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Cyber Mobbing

Lesezeit: 3 Minuten

Was ist Cyber Mobbing und warum ist es so gefährlich?

Digitales Verleumden, Bedrängen, Belästigen,…

Der Begriff Cyber Mobbing kommt aus dem Englischen und wird auch synonym mit Internet Mobbing, Cyber Bullying oder Cyber Stalking verwendet. Alle diese Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Formen der Belästigung, Bedrängung, Verleumdung und Nötigung von Menschen oder Unternehmen mittels elektronischer Kommunikationsmittel. Hierbei sind zum Beispiel Chatrooms oder Instant Messaging bevorzugte Kanäle für Übergriffe.

Cyber Mobbing vs. traditionelles Mobbing: Unterschiede

Während für beide Mobbing-Arten aggressive, großteils wiederholt ausgeführte Aktivitäten seitens der Täter typisch sind, zeichnet sich das Mobbing im Internet durch folgende Charakteristika aus:

  • Anonymität: Täter verstecken sich hinter einem Pseudonym und können so das Opfer anonym mobben. Aufgrund des fehlenden Face to Face-Kontaktes sind sie hemmungsloser und weniger empathisch.
  • Größere Reichweite: Während beim traditionellen Mobbing Angriffe auf bestimmte Orte und eine begrenzte Personenanzahl beschränkt sind, erreicht Cyber Mobbing ein weitaus größeres Publikum. Ein Hasskommentar unter einem Bild beispielsweise, ist für alle Nutzer der Plattform sichtbar.
  • Längerer Zeitraum: Da ein direktes Aufeinandertreffen von Opfer und Tätig nicht notwendig ist, kann Cyber Bullying rund um die Uhr betrieben werden. Zudem sind Kommentare im Internet stets abrufbar.

Welche Formen von Cybermobbing gibt es?

Es handelt sich dabei um verletzende Kommentare oder vulgäre Pöbeleien, welche in der Regel in öffentlichen Bereichen des Internets stattfinden.

Wiederkehrende, zielgerichtete Attacken von völlig Unbekannten, Nutzern sozialer Plattformen oder sogar Bekannten aus dem eigenen realen sozialen Umfeld.

Opfer werden durch direktes Versenden bzw. Onlinestellen von Texten, Fotos oder Videos absichtlich bloßgestellt. Diese Form des Cybermobbings wird verwendet, um sich zum Beispiel am Ex-Partner zu rächen oder Freundschaften zu zerstören.

Körperliche Angriffe gegen Mitschüler oder Passanten, die gefilmt und online gestellt werden.

Täter geben sich als eine andere Person aus, indem sie beispielsweise die Login-Daten des Opfers nutzen, um in dessen Namen andere online zu beschimpfen.

Bei dieser Methode werden Opfer unter Vorgabe falscher Tatsachen bloßgestellt bzw. betrogen. Das Vertrauen des Opfers wird ausgenutzt und private Kommunikation vorgetäuscht. Nachdem genug Vertrauen erschlichen wurde, veröffentlicht der Täter intime Details über das Opfer, wie etwa Konversationen oder private Bilder.

Hierbei werden Einzelne bewusst aus einer realen oder virtuellen Gruppe ausgegrenzt. Dies kann in sozialen Netzwerken zum Beispiel durch Ignorieren bzw. Ausschluss von der Kommunikation in Chats oder Foren passieren.

Das Opfer wird wiederholt (sexuell) belästigt oder mittels des Internets bedroht.

Offene bzw. direkte oder auch indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder getötet wird.

Was sind die Gründe für Cyber Mobbing?

Die Beweggründe und Auslöser für Cybermobbing können vielfältig sein. Meist sind sie der Ausdruck für mangelnde Empathie und eine gestörte Kommunikation seitens der Täter. Zu den stärksten Motivationen gehören unter anderem:

  • fehlende Anerkennung bei wichtigen Bezugspersonen
  • Ventil für aufgestaute Aggressionen
  • Neid
  • Versagensängste bzw. Angst, selbst zum Opfer zu werden
  • Langeweile
  • Demonstration von Macht
  • destruktives Ausleben des Gemeinschaftsgefühls unter dem Motto “Gemeinsam sind wir stark” und “Alle gegen Einen”
  • interkulturelle Konflikte
  • beendete Freundschaften und Beziehungen

Erklär-Video – Was ist Cyber Mobbing?

Quellen: de.wikipedia.org, wiki.infowiss.net, cyberhelp.eu