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Malware für den Apple Mac steigt um 62 % an

Die Sicherheitsfirma Malwarebytes warnt vor einem deutlichen Anstieg bei Malware für den Mac. Die Angreifer sollen dem Bericht zufolge auch immer ausgefeiltere Taktiken einsetzen.

In ihrem Report „Cybercrime Tactics and Techniques“ für das laufende erste Quartal warnt die Sicherheitsfirma Malwarebytes vor einem Anstieg von Bedrohungen für den Mac – insbesondere vor Malware und Adware. Aber auch Ransomware erlebt offenbar ein Comeback. Dem Bericht zufolge soll der Anstieg bei Mac-Malware gegenüber dem Vorjahresquartal 62 Prozent betragen haben. Im Vergleich zum Schlussquartal 2018 wurde sogar eine Verdreifachung verzeichnet, wie Winfuture berichtet.

Malware: Mac-Schädlinge: Trend zu Adware

Malwarebytes hat bei den Angriffen auf Mac-Nutzer einen klaren Trend zu sogenannter Adware erkannt. Den größten Anstieg gab es demnach bei der Adware-Familie Newtab, die im Ranking von Platz 60 auf 4 kletterte. Cyberkriminelle sollen dabei immer öfter auf ausführbare Windows-Dateien in den Adware-Paketen für Mac setzen. Diese können dank eines sogenannten Mono-Frameworks auch auf Apple-Computern ausgeführt werden. Die Angreifer sparen sich so, den Code für einen Adware-Installer für macOS neu schreiben zu müssen.

Überhaupt seien die Methoden, mit denen Angreifer auf Macs abzielen, immer kreativer, wie Malwarebytes analysiert. Demnach werden neben den ausführbaren Windows-Dateien auch Open-Source-Code sowie Entwickler-Backdoors und Cryptomining-Malware ausgenutzt. Dass die Malware für Macs mehr geworden ist, dürfte laut den Sicherheitsforschern daran liegen, dass die dafür eingesetzten Tools mittlerweile systemübergreifend entwickelt werden können, etwa mit Python.

Insgesamt verlegen sich Cyberkriminelle dem Malwarebytes-Bericht nach weiter deutlich auf Angriffe auf Unternehmen – einfach, weil es bei Firmen mehr zu holen gibt. Die Bedrohungen für Unternehmen sind demnach gegenüber dem Vorjahresquartal um 200 Prozent angestiegen, bei Endkunden gab es dagegen einen Rückgang um 40 Prozent. Als Vergleichswert wurde hier das vergangene Quartal herangezogen. (29.04.2019, 12:05 Uhr)

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