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Die 7 beliebtesten Suchmaschinen

Google, Bing, Yahoo, Baidu, Yandex & Co

Apropos Suchmaschinen: Richtig gesucht, ist halb gefunden!

Die beliebtesten Suchmaschinen

Suchmaschinen, Die 7 beliebtesten Suchmaschinen

Betrachtet man den weltweiten Desktop-Suchmaschinenmarkt, ist Google mit Stand Oktober 2020 die unangefochtene Nummer 1. Mit einem Marktanteil von, sage und schreibe, 88,14 Prozent, gemessen an Page Views. Erst mit großem Abstand folgt Bing mit einem Marktanteil von rund 6,18 Prozent. Circa 2,51 Prozent der Suchanfragen über Desktop-PCs entfallen auf Yahoo.

Bei der Websuche über mobile Endgeräte schneidet Google im globalen Schnitt sogar noch besser ab. Hier kommt der Internetriese auf rund 94,04 Prozent! Den zweitgrößten Marktanteil mit 3,56 Prozent erzielt die chinesische Suchhilfe Baidu.

Nichtsdestotrotz: Wenn Sie denken, das war’s auch schon mit den nennenswerten Suchmaschinen abseits von Google – weit gefehlt! Selbstverständlich gibt es da noch weitere, durchaus reizvolle, Alternativen. Vielen ist sicher auch Yahoo, DuckDuckGo oder etwa Yandex ein Begriff. Doch Hand aufs Herz: Welche von den unten genannten Suchmaschinen haben Sie bereits gekannt? Und welche sind wirklich relevant fürs Search Marketing?

Suchmaschinen Ranking (weltweit)

Im Wesentlichen unterscheiden sich diese Suchmaschinen durch ihre geografische Fokussierung auf gewisse Länder bzw. Kontinente. Außerdem sind sie durch individuelle Regeln der global SEO gekennzeichnet. Hinsichtlich Letzterer bestehen signifikante Unterschiede in der Suchmaschinen-Nutzung.

Zunächst betrachten wir die Top 5 Suchmaschinen weltweit. Wenn Sie die Grafik unten betrachten (sie bildet den Mittelwert von Suchen über Desktop, Mobile, Tablet und Konsole ab), wird der klare Gewinner sofort klar. Google! Danach kommt lange nichts. Erst danach hebt sich Bing mit 2,63 Prozent der globalen Suchen etwas von den dritt- und vierplatzierten Baidu (1,11 Prozent) und Yandex (0,55 Prozent) ab. Die restlichen 1,8 Prozent des Welt-Marktanteils sharen die verbleibenden Suchmaschinen untereinander.

Auch wenn sie in der unteren Grafik nicht ersichtlich sind, so sollten an dieser Stelle ebenso die an Popularität gewinnenden Suchmaschinen DuckDuckGo und Ecosia erwähnt werden.

1

Google

Google

Seit 1998 unterstützt uns Google LLC mit seinen Suchergebnissen. Was einigen nicht bekannt ist: Das amerikanische Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der Holding-Gesellschaft XXVI Holdings Inc. und gehört somit dem Unternehmen Alphabet Inc. Letzteres wird jedoch von den beiden Google-Gründern geführt. Google ist die weltweit größte Suchmaschine und hat es unter anderem mit der Bezeichnung “nach etwas googeln” als offiziellen Begriff in den Duden geschafft. Zusätzlich hat man die Disziplin SEO ins Leben gerufen. Mit einem Jahresumsatz von 161,86 Mrd. US-Dollar im Jahr 2019 sowie einem Unternehmenswert von 309 Mrd. US-Dollar muss sich Google ganz knapp hinter Apple (309,5 Mrd. US-Dollar) und Amazon (315 Mrd. US-Dollar) in Bezug auf den Unternehmenswert einreihen.

2

Bing

Bing

Wurde im Jahr 2009 gegründet und ist die Suchmaschine von Microsoft. Seitdem existiert auch eine direkte Kooperation mit Yahoo. Seit dem Jahr 2015 ist Bing profitabel und bereits jeder 3. amerikanische Nutzer verwendet diese Suchmaschine bei einer Desktop-Suche. Im Jahr 2017 erzielte Bing im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 24,5 Milliarden Dollar. Für Microsoft spielt Bing vor allem eine primäre Rolle in der Beschaffung von Daten für dessen KI – Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

3

Yahoo

Yahoo

Den Anbieter gibt es bereits seit dem Jahr 1994. Somit gehört Yahoo zu den ältesten Suchmaschinen. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 10,3 Mrd. US-Dollar. Der Börsenwert liegt derzeit bei 60 Mrd. US-Dollar. Seit dem Jahr 2017 wurde Yahoo und AOL von Verizon Communication zur Dachmarke Oath fusioniert.

4

Baidu

Baidu aus China

Ist ein chinesisches Unternehmen, das im Jahr 2000 gegründet wurde. Im Jahr 2005 ging Baidu an die Börse und wird unter dem Kürzel Bidu gehandelt. Als Besonderheit bietet Baidu die Möglichkeit nach MP3 Dateien zu suchen. Im Jahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 15,4 Mrd. US-Dollar.

5

Yandex

Yandex aus Russland

Ist ein im Jahr 1997 gegründetes, russisch-niederländisches Unternehmen. Dieses hat die operative Hauptzentrale in Russland und einen weiteren Sitz in den Niederlanden. Während Yandex ehemals in Sachen Suchmaschinen-“Dominanz” in der Heimat einen Marktanteil von ca. 50 Prozent hatte, ist ihre Beliebtheit am Sinken. Laut Statista ist man mit Stand September 2020 nunmehr die Nummer 2 nach Google (65,7 Prozent) mit 32,4 Prozent. Währenddessen hat sich Google als die beliebteste Suchhilfe in Russland etabliert. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Yandex rund 1.275 Milliarden Rubel (entspricht ca. 168 Mio. US-Dollar). Ähnlich wie Google bietet die Suchmaschine rund 30 verschiedene Online-Dienste wie beispielsweise Nachrichten, Spiele und Fotos. (Aktuelle Zahlen auf statcounter)

6

DuckDuckGo

DuckDuckGo

Gegründet wurde DuckDuckGo im Jahr 2008 in den USA. Der wohl prägnanteste Unterschied dieser zu anderen Suchmaschinen ist, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden. Das heißt, für alle Nutzer werden die gleichen Suchergebnisse angezeigt. Somit liegt der Fokus noch stärker in den besten Suchergebnissen und nicht bei den am meisten gesuchten. Mit dieser Strategie, die sich optimal mit den neuen DSGVO Bestimmungen Europas deckt, trifft DuckDuckGo den Nerv der Zeit und erfreut sich an immer größerer Popularität.

7

Ecosia

Ecosia

Christian Kroll war derjenige, der Ecosia GmbH mit Sitz in Berlin Anfang des Jahres 2020 begründete. Man bezeichnet sich selbst gerne als Social Business und die Suchmaschine selbst als eine ökologische. Sowohl Suchergebnisse als auch die Suchanzeigen liefert Microsofts Bing. Im Jahr 2019 konnte das Unternehmen bereits 19 Millionen Euro erwirtschaften und im Zuge ihrer Philosophie 100 Mio. Bäume pflanzen. Damit ist die Suchmaschine gleichzeitig CO2-neutral.

Wie generieren diese Suchmaschinen Ihre Einnahmen?

Die meisten Anbieter wie Google und Bing-Yahoo erwirtschaften den Großteil Ihrer Einnahmen durch Online Werbung. So bieten diese zahlreiche Dienste wie beispielsweise Google Ads, über welche man Online Werbeschaltungen erstellen und verwalten kann. Diese gelten als die sog. bezahlten Suchergebnisse. Des Weiteren sind sie auch als Banner auf Partner-Webseiten (dem Displaynetzwerk) ersichtlich. Darüber hinaus generieren sie neben den Anzeigen weitere Einnahmen durch den Verkauf von Lizenzen und einem breiten Angebot von zusätzlichen Online-Services.

Fokus: Datenschutz, User-Profile & personenbezogene Daten

Fakt ist, dass üblicherweise viele Daten einer Person gespeichert werden. Vor allem, wenn man mehrere Dienste eines Anbieters nutzt. Beispielsweise, wenn Sie über ein Google Profil verfügen, eingeloggt bleiben und nach verschiedenen Dingen oder Bildern suchen. Zugleich sind Sie aber auch bei YouTube angemeldet. Mit diesem Verhalten gibt man einiges an Daten preis. So kann Google bereits ein personenbezogenes Profil mit Ihren individuellen Interessen aus den Suchergebnissen erstellen.

Natürlich sind diese Daten wertvoll. Und kein anderes Unternehmen kennt die Interessen und Vorlieben seiner Kunden so genau wie Google. Deshalb ist Online Marketing bei Werbetreibenden auch so beliebt. Zusätzlich kann jedes Ergebnis gemessen und nachvollzogen werden.

Wer hingegen keine persönlichen Daten weitergeben möchte, jedoch trotzdem auch online nach etwas suchen möchte, hat Alternativen zu Google.

Suchmaschinen, die keine personenbezogenen Daten sammeln

DuckDuckGo haben wir bereits als Suchmaschine mit besonderem Fokus auf Datenschutz vorgestellt. Daneben gibt es aber weitere, ähnliche Anbieter wie Metager oder Qwant.

Qwant arbeitet ähnlich wie DuckDuckGo, weshalb ebenso keine Nutzerdaten gesammelt werden. Dennoch haben Sie als Nutzer die Wahl, ob Sie personalisierte Daten hergeben und individuelle Suchergebnisse erhalten möchten oder nicht. Sprich, wenn Sie ein personalisiertes Ergebnis wünschen, müssen Sie ein Profil anlegen. Die Profile, genauer genommen die erhobenen Daten, werden in Serverzentren innerhalb der Europäischen Union erhoben.

Metager ist eine Metra-Suchmaschine. Dies bedeutet, dass Suchanfragen an weitere Suchmaschinen geleitet werden. Die Ergebnisse werden dann gesammelt und aufbereitet angezeigt. Der Datenschutz wird garantiert, indem es in erster Line keine Profile gibt. Somit wird bereits ausgeschlossen, dass gewisse Daten einer Person zuzuordnen sind. Ebenso arbeitet Metager ohne Cookies. Zusätzlich werden auch die IP-Adressen anonymisiert. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn Sie über Metager eine Suchanfrage stellen, wird Ihre IP-Adresse anonymisiert und nicht an die weiteren Suchmaschinen weitergegeben. Dabei werden die verschlüsselten IP-Adressen nicht gespeichert. Auf diese Weise kann ausgeschlossen werden, dass diese durch ein Programm entschlüsselt werden. Dies funktioniert ebenfalls, da Metager nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern als gemeinnütziger Verein tätig ist.

Das Optimieren der eigenen Website wird, vor allem mit dem strengeren Datenschutz innerhalb der EU und der höheren Beliebtheit von werbefreien Suchmaschinen, noch relevanter. Da die Qualität der Suchergebnisse ausschlaggebend für den Erfolg ist, sind relevante Inhalte, eine technisch gut aufgestellte Grundlage (schnelle Ladezeiten, übersichtliche Struktur) sowie eine hohe Usability entscheidend.

Derzeitige Entwicklungen zeigen, dass zusätzlich zu den Online Werbemaßnahmen unbedingt auf die Qualität der Landingpages geachtet werden muss. Der Trend, auch im Online Marketing, geht weg von stark personalisierter Werbung. Somit ändert sich vor allem die Informationsgrundlage für die Erstellung der Werbeschaltung. Zudem ist es für Unternehmen entscheidend, wo sich die Zielgruppe befindet. Wie bereits geschildert, ist die Beliebtheit einer Suchmaschine stark vom Land abhängig. Sprich, wenn Sie Ihr Angebot auf Russland erweitern, ist es besser online Marketing Maßnahmen auf Yandex umzusetzen.

Fazit: Beliebteste Suchmaschinen

Aufgrund der DSGVO der EU ändert sich auch das Generieren von Daten innerhalb der Suchmaschinen. Vor allem durch dieses neue Datenschutz-Bewusstsein entscheiden sich viele Nutzer für Alternativen wie DuckDuckGo oder Qwant. Denn diese bieten tatsächlich einen hohen Grad an Datenschutz.

Dieser Trend ist mit dem Vormarsch bzw. dem Wachstum von Marktanteilen dieser Suchmaschinen nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz wirkt sich diese Entwicklung auf Giganten wie Google oder Bing nur geringfügig aus. Dennoch hat in dieser Hinsicht bereits ein Umdenken stattgefunden. Aus diesem Grund setzen auch Microsoft mit Bing aber auch Google immer mehr auf KI. Künstliche Intelligenz-gesteuerte Online-Werbemaßnahmen gewinnen daher immer mehr an Beliebtheit.

Somit kann das Wissensloch, verursacht durch fehlende personenbezogene Daten, ausgemerzt werden. Immerhin wurden bereits so große Mengen an Daten gesammelt, die schon lange nicht mehr verarbeitbar sind. So wird es wohl heißen: Ran an vorhandene Daten und damit neue Ergebnisse erzielen! Trotzdem sind wir gespannt auf eine langfristige Lösung.

Sie haben Fragen zur Nutzung von Suchmaschinen für Ihre Zwecke? Dann freuen wir uns auf Ihre Anfrage.

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