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10 Suchmaschinen im Test

Welche Suchmaschine ist die Beste?

Suchmaschinen im Test: Laut Stiftung Warentest ist Google nicht die Nr. 1!

Der Warentest zeigt – nicht Google ist die beste Suchmaschine

hände auf laptop tastatur

Stiftung Warentest hat in einem großen Vergleichstest 10 Suchmaschinen unter die Lupe genommen. Besonderes Augenmerk legte man auf die Qualität der Suchergebnisse sowie auf Datenschutz-Bestimmungen. Das Ergebnis war seinerzeit eine kleine Überraschung: Nicht Google, sondern Startpage ging als Testsieger hervor.

Wichtiger Hinweis (Update 2026): Der Test von Stiftung Warentest stammt ursprünglich aus Ausgabe 4/2019 und wurde seither nicht neu aufgelegt. Die Rangfolge unten zeigt daher weiterhin dieses Ergebnis. Was sich seit 2019 grundlegend geändert hat, ist jedoch das gesamte Suchmaschinen-Umfeld: Mit ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Copilot ist 2026 eine neue Kategorie von „Antwortmaschinen“ hinzugekommen, die klassische Suchmaschinen zunehmend ergänzt bzw. verdrängt. Details dazu weiter unten im Abschnitt „Suche 2026: Die KI-Suchmaschinen kommen dazu“.

Unter den klassischen Suchmaschinen bleibt Google, gemessen an Marktanteil und Bekanntheit, weiterhin die unangefochtene Nummer 1 – auch 2026 liegt der globale Marktanteil bei rund 90 Prozent. Beim Datenschutz hinkt der Internetriese aber nach wie vor hinterher.

Suchmaschinen im Test: Kriterien

Neben der Qualität der Suchergebnisse legte Stiftung Warentest den Fokus ebenso auf den Nutzungskomfort am PC und Smartphone sowie auf das Datensendeverhalten und die Datenschutzerklärungen der Suchmaschinen.

Die Qualität der Suchergebnisse

Getestet wurde mithilfe verschiedener, bewusst kniffliger Suchanfragen – etwa mit Rechtschreibfehlern, Doppeldeutigkeiten oder Suchen nach unbekannten Personen.

Ablauf der Suchanfragen

  • 2 verschiedene Standorte am PC
  • Gegencheck mit Suche über Mobiltelefon
  • 1 x über Google Chrome, 1 x im Inkognito-Modus
  • 6 Suchanfragen mit Schwerpunkt Treffgenauigkeit
  • 8 Suchanfragen mit Schwerpunkt Bilder
  • 8 Suchanfragen mit Schwerpunkt Videosuche
  • 8 Suchanfragen mit Schwerpunkt „aktuelle Themen“
  • 26 allgemeine Suchanfragen

Insgesamt ergab das rund 300 Suchergebnisse pro Suchmaschine.

Auch am Mobiltelefon wurde getestet – entweder über die jeweilige App oder die mobile Website. Bewertet wurden Relevanz und Qualität der Ergebnisse, deren Darstellung sowie Einstellungsmöglichkeiten (z. B. ob Webseiten in einem neuen Browserfenster geöffnet werden können).

Datenschutz und Sicherheit prüfte man mithilfe eines Proxy-Servers, der die gesendeten Daten mitgelesen, entschlüsselt und analysiert hat. Entscheidend war, ob nur die für die Funktion nötigen Daten übertragen wurden – oder auch unnötige Zusatzinformationen wie der Nutzerstandort.

Juristen prüften zudem die Datenschutzerklärungen auf unzulässige Klauseln, auf Basis der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes.

Das Resultat laut Warentest: Die 10 besten Suchmaschinen

Suchmaschinen im Test: Das Ergebnis im Detail

Google belegt im Test nicht Platz 1 – das liegt an Mängeln beim Datenschutz. Trotzdem landet Google auf Platz 2, weil die Suchergebnisse stimmen und die Nutzerfreundlichkeit nach wie vor herausragend ist.
Bemängelt wurde vor allem, dass über die Such-App auch nicht notwendige Daten gespeichert werden und die Datenschutzerklärung zahlreiche unzulässige Klauseln enthält. In der Praxis bedeutet das: Google bietet weiterhin personalisierte Werbung an, wofür Daten aus unterschiedlichen Quellen erhoben, gespeichert und kombiniert werden.

Der überraschende Sieger heißt Startpage

Startpage gibt es bereits seit 2006. Die Suchmaschine ist im Grunde der datenschutzkonforme Weg zu Google-Suchergebnissen: Suchanfragen werden anonymisiert an Google weitergeleitet, sodass man dieselben Ergebnisse erhält – nur eben ohne personalisiertes Tracking. Werbung gibt es auch bei Startpage, allerdings nicht personalisiert.
Ohne Google gäbe es also kein Startpage – aber über den Umweg wird eine anonyme Google-Suche möglich. Das erklärt auch, warum Startpage bei den Suchergebnissen mit Google mithält, beim Datenschutz aber deutlich besser abschneidet. Auch andere „kleinere“ Suchmaschinen nutzen diese Technik der eingebetteten Google- oder Bing-Suche, angepasst an eigene Datenschutzregeln.

Suche 2026: Die KI-Suchmaschinen kommen dazu

Seit dem ursprünglichen Test hat sich die Suchlandschaft grundlegend erweitert. Neben klassischen Suchmaschinen etablieren sich sogenannte Answer Engines und KI-Assistenten als zusätzlicher Einstiegspunkt für die Informationssuche:

  • ChatGPT ist inzwischen die mit Abstand größte KI-Sucheinstiegsseite und wird von manchen Auswertungen bereits als größere Suchoberfläche als Bing eingestuft.
  • Google AI Overviews erscheinen mittlerweile bei einem erheblichen Teil aller klassischen Google-Suchanfragen und liefern direkte Antworten statt Linklisten.
  • Perplexity positioniert sich explizit als transparente „Antwortmaschine“ mit nachvollziehbaren Quellenangaben zu praktisch jeder Aussage und ist vor allem bei Recherche-Anfragen beliebt.
  • Microsoft Copilot greift auf den Bing-Index zu, wodurch eine solide Bing-Optimierung indirekt auch die Sichtbarkeit in Copilot verbessert.
  • Google Gemini ergänzt das Bild als KI-Assistent mit direktem Zugriff auf den Google-Index.

Trotz dieses Wachstums bleibt die klassische Suche dominant: Google hält im DACH-Raum weiterhin einen Marktanteil im Bereich von rund 90 bis 94 Prozent, Bing folgt mit einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentwerten – unter anderem befeuert durch den „Copilot-Effekt“. KI-Suchsysteme werden in diesen klassischen Marktanteilsstatistiken bislang kaum erfasst, obwohl sie einen wachsenden Teil der informativen Suchanfragen abdecken.

Was das für Unternehmen bedeutet: Neben klassischem SEO gewinnt GEO (Generative Engine Optimization) an Bedeutung – also die gezielte Optimierung von Inhalten, damit sie als Quelle in KI-Antworten von ChatGPT, Perplexity, Gemini & Co. zitiert werden. Struktur, klare Antworten auf konkrete Fragen und strukturierte Daten (Schema.org) spielen dabei eine zentrale Rolle. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Generative Engine Optimization (GEO) und Strukturierte Daten & technische GEO.

Erkenntnisse aus der Testung

Ein Trend, der sich seit dem Warentest-Vergleich klar verstärkt hat: Bei vielen Suchmaschinen ist es nicht mehr zwingend notwendig, überhaupt einen Link zu öffnen. Antworten – etwa auf Fragen nach dem aktuellen Datum, einer Berechnung oder einer Übersetzung – werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt. Dieser Trend hat sich mit KI-Overviews und Answer Engines 2026 noch einmal deutlich beschleunigt. Wer sich für praktische Google-Funktionen interessiert, findet die wichtigsten Google Suchbefehle in einem eigenen Beitrag.

Die Marktführerschaft bei der Such-Technologie liegt weiterhin bei Google und Microsoft (Bing) – fast alle kleineren, datenschutzorientierten Suchmaschinen im Test greifen im Hintergrund auf die Indexe dieser beiden Anbieter zurück.

Neu 2026 hinzugekommen ist eine dritte Kraft: eigenständige KI-Modelle wie ChatGPT und Perplexity, die zunehmend als erster Anlaufpunkt für Informationssuche genutzt werden, auch wenn sie technisch keine klassischen Suchmaschinen mit eigenem Web-Index sind.

Sie haben Fragen zu Suchmaschinen, KI-Suche oder wie Sie Ihre Sichtbarkeit in ChatGPT & Co. verbessern? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.