat er die Möglichkeit im Browser die Option “Do Not Track” zu aktivieren.

Die Geschichte hinter Ecosia

Die Suchmaschine wird zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 freigeschaltet. Als ihr offizieller Begründer gilt Christian Kroll. Dieser hatte zuvor bereits die drei “grünen” Suchmaschinen OneCentPerSearch, Forestle sowie znout entwickelt. Heute kooperiert znout mit Google. Man hat sich zum Ziel gesetzt, den durch znout-Suchen verursachten CO2-Ausstoß durch den Erwerb von Zertifikaten für erneuerbare Energien auszugleichen.

Auch die Gründung von Forestle geht auf eine Kooperation mit Google zurück. Dennoch kündigte Google nach nur wenigen Tagen die Zusammenarbeit. Schließlich wurde Forestle am 1. Jänner 2011 in Ecosia integriert. Seitdem findet eine entsprechende Umleitung sämtlicher Forestle-Suchanfragen statt.

Jedes Jahr pflanzt Ecosia zig Millionen Bäume. Und es sind jedes Mal mehr. Erst im Juli 2020 brach man den Rekord von 100 Millionen Bäumen.

Öko-Wunder Ecosia oder doch berechtigte Kritik?

Früher wurde bemängelt, dass Ecosia die Such- & IT-Infrastruktur von Yahoo bzw. Microsoft verwendet und diese nicht mit Ökostrom laufen. Mittlerweile hat Microsoft den Betrieb seiner Server teilweise auf erneuerbare Energien umgestellt. Was kann man an einer grünen Suchmaschine, die 80% ihres Gewinns für Bäume spendet, noch bemängeln? Gibt man bei Google “Ecosia” ein, erscheint eine Reihe an Kritikpunkten, die wir uns nachfolgend genauer ansehen.

Digitales Anprangern

So sympathisch und geschmeidig Ecosia am ersten Blick erscheinen mag, sie verstecken ihre Kritik nicht und stellen Marken an den Pranger. Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen Geld verdienen, scheinen in den Suchergebnissen mit einem Zusatzvermerk – einem kleinen Kraftwerk-Symbol – auf. Zusätzlich kommt folgender Text:

Suchergebnisse mit diesem Symbol zeigen dir Ergebnisse von Firmen, die mit fossilen Brennstoffen Geld verdienen und damit das Klima zerstören.

Spenden nur mit Anzeigen-Klicks lukriert

Die grüne Suchmaschine gibt an, dass ca. 45 Suchanfragen für die Pflanzung eines Baums sorgen. Auf diese Weise suggeriert man dem User, dass lediglich die Suche dafür ausreichend ist. Doch das ist natürlich nicht der Fall. In Wirklichkeit kommen die Spenden durch Klicks auf die Anzeigen zustande. Wer davon weiß, klickt wahllos auf die Adds. Und das sehen Werbekunden gar nicht gerne! Aus diesem Grund hielt die Kooperation von Google und Ecosia nur zwei Wochen lang.

Der Fake-Vorwurf

Was steckt eigentlich hinter diesem Vorwurf? Dieser hält sich nämlich relativ hartnäckig – Tendenz steigend. Aktuell googeln 1.700 User im Monat den Suchbegriff “Ecosia Fake”. Veruntreut man etwa die Einnahmen oder kommen sie gar nicht einem guten Zweck zugute?

Mit Gewissheit können wir sagen: Als Betrüger darf man der Suchmaschinenbetreiber nicht abstempeln! Durch Offenlegung der Finanzen möchte Ecosia klarlegen, wie viel dem guten Zweck zufließt. Beim näheren Durchforsten der Suchergebnisse findet man ohnehin keine triftigen Gründe.

Sucheffektivität noch nicht ausgereift

Wer sich intensiver mit der Funktionsweise des Suchalgorithmusses beschäftigt, stößt recht schnell an die Grenzen des Machbaren und auf Qualitätsunterschiede zu anderen Suchmaschinen. Diese These untermauern diverse Foren-Einträge. User kritisieren offen die Sucheffektivität der grünen Suchmaschine. Beispielsweise, bemängelt man die Anzahl an Suchergebnissen und vergleicht sie mit Google. Viele User nutzen Ecosia deshalb vorwiegend aus idealistischen Gründen. Das heißt, sie wollen gerne mit ihren Suchen und Klicken auf Anzeigen zum Umweltschutz beitragen. Dennoch heißt es oftmals in den Kommentaren, dass man gezwungen ist am Ende doch wieder auf die umfangreicheren Suchresultate von Google zurückzugreifen. Das dürfte wohl einer der wichtigsten Programm-Punkte auf der Produktentwicklungs-Liste der jungen Suchmaschine sein.

Erklär-Video – Warum Ecosia Bäume pflanzt

Quellen: ecosia.org, de.wikipedia.orgmy-green-choice.de

EPVO - Titelbild

ePVO

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Letzte Änderung: 17.08.2021, 08:25 Uhr

ePVO – ePrivacy Verordnung

Was ist die ePrivacy-Verordnung?

Die ePrivacy-Verordnung (ePVO) ist eine Ergänzung zur aktuellen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Somit verfolgt diese ebenso das Ziel, personenbezogene Daten innerhalb der EU zu schützen und zu gewährleisten. Im Gegenzug zur DSGVO liegt der Schwerpunkt der ePrivacy-Verordnung jedoch speziell im Segment der elektronischen Telekommunikation. Wie beispielsweise E-Mails, SMS oder Sprachanrufen.

Die ePVO ist für die Sicherstellung der Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation innerhalb Europas und neben personenbezogenen, auch für die Regelung weiterer Daten verantwortlich. Zusätzlich soll die aktuell geltende E-Privacy-Richtlinie (RL 2002/58/EG) wie auch die Cookie-Richtlinie (RL 2009/136/EG) von der ePrivacy-Verordnung abgelöst werden.

Schwerpunkte der ePrivacy-Verordnung

  • Vertraulichkeit innerhalb der elektronischen Kommunikation
  • Opt-In für Cookies und weitere Tracking-Tools
  • Einwilligung zur Verarbeitung von Kommunikationsinhalten und -metadaten
  • Einwilligung für kommerzielle Kommunikation

Wer ist von der ePVO betroffen?

Die ePVO kommt dann zur Anwendung wenn es sich um die Verarbeitung von elektronischen Kommunikations-Daten handelt. Diese Daten entstehen, wenn Kommunikationsdienste angewendet werden. Wie die DSGVO ist auch die ePVO für Unternehmen anzuwenden, die Kommunikationsdienste (wie E-Mail, Soziale Medien, webbasaierte Kommunikationsdienste usw.)  innerhalb der EU anbieten. Dabei fällt der Schutz nicht nur auf natürliche Personen sondern ebenso juristische Personen.

Datenschutz-Gütesiegel

Damit Sie als Unternehmen bzw. Websitebetreiber nach außen zeigen können, dass Sie nach ePVO arbeiten, bietet die ePrivacy verschiedene Gütesiegel zur Zertifizierung Ihrer Produkte. Durch das Datenschutz-Gütesiegel sollen vor allem für Unternehmen ein Marketingvorteil für ihre Kommunikation auf Webseiten, Mobilseiten, Software-Interfaces, Apps und dergleichen entstehen. Vor allem ist es ein Qualitäts- und Vertrauens-Merkmal für Endkunden.

Folgende Gütesiegel werden angeboten:

  • ePrivacyseal (für Online- und Mobilangebote)
  • EDAA-OBA-Zertifizierung (für online behavioral advertising (OBA))
  • ePrivacyApp (Zertifizierung von Apps)
  • DTSG UK Brand Safety (für Agenturen, Verlagen und Vermarkter)

Der aktuelle Stand der e-Privacy-Verordnung:

Geplant war es, dass die ePVO gemeinsam mit der DSGVO in Kraft treten soll. Aufgrund dessen der Rat der Mitgliedsstaaten sich nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnten, gibt es noch kein aktuelles Datum, bis wann die ePVO tatsächlich in Kraft tritt. Uneinigkeiten entstehen vor allem dabei, dass die Mitgliedsstaaten durch die ePVO sich um die Wettberbsfähigkeit des digitalen EU-Binnenmarktes sowie der Innovationsfähigkeit fürchten. Aus diesem Grund soll es einen neuen Vorschlag für die ePrivacy-Verordnung geben, der die Schaffung eines transparenten und fairen Wettbewerb innerhalb der EU unterstützt.

Sollte die finale Fassung der ePVO genehmigt werden, gibt es eine Umsetzungsfrist von ca. 2 Jahren. Somit sehen Prognosen vor, dass die ePrivacy-Verordnung bis frühestens 2021 in Kraft treten soll.

Erklär-Video – ePVO

Quellen: WBS – Die Experten, blogmojo.de, heise.de, eprivacy.eu, dmvö

 

Facebook - Titelbild

Facebook

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Facebook – Das Zuckerberg’sche “Buch der Gesichter”

Wie aus Facemash das größte soziale Netzwerk der Welt wurde

Viele haben den Film The Social Network über den bewegten Werdegang von Facebook gesehen. Und es gibt kaum jemanden, der nicht ein Profil auf der Social Media-Plattform hätte. Dennoch wurde das einstige Uni-Jahrbuch seit seiner Begründung einem ziemlichen Gesichts-Lifting unterzogen. Daher wollen wir in diesem Beitrag Facebook aus dieser speziellen Perspektive etwas näher beleuchten.

Facebooks holpriger Start

Während die Plattform heute strenge Richtlinien befolgt, war die Vorgängerversion facemash.com von 2003 noch ein recht saloppes Unternehmen. Die vom Psychologie- und Informatik-Studenten Mark Zuckerberg entwickelte Website war nämlich ursprünglich ein Bewertungssystem für das Aussehen von Harvard-Studentinnen. Dabei stellte Zuckerberg unerlaubt Fotos der Frauen ins Internet und forderte die Besucher der Seite auf die attraktivsten zu wählen. Verständlicherweise haben dies Proteste seitens der Betroffenen bereits nach wenigen Tagen unterbunden.

Seinem heutigen Aussehen kommt Facebook mit seiner Frühjahrsversion von 2004 schon wesentlich näher. Nachdem der webbasierten Ausgabe der offiziellen Jahrbücher keine Datenschutzbedenken mehr im Weg gestanden hatten, setzte sich das Konzept auch an anderen Ivy-League-Universitäten durch. Danach folgte die weltweite Etablierung.

Rasantes Wachstum bringt Umstrukturierungen mit sich

An dieser Stelle muss ergänzt werden, dass es nicht nur Mark Zuckerberg ist, dem wir Facebook zu verdanken haben. Mitverantwortlich sind ebenso seine Kommilitonen Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes. Mit von der Partie war auch Napster-Gründer Sean Parker, der wegen Kokainbesitzes verhaftet wurde und daraufhin seinen Platz räumen musste.

Facebook “schluckt” Fotodienst Instagram

Noch kurz vor dem geplanten Börsengang wagt die Plattform im April 2012 die bislang größte Akquisition ihrer Geschichte. Für das kaum 2 Jahre alte Unternehmen zahlt man eine stattliche Summe von 1 Mrd. US-Dollar. Interessanter Fact: Zum Zeitpunkt der Übernahme erzielt Instagram kaum Umsätze, bringt aber 30 Millionen zusätzliche User mit! Doch für Zuckerberg scheint Letzteres der ausschlaggebende Kaufgrund zu sein.

Der holprige Gang an die Börse

Nachdem Facebook im September 2011 auf rund 800 Millionen Nutzer weltweit angewachsen war, konnte man im Mai 2012 getrost den nächsten Schritt wagen: den Gang an die Börse. Doch der artete eher in einem Pfui als einem Hui aus. Bereits nach 4 Monaten hatte die Aktie über 50 Prozent an Wert verloren.

Retter in der Not: Kauf von WhatsApp

Die Börsentalfahrt von Facebook konnte letztendlich WhatsApp stoppen. So stellt Februar 2014 mitsamt des Kaufs des Messenger-Dienstes eine Wende für das soziale Netzwerk dar. Für die stolze Kaufsumme von 19 Milliarden US-Dollar war diese mehr als erhofft. Und siehe da: Die Plattform gewinnt enorm an Wert!

Facebook - Aktien Kursentwicklung 2012 bis 2021

Quelle: ariva.de

Mit Oculus “sieht” Facebook in eine rosige Zukunft

Im März 2014 folgt der Kauf des US-Startups Oculus. Dieses hat nämlich eine revolutionäre Virtual Reality-Brille für Computerspiele entwickelt. Ganze 2 Mrd. US-Dollar lässt sich Facebook den Spaß kosten. Während sich WhatsApp eher auf die Gegenwart und nahe Zukunft richtet, visiert dieser Erwerb die langfristige Zukunft an. Damit ist die Route klar, die der Konzern ansteuert: die Computerbranche.

Hard Facts (Stand: Oktober 2020)

  • 2,6 Mrd. aktive User pro Tag
  • davon 305 Mio. Nutzer in Europa
  • 200 Mio. Unternehmen nehmen täglich Services von FB in Anspruch
  • 10 Mio. Unternehmen schalten Werbung
  • über 21,5 Mrd. US-Dollar Umsatz im 3. Quartal 2020 (siehe Infografik darunter)

Facebook - Umsätze im 3. Quartal 2020

Quelle: de.statista.com

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick

Profil & Chronik

Damit kann der User sein Leben chronologisch darstellen bzw. es wie ein Tagebuch führen. Anfänglich konnte die Chronik optional freigeschaltet werden. Seit Herbst 2012 ist sie verpflichtend. In ihr erscheinen sämtliche Mitteilungen des Nutzers. Letzterer hat die Möglichkeit mittels Feineinstellungen auszuwählen, wer diese sehen darf.

Facebook-Seiten & Gruppen

Neben Privatpersonen, bietet die Plattform ebenfalls Seiten für Künstler, Personen des öffentlichen Lebens, Unternehmen und Marken an. Anders als bei Privatprofilen und Gruppenbeiträgen sind diese auch für nicht bei Facebook angemeldete User sichtbar.

Diese funktionieren wie Internetforen. Seit August 2019 kann man zusätzlich einstellen, ob die Gruppe für andere sichtbar ist oder nicht. Außerdem lassen sich Administratoren- bzw. Moderatoren-Rechte nach Bedarf einstellen. Ferner können Teilnehmer gesperrt werden.

Suche

Diese gibt es in ihrer ausgereiften Form seit Jänner 2013. Bisher konnte die semantische Software nur Schlagwörter deuten. Heute geht das auch mit Bedingungen wie “Finde alle Freunde, die gestern in Graz waren”. Zudem unterstützt Graph Search auch Personen, Orte, Fotos und Interessen. Künftig sollen Inhalte sowie Sprachen folgen.

Seit Juni 2013 gibt es auf Facebook zusätzlich die Möglichkeit Hashtags wie auch sog. Trending Hashtags zu verwenden.

Facebook Pay, Messenger & Watch

Der Service kann in sämtlichen Apps des Konzerns, wie etwa WhatsApp, Instagram oder im Messenger genutzt werden. Die Funktion erlaubt es, an andere Nutzer Geld zu senden oder in App-eigenen Webshops einzukaufen. Daneben kann man damit auch Spenden abwickeln. Für Sicherheit der Daten bei Transaktionen ist durch einen PIN-Schutz gesorgt.

Hierbei handelt es sich um eine Anwendung für Text- und Audio-Kommunikation. Seit April 2015 beinhaltet sie ebenso eine Videoanruf-Funktion. Im Juli 2016 zählte der Messenger bereits 1 Mrd. Nutzer.

Seit August 2017 bietet die Plattform auch einen eigenen Video-on-Demand-Service für Serien, Dokus, Shows und Uservideos an. Verfügbar ist der Dienst auf Computern, Mobilgeräten sowie TV-Apps von Facebook. Dabei haben Nutzer die Möglichkeit die Videos zusammen anzusehen und sich dazu auszutauschen.

Facebook in den Medien: Highlights

Immer wieder sorgt das soziale Netzwerk für Aufruhr in den Medien. Wir wollen hier ein paar von denjenigen Beispielen nennen, die besonders große Wellen schlugen.

Einschneidend waren auf jeden Fall die News, dass durch den Like-Button Userdaten auf der Website gesammelt und an Facebook weitergegeben werden. Wie man sich vorstellen kann, folgte ein riesiger DSGVO-Aufschrei und der EuGH griff ein. Das resultierende Urteil lautete: Der Website-Betreiber ist durch Einsatz des FB-Like Buttons auf seiner Seite für die Erhebung und Weitergabe an den Konzern verantwortlich. Nicht aber dafür, was die Plattform mit diesen Daten macht.

Im Zuge dieser Angelegenheit musste Facebook eine Strafe in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar zahlen.

Abschaffung der Likes scheitert

Diese Schlagzeilen beunruhigten vor allem die Social Media-Influencer. Aber auch in Bezug auf andere User argumentierte man mit der “Social Media Disorder”: der Sucht nach Anerkennung anderer in Form von Likes. So plante man damit jene Postings zu unterbinden, die speziell auf die Erwartungen des Zielpublikums ausgerichtet waren. Dies wiederum führte zur starken Zunahme extremer wie auch gewalttätiger Beiträge. Nach den Tests in Australien scheint diese Idee allerdings wieder in Vergessenheit geraten zu sein.

Vielleicht etwas zu hart betitelt: Worum es hier ging, waren die vom Konzern eingeführten Content-Filter sowie die Begründung von Löschzentren. Sinn und Zweck der Institutionen ist die zeitnahe Prüfung sowie Entfernung strafbarer und beleidigender Einträge. Einhergehend damit, ebenso die entsprechende Profil- und Datenlöschung.

Das Dilemma um Fake-News & US-Wahlen

Abermals ein riesiges Tamtam verursachten die Falschnachrichten, die u.a. auf Facebook im Kontext der US-Wahlen kursierten. Um diesen künftig vorzubeugen, führte die Plattform schlichtweg ein Werbeverbot mit politischem und sozialen Bezug ein. Ebenso wurden Einträge, die Kandidaten vorzeitig zum Sieger erklären oder Auszählungsergebnisse anzweifelten, entfernt. Dass ein solch radikaler Schritt als maßgeblicher Verstoß gegen die freie Meinungsäußerung angesehen wird, kann man nur gut nachvollziehen.

Was ist bloß mit der Interaktionsrate los?

Der Einbruch der Interaktionsrate (Engagement Rate) um drastische 50 Prozent zwischen Anfang 2017 und Mitte 2018 ging auch an dem Konzern nicht spurlos vorbei. Auf Posts bezogen, betrug dieser sogar 65 Prozent! Die neuesten Werte, die wir in Hinsicht auf die Engagement Rate finden konnten, sind 4 Prozent pro Post (Digital 2020, Report vom Ende Jänner 2020).

Ebenso fällt auf, dass Facebook kleineren Accounts mit weniger als 10.000 Followern gegenüber noch freundlich gesinnt ist. Hier ist eine Interaktionsrate von 8,2 Prozent noch möglich. Nicht aber bei Seiten, die mehr als 100.000 Fans haben (max. 2,2 Prozent). Bei diesen möchte der Konzern schließlich “mitnaschen” und bevorzugt lieber bezahlte Werbung.

Quellen: allfacebook.de, de.wikipedia.org, faz.net, abendblatt.de, t3n.de

Fake News - Marketing Lexikon - medienkraft.at

Fake News & Hoaxes

Lesezeit: 3 Minuten

Letzte Änderung: 02.06.2023, 07:21 Uhr

Was sind Fake News?

Unter Fake News, auch als “Hoax” bekannt, versteht man absichtlich im Internet verbreitete Falschmeldungen. Dabei können sie verschiedene Formen annehmen: von harmlosen Scherzmeldungen und Kettenbriefen bis hin zu gefakten Fotos, Deep-Fakes (Bild & Bewegtbild), hetzerischen Beiträgen oder Horrormeldungen.

Arten von Falschmeldungen

Scherzhafte oder bösartige Meldungen
Die Formen, die Fake News dabei annehmen können, reichen von Society-Gerüchten bis hin zu gefälschten Technologie-News. Eine Zeitungsente quasi.

Betrügerische Meldungen
Hierbei handelt es sich um sensationsheischende Schlagzeilen, die User dazu verleiten, auf einen Link zu klicken und persönliche Daten zu hinterlassen. In anderen Worten ausgedrückt: ein Phishing-Versuch.

Politische Falschmeldungen
Ihre bevorzugtes Verbreitungsmedium sind die Social Media. In diesem Fall möchte man die Stimmung der User für oder gegen ein politisches Ziel manipulieren. Dabei basieren manche dieser Hoaxes auf wahren Begebenheiten, die allerdings in verzerrter Form Verbreitung finden. Oder aber auf komplett frei erfundenen Botschaften.

Beliebteste Fake News-Themen

Fake News - beliebte Themen für Falschmeldungen

Quelle: de.statista.com

Gesellschaftlicher, wirtschaftlicher & politischer Schaden durch Fake News

Schätzungen zufolge beträgt der jährliche durch Fake News verursachte Schaden weltweit ca. 78 Mrd. US-Dollar. Davon machen Börse und Volatilität in etwa die Hälfte der Verluste aus. Allein in der Vereinigten Staaten verursachen gefälschte Informationen zu finanziellen Themen einen Schaden von 17 Mrd. US-Dollar. Auf die gesamte Welt gerechnet, dürfte die Zahl noch einmal höher liegen.

Fake News - Gesellschaftlicher, wirtschaftlicher & politischer Schaden durch Falschmeldungen

Quelle: de.statista.com

Sind Fake News ein Phänomen des Digitalzeitalters?

Nein, das sind sie keineswegs! Im Prinzip gehen sie auf die Anfänge sämtlicher Nachrichten und die menschliche Kommunikation über Ereignisse zurück. Ein berühmter Fall von Fake News reicht ins Jahr 1274 v. Chr. zurück. Dank einer Falschmeldung verwandelte Pharao Ramses II bei der Schlacht von Kadesh eine krachende Niederlage in einen fulminanten Sieg.

Besonders beliebt war ihr Einsatz im politischen Kontext. Dabei richteten sie sich nicht selten gegen Minderheiten. In den frühen 1800er Jahren tauchten sie auch in tagesaktuellen Formaten auf. Ein berühmtes Beispiel: die 6-teilige Zeitungsserie in der Sun über die Entdeckung von Fledermausmenschen auf dem Mond (“Great Moon Hoax”). Und dass sich solche Nachrichten großer Beliebtheit erfreuen, erkannte man damals an den Verkaufszahlen. Bis dato führt die Meldung zur höchsten Auflage unter sämtlichen Zeitungen weltweit!

Wozu das Digitalzeitalter, insbesondere mit seinen sozialen Netzwerken, sehr wohl beigetragen hat, ist die raschere und exponentielle Verbreitung von Fake News. Hier teilen die User nämlich die Falschmeldungen ungeprüft und erreichen mit nur wenigen Klicks viele Menschen. Mit massiven Folgen für die Wirtschaft und Politik. Daher kommt es mehr denn je darauf an, Fake-News schnell zu erkennen.

Falschmeldungen – der schmale Grat zwischen harmlos und gefährlich

Grundsätzlich steht bei einer Vielzahl der Fake-News der Aspekt des Scherzes im Vordergrund. Leider ist dies bei bestimmten Ausprägungen von Meldungen wie betrügerischen Scams, Spam, Phishing-Mails oder Hasspostings nicht der Fall. Darüber hinaus ziehen Falschmeldungen extreme Folgen nach sich, wenn man sie zur politischen Stimmungsmache oder gar Hetze missbraucht. Dies hat sowohl negative Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima wie auch die Betroffenen.

Fake News erkennen & richtiger Umgang

1. Seien Sie skeptisch und hinterfragen Sie Inhalte kritisch.
2. Hoax-Datenbanken wie mimikama.org oder hoaxmap.org entlarven Gerüchte und gefälschte Meldungen
3. Überprüfen Sie die Quellen: Wer steht hinter der Meldung? Welche Motivationen bzw. Ziele hat der Autor? Ist das Medium vertrauenswürdig?
4. Stammen die Bilder bzw. Videos aus einer vertrauenswürdigen Quelle? Ist Letztere genannt? (unpraktikabel, da zeitaufwändig, ist die umgekehrte Bildersuche z.B. mit images.google.com oder tineye.com)

Typische Merkmale von Falschmeldungen

  • reißerische, aufgeregte Sprache (OMG!!, Unglaublich! Wahnsinn!, Das hatten Sie nicht kommen sehen…)
  • stark emotionalisierte Begriffe (herzzerreißend, unfassbar, schrecklich…)
  • schockierende, drastische Bilder und Videos
  • fehlende Quellenangaben
  • Statistiken und Zahlen ohne Belege
  • Schüren von Angst (Das ist eine Gefahr für uns alle…)
  • Click-Bait-Videos
  • Verschwörungstheorien
  • Verallgemeinerungen (alle, sind…)

Haben Sie eine Falschmeldung aufgedeckt, zeigen Sie dies auch auf und stellen Sie nach Möglichkeit die Fakten richtig. Damit verhindern Sie die Ausbreitung und bestärken stille Mitlesende darin, ähnliche Meldungen künftig zu hinterfragen.

Zusätzlich besteht ebenso die Möglichkeit, die Meldefunktion zu nutzen. Diese ist in den meisten Social Media verfügbar und dient der Meldung ungeeigneter Inhalte sowie Spam.

Erklär-Video: Was sind Fake News?

 

 

Quellen: saferinternet.at, explanity, wikipedia.org