Kostenlos, gratis oder umsonst

Warum gratis nicht umsonst kostenlos ist?

Drei Adjektive, die meist synonym oder wahllos in der Werbung verwendet werden.

Kennen Sie den Uralt-Kalauer, der den Unterschied zwischen umsonst und kostenlos erklärt? “Sagt der kleine Fritzi zum Heinzi: für mich war die Schule kostenlos, bei dir war sie umsonst.” So “doof” der Spruch auch ist, so gut zeigt die feinen Nuancen auf, die es auch in der Werbung zu beachten gilt.

Warum umsonst für umsonst ist

Wenn es also etwas umgangssprachlich formuliert “für umsonst” gibt, heißt das noch lange nicht, dass Sie das auch so benennen sollten. Denn wer “umsonst” im Zusammenhang mit “gratis” und “kostenlos” verwenden möchte, sollte sich auch seiner weiteren Bedeutungen bewusst sein: “Umsonst” kann nämlich auch “grundlos”, “erfolglos” und “ohne Sinn” bedeuten.

Auch als generisches Keyword ist “umsonst” kein Renner. Das Unwort kommt in Österreich monatlich auf gerade mal auf 260 Suchanfragen im Gegensatz zu “gratis” mit 5.300 und “kostenlos” mit 3.600 Treffern.

Gratis und kostenlos – eine Wortklauberei

Gratis läuft somit auch kostenlos den Rang ab. Dennoch im Werbe-Kontext sollten alle drei Begriffe tatsächlich das Gleiche bedeuten. Nämlich, dass das was angeboten wird, nichts kostet. Während also Werber mit Geiz-ist-Geil-Affinität gerne tief in die Kiste der kostenlosen gratis Orderstarter und CTAs für umsonst greifen, sehen Germanisten durchaus feine Unterschiede im Gebrauch.

Kostenlos und gratis auf der Goldwaage

Das Wort “Gratis” stammt nämlich aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt so viel wie “ohne Bezahlung” oder “unentgeltlich”. Hingegen stammt das Wort “Kostenlos” aus dem Deutschen bedeutet so viel wie “ohne Kosten”. Und worin besteht jetzt der Unterschied?

Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung:

Wenn Sie ein Paar Schuhe kaufen, bekommen Sie von uns weiteres Paar Schuhe gratis dazu. Aber nur, wenn Sie das andere auch wirklich kaufen. Jedoch, sollten Sie sich nicht zum Kauf entschließen, bekommen Sie von uns zumindest ein Glas Prosecco kostenlos. Den Prosecco gibt es also in jedem Fall, ohne etwas zusätzlich dafür leisten zu müssen. Das gilt beispielsweise nicht für den Kaffee beim Friseur. Den gibt es zwar gratis, aber nur im Zuge des Friseurbesuchs. Etwas anderes ist das bei der kostenlosen Erstberatung, die beispielsweise von Rechtsanwälten und Unternehmensberatern angeboten wird. Auch Fitness-Studios bieten in der Regel eine kostenlose Trainingsstunde an – ohne, dass Sie danach einen Vertrag unterschreiben müssen. Siehe dazu auch: Fitness-Studios Graz im Mystery-Check.

Die besten Gratis-Programme

Auch online begegnet uns ein relativ relaxter Umgang mit “gratis” und “kostenlos”. Alles ist aktuell “open source”, im “free download” als Gratis-Programm oder in der kostenlosen Testversion. Auch hier finden Sie in unserem Blog viele Hinweise darüber, wie Sie Geld sparen können. Etwa, wo Sie kostenlose Bilder und Bildportale finden oder kostenlose Presseportale im Vergleich oder mit welchen Gratis-Tools Sie Bilder fürs Web optimieren können.

Fazit: Auch wenn wir alle gleichsam einem österreichischen Rennfahrer “nichts zu verschenken” haben. Wer sich online wie offline auf kostenlose gratis Schnäppchenjagd macht, sollte immer bedenken: Wenn etwas nichts kostet, dann gibt es meist einen Grund dafür. Vielleicht sind ja Sie oder Ihre Daten die Ware und nicht der Kunde! Das heißt, Sie bezahlen den kostenlosen Download oder das Gratis-Angebot immer mit Werbung, mit der Bekanntgabe Ihrer Daten oder dem Screening Ihres Nutzerverhaltens.

Was nichts kostet, macht viel Arbeit

Denn jedes Unternehmen ist letztendlich gewinnbringend orientiert und hat ebenfalls nichts zu verschenken. Wir raten an dieser Stelle dazu, sich für die Jagd nach Gratis-Angeboten eine zweite “Spam-Adresse” (gmail, gmx) anzulegen. Das hält den Spam davon ab, sich in Ihre Haupt-Mailbox einzuschleusen. Bedenken Sie nur die allernötigsten Daten preis zu geben. Lesen Sie jedenfalls das Kleingedruckte aufmerksam und genau durch und kaufen Sie nur, wenn die Ware wirklich brauchen. Nicht, weil die Gratis-Beigabe so verlockend war.

Die Suche nach guten Gratis-Tools ist sehr zeitintensiv. Da Zeit bekannter maßen Geld ist und bevor Sie hinsichtlich SEO und SEA sowie Ihres Social Media und E-Mail Marketings zum Selbermacher mutieren, überlegen Sie, ob es nicht effizienter ist, diese Aufgaben in professionelle Hände zu legen. Wir arbeiten zwar weder kostenlos noch gratis für Sie, dafür aber auch ganz sicher nicht umsonst!

Sie wollen Geld und Zeit sparen und sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren? Senden Sie uns eine Anfrage.