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Content-Strategien - Titelbild

Die Content Strategie nach dem Motto “Content is King” ist das Grundprinzip bei SEO Maßnahmen um den Erfolg der Website zu sichern. Mit vier wesentlichen Content-Strategien, decken Sie die wichtigsten SEO Maßnahmen in Bezug auf den Inhalt ab. Was jedoch generell gilt ist, dass Sie nur mit hochwertigem Inhalt bei Nutzern und Suchmaschinen Erfolg haben können. Dabei ist der gesamte Inhalt gemeint, also auch bestehender Content und nicht nur neuer. Heutzutage kommt es darauf an, wie der Content vermarktet wird – es braucht also ein strukturiertes Content-Marketing.

Wie Sie das Thema Inhalte effizient bearbeiten, zeigen und beschreiben wir anhand 4 effektiver Content-Strategien.

Content Strategie 1: Qualität vor Quantität

Auch wenn Sie auf Ihrer Website hunderte oder sogar auch hunderttausend Seiten vorweisen können, ist das nicht automatisch erfolgversprechend. Wie schon oben erwähnt, verhilft nicht die Summe der Seiten zu einem bestmöglichen Ranking, sondern die Qualität der Seiten. Das heißt, der Fokus auf ein Kernthema bzw. auf eine Nische ist sinnvoller als ein oberflächlicher Website-Ansatz.

Dies ist bei näherer Überlegung auch nicht unlogisch. Denken Sie beispielsweise an einen Zeitungsartikel der verschiedene Themen behandelt. Wenn dieser mithilfe von Überschriften nicht strukturiert ist, würden Sie sich sehr schwer beim Verstehen des Inhaltes tun. Zusätzlich gehen der Sinn bzw. die Aussage des Artikels wohl unter. Im Vergleich dazu ist ein Artikel, der sich mit einem Thema bzw. Hauptthema beschäftigt und der gut strukturiert ist, besser zu verstehen. Dabei macht auch das Lesen größeren Spaß.

Somit vermittelt eine Website mit strukturiertem Inhalt bezogen auf ein Hauptthema auch ein gewisses Vertrauen und Seriosität.

Zusätzlich kann man mit einem speziellen Bezug auf ein Thema auch die Brücke zur eigenen Marke bzw. Brand schaffen. Das heißt die Marke wird dann leichter mit dem bestimmten Thema assoziiert.

Content Strategie 2: Lesbarkeit

Ist Ihnen das auch schon mal passiert: Sie haben einen Online-Text gelesen und bereits nach wenigen Zeilen konnten Sie dem Inhalt nicht mehr folgen? Und dann hatten Sie auch noch das starke Bedürfnis schnell wieder die Seite zu verlassen? Dann sind Sie vermutlich Opfer mangelhafter Lesbarkeit geworden. Dabei ist die Lesbarkeit von Texten eng mit SEO und somit der Content-Strategie verknüpft.

Um es in Kürze auf einen Punkt zu bringen: Die Lesbarkeit hängt primär von der Komplexität der Sätze sowie dem verwendeten Wortschatz ab. Darüber hinaus wird sie auch von der strukturellen Gliederung der Texte bestimmt. Treffen diese Aspekte auf den Content zu, bleibt der Besucher gerne und lange auf der Seite. Und dieser Parameter ist ausschlaggebend für SEO bzw. das Ranking! Denn anhand der Absprungrate beurteilt die Suchmaschine die Güte einer Website.

Halten Sie sich an den Flesch-Reading-Ease-Index (FRE)

Der FRE ist im Grunde eine Formel, mit der die Lesbarkeit eines Textes ermittelt werden kann. Dabei basiert der Indikator auf zwei Metriken: der durchschnittlichen Satzlänge und der durchschnittlichen Silbenanzahl je Wort. Je länger beide ausfallen, desto schlechter fällt die Lesbarkeit aus.

Regeln für gute Lesbarkeit

  • Optimale Satzlänge: so lang wie nötig, so kurz wie möglich. “Weniger ist mehr” heißt auch hier die Devise. Verzichten Sie deshalb auf Worthülsen und Füllwörter zugunsten Ihrer Content-Strategie.
  • Teilen Sie lange Sätze auf und verzichten Sie möglichst auf Nebensätze. Maximal ein Nebensatz ist online schon das höchste der Gefühle!
  • Gliedern Sie Ihren Text in Absätze und verwenden Sie Zwischenüberschriften.
  • Verwenden Sie ein allgemein verständliches Vokabular, um den Text ebenso für fachlich weniger bewanderte Leser lesbar zu machen.
  • Auch Rich Content – Bilder, Videos und Grafiken – verbessern die Lesbarkeit (Readability) von Texten.
  • Vermeiden Sie Keyword-Stuffing, vor allem bei Keyword-Kombinationen. Denn diese lassen Sätze holprig wirken, was sich wiederum negativ auf die Lesbarkeit auswirkt.

Content Strategie 3: Inhalte aufräumen

Ganz klar, wenn man schon über einen langen Zeitraum hinweg eine Website führt, steigt auch die Anzahl der URLs durch neue Inhalte. Was uns wieder auf Quantität bringt. Denn wenn die Inhalte der alten Seiten nicht mehr aktuell, relevant oder ohnehin schon von einer neuen Seite mit dem gleichen Inhalt nur aktualisiert und besser aufbereitet, abgelöst wurde, schaffen diese Seiten keinen Mehrwert mehr. So stellen sich alle Seiten aufgrund dessen, dass sie keinen Traffic mehr erzeugen, eher als Ballast heraus. Vor allem wenn diese tatsächlich den selben Inhalt wie eine andere Seite enthalten. Doppelter Content kann eine besonders schlechte Bewertung der Website verursachen.

Daher ist anzuraten diese Seiten schlicht und ergreifend zu löschen. Somit wird die Website aufgeräumter, für einen selbst übersichtlicher und leichter.

Content Strategie 4: Inhalte aktualisieren

Wenn nun der Inhalt mit den dazugehörigen Keywords gefiltert wurde und die Website um alte Seiten erleichtert wurde, kann man nun beginnen, die verbleibenden Inhalte zu optimieren. Das heißt alten Content weiter auszubauen und zu aktualisieren. Dabei sollte unbedingt auch darauf geachtet werden, dass der Inhalt eine gute Struktur aufweist mit Teilüberschriften, die wichtigsten Keywords fett formatiert werden und interne Verlinkungen vorhanden sind.

Es ist generell effizienter alten Content zu überarbeiten als jedes Mal die Seiten zu löschen und eine Neue zu erstellen. Vor allem veraltet meist auch nicht der gesamte Text. Wenn man also bestehenden Content überarbeitet kann sich dies auch als Zeitersparnis herausstellen.

Was Sie bei dem Erstellen eines SEO Content für Ihre Website beachten sollen, haben wir im Beitrag SEO Texte für Websites zusammengefasst.

Fazit zur Content Strategie

Wenn man sich auf Kern-Themen beschränkt, ist es einfacher die Inhalte der Website zu verstehen. Durch das Löschen von alten oder doppelten Seiten verhindert man eine Kannibalisierung zweier Webseiten mit denselben Keywords. Und es ist wesentlich einfacher bestehende Texte zu überarbeiten als von Scratch an mit dem Texten zu beginnen. Die Auswirkungen sind eine strukturierte Website, die ein gutes Ranking erzielt und in weiterer Folge einen hohen Traffic und bestenfalls Conversion generiert.

Programme & Helferleins

Wir stellen hilfreiche Analyse-Tools für Ihre Content-Strategie vor

Dass nun diese 4 Content-Strategien Sinn machen und umgesetzt werden sollten, ist nun klar. Jedoch, wenn man nun eine Website mit hunderten Seiten betreut kann die Umsetzung der Strategien sich als äußerst mühsam erweisen. Damit nicht alles per Hand kontrolliert werden muss, gibt es auch unterschiedliche Analyse-Tools die bei der Umsetzung helfen.

SEO-Tool: SEO Site Checkup

Mit SEO Site Checkup bekommt man kostenfrei einen tollen Überblick über den SEO Optimierungsgrad der eigenen Webseite. So werden in den Kategorien Common SEO Issues, General SEO, Speed, Server & Security, Mobile Usability, Advanced SEO in übersichtlicher Form Verbesserungsvorschläge angegeben.

Was wird in den einzelnen Kategorien angezeigt?

  • Häufigste SEO Problemfelder: darunter fallen die Meta Titel und Description, ein Keyword Check in der Anwendung, die Überschriften-Struktur, robots.txt und sitemap, broken Links und Backlinks, URL-Check, Bilder und dessen Beschriftung, als auch generelle Fehlermeldungen und die Integration von Google Analytics.
  • Speed Optimisierung: da gibt es den HTML Page Größen-Test, und die Prüfung der Seitenladezeit, Ladezeit der Objekte und Symbole, den Flash-Test, Cache-Test, URL-Redirects-Test und alle Dokumente, welche die Ladezeit beeinträchtigen können.
  • Server und Sicherheit: darunter fallen der URL Canonicalization Test, HTTPS Test, Safe Browsing Test, Server Signature Test, Directory Browsing Test und der Plaintext Emails Test.
  • Mobile Usability: inkludiert den Responsive Site Test und Mobile Snapshot
  • Advanced SEO:  darunter allen der Microdata Schema Test, Noindex Checker, Canonical Tag Checker, Nofollow Checker, Disallow Directive Checker und SPF records checker.

Das heißt, in Summe hat man eine gute Übersicht wie der aktuelle Status der Seite ist. Erst wenn man sich anmeldet, hat man die Möglichkeit Anweisungen zur Verbesserung der erkannten Problemfelder zu bekommen.

SEO-Tool: Woorank

WooRank bietet detaillierte Websiteanalysen worin wichtige Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit, SEO, Mobile, Technologie, die Einbindung in Soziale Medien, Local, Nutzeranalysen, Erscheinungsbild bis hin zur Marketing Checkliste enthalten sind. Die Vollversion von WooRank kann 14 Tage getestet werden. Ab 49,99 Euro pro Monat kann das Tool für eine Website erworben werden. Wenn man WooRank für mehrere Websites nutzen möchte, oder dieses mit Sonderfunktionen erweitern möchte, erstreckt sich der Preis von 149,99 bis 249,99 Euro im Monat.

In Summe bietet Woorank sehr ähnliche Überprüfungen wie der SEO Site Checkup, jedoch schöner grafisch Dargestellt.

SEO-Tool: Upcity SEO Report Card

In Form einer Kostenfreien SEO-Report Card bietet UpCity dessen Service. Wenn Sie das online Formular mit Ihren Kontaktdaten und Website-URL ausgefüllt haben, erhalten Sie einen umfangreichen Report per Mail.

In diesem Bericht enthalten sind Analysen zu den Themen Ranking, Backlinks, On-Site, Ladezeit, Sicherheit und aktuelle Indexierung. Unterstütz werden die Analysen mit Best Practices für Ihre Seite.

Ihre Website benötigt lesbare SEO-Texte, aber Texten ist überhaupt nicht so Ihres? Lassen Sie uns das übernehmen!

Quellen: de.ryte.com