Marke Big Mac frei für alle

McDonald’s verliert Markenrechte

Nach 50 Jahren, liegt das Namensrechte für den Big Mac nicht mehr bei McDonald’s

Bald darf jeder BigMac’s verkaufen?

Big Mac, Marke: Big Mac frei für alle

Ab sofort darf jeder Burger machen die sich Big Mac nennen. Der Fast-Food Konzern McDonald’s verliert das Markenrecht am „Big Mac“ in Europa. Dieses Urteil verkündete das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) mit Sitz im spanischen Alicante.

Wer oder was ist Supermac?

Bevor wir näher auf den Fall von McDonal’s eingehen, wollen wir Supermac’s kurz vorstellen.

Gründer und Geschäftsführer von Supermac’s ist Pat McDonagh. Dieser gelangte als Teenager im Jahr 1960 zu diesem Namen, bei einem Fußballspiel. Bei diesem Spiel hat er mit solch einer Leistung geglänzt, dass ihm der Spitzname Supermac verpasst wurde.

Das erste Supermac’s Restaurant wurde 1978 in Galway eröffnet. Inzwischen gibt es in Städten und Gemeinden in ganz Irland Supermac’s Restaurants. Mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und über 106 Standorten zählt die Restaurant-Kette zu den größten Fast-Food-Konzernen in Irland.

Big Mac, Marke: Big Mac frei für alle

Wie kam es zu diesem Urteil?

Angefangen hat alles mit einem Rechtstreit zwischen McDonald’s und der irischen Fast-Food-Kette Supermac’s.
McDonald’s wollte aufgrund einer möglichen Verwechslungsgefahr bezüglich des Namens die Expansion von Supermac’s in andere EU-Länder verhindern. Laut McDonald’s seien die Namen Big Mac und Supermac zu ähnlich und könnten für Verwirrung unter der Kundschaft sorgen. Dem widersprach McDonagh und argumentierte, dass es zu keiner Verwirrung kommen würde, da es sich um zwei unterschiedliche Dinge handelt. So ist Big Mac ein Produkt, in diesem Fall ein Burger und Supermac der Name eines Restaurants.

Daher wollte Supermac’s bei den Verhandlungen erreichen, dass die weitläufigen Markenrechte für den Big Mac sich auf Lebensmittel wie Burger und Sandwiches begrenzt.

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum wies Mc Donald’s im Zuge der Verhandlungen an zu beweisen, dass Big Mac als Marke ernsthaft und kontinuierlich verwendet wird. Daraufhin wollten die Anwälte von McDonald’s diesen Beweis in Form von Verpackungsmaterialien liefern, die es seit der Registrierung der Marke Big Mac im Jahr 1996 gegeben hat. Dieses Beweismaterial reichte jedoch nicht aus, weshalb das EUIPO zu dem Entschluss kam, dass die Registrierung von Big Mac als EU-Wortmarke den Regeln widerspricht. Auf Grund dessen ist die Registrierung ungültig und jeder könne nun den Markennamen Big Mac verwenden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und McDonald’s hat zudem die Möglichkeit einen Einspruch zu erheben.

Reaktion von McDonagh, Gründer von Supermac’s

Nach Aussagen von McDonagh war dieses Urteil nicht nur ein Sieg für Ihn, sondern auch für alle kleinen Unternehmen. In seinem Fall hat McDonald’s ein Markenzeichen für die SnaxBox, obwohl diese nicht wirklich bei McDonald’s geboten wird. Die SnackBox ist jedoch eines der beliebtesten Produkte von Supermac. Mit dem Urteil wurde ein Zeichen gesetzt, dass große Unternehmen nicht berechtigt sind Marken nur zu „sammeln“ um dem Mitbewerb zu schaden. McDonagh sagte weiter, dass die EU im Wesentlichen mit dem Urteil nur klarstellte, dass eine geschützte Marke entweder verwendet wird oder diese den Schutz verliert.

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