Gatebox – Sprachassistent gegen Einsamkeit

Der neue Sprachassistent aus Japan

Die neueste Entwicklung in Richtung Sprachassistenten stammt aus Japan, vom Unternehmen Vinclu Inc. und heißt Gatebox. Als Zielgruppe der Gatebox zählen hauptsächlich einsame Männer.

Was unterscheidet die Gatebox von anderen Sprachassistenten, wie Siri, Alexa & Co?

Optisch erinnert die Gatebox an eine Kaffeemaschine mit einem Glasbehälter. In diesem Glasgefäß ist jedoch eine holographische Darstellung eines kleinen Manga Mädchens zu sehen. Dieses Mädchen heißt Azuma Hikari. Azuma spricht mit dir und erledigt kleinere Aufgaben (Weckfunktion, Wetterbericht, Steuerung des Lichtes, usw.) wie es auch Alexa, Siri und Google Home tun. Ausgestattet ist die Gatebox mit diversen Sensoren, Kameras und WLAN.

Doch der entschiedenste Unterschied bei diesem Sprachassistenten ist, dass sie laut dem Unternehmer-Video, speziell für einsame Herzen konzipiert ist. So simuliert sie das Zusammenleben mit einem Partner. Mithilfe von Apps für iOS und Android, sendet sie dir Nachrichten, wenn du nicht zuhause bist. In diesen Nachrichten fragt sie beispielsweise wann du nachhause kommst oder sie sagt, wie sehr sie dich schon vermisst. Auch wird bei Ankunft zuhause nach dem Befinden gefragt.

Motiv des Herstellers

Laut Hersteller wurde die Gatebox entwickelt, um die Distanz von virtuellen Figuren oder Charakteren zum täglichen Leben zu verringern. So kann der Lieblingscharakter „natürlich“ im realen Leben integriert werden. Klingt gruselig – ist aber so.

Das Manga Mädchen Azuma Hikari

Für das Manga Mädchen Azuma Hikari in der Gatebox wurde ein Profil und eine eigene Website erstellet. So ist zu erfahren, dass Azuma 20 Jahre alt ist, 1.58 m groß ist, Donuts liebt, gerne Anime sieht und keine Insekten isst. Sie hat sogar einen großen Traum, eines Tages eine Heldin zu werden und hart arbeitenden Menschen zu helfen. Außerdem kann man zwischen zwei Stimmvarianten wählen.

Ab in die Zukunft

Geplant war, dass es die Gatebox mit Dezember 2017 am Markt gibt und rund € 2.500,- kosten sollte. Für den Anfang werden ca. 300 Stück produziert und können vorbestellt werden. Zu erwarten ist, dass es noch mehrere Auswahlmöglichkeiten bzw. Charaktere für die Gatebox geben wird. Außerdem werden die Charaktere mit weiteren Fähigkeiten ausgestattet.

Fazit

Wie erfolgreich der Einzug der Gatebox in europäische Haushalte sein wird, wird sich zeigen. Es gibt inzwischen jedenfalls ausreichend Konkurrenz. Aufgrund der kulturellen Unterschiede ist die primäre Funktion der Einsamkeit entgegenzuwirken wahrscheinlich nicht der USP, der in Europa punkten wird. Wir lassen uns gerne eines Besseren belehren. Die visuelle Darstellung des Assistenten kann sehen lassen und wird mit Sicherheit auch in Europa auf großes Interesse stoßen. Es bleibt abzuwarten und spannend zu beobachten, wie Amazon, Google und Apple auf diesen neuen Spieler reagieren wird. Wir bleiben dran und beobachten dieses faszinierende und gleichzeitig doch etwas seltsam anmutende technische Zauberding.

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