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Es gibt viele Gründe, warum sich Crowdfunding nicht nur für Tourismusbetriebe auszahlt, sondern auch für Investoren äußerst lukrativ ist.

Kapital von der Crowd erhalten

Crowdfunding Tourismus - Titelbild

Crowdfunding oder auch Schwarm- oder Gruppenfinanzierung genannt, ist eine Möglichkeit für Unternehmer das Eigenkaptal aufzustocken. Dabei setzt man das generierte Kapital in Projekte, Produkte oder der Umsetzung von Geschäftsideen oder anderes ein.

In der Regel bestehen die Investoren aus mehreren Privatpersonen. Über eine Crowdfunding-Website können sie sich über ausgeschriebene Projekte informieren. Dies bedeutet, der potentielle Investor erhält online alle Informationen zum Unternehmen. Ferner auch Auskunft darüber, welche Projekte mit dem Geld finanziert werden sollen, welche Mindesteinlage erforderlich ist, über welche Laufzeit die Investition gewünscht ist und wie hoch die Verzinsung ist.

Diese Form der Finanzierung war anfänglich vor allem bei Startups und Jungunternehmen beliebt. Auf diese Weise sparen sich Unternehmen das Aufstocken des Fremdkapitals durch eine Bank für ihre Projekte. Vor allem für kostenintensive Projekte mit einer kurzen Laufzeit ist das vorteilhaft. Je mehr Investoren beteiligt sind, desto mehr Kapital kann man generieren. Außerdem bestimmen die Unternehmer selbst über die Laufzeit.

Für Privatpersonen ist Crowdfunding deshalb so attraktiv, da sie einen weitaus besseren Zinssatz für ihr investiertes Kapital erhalten können als bei einer Bank. Natürlich ist es eine Risiko-Investition, da die Möglichkeit besteht alles zu verlieren. Das heißt, es gibt keine Sicherheit, dass man das investierte Geld in der Höhe der Einlage wiederbekommt. Natürlich reduziert sich das Risiko, indem man in ein etabliertes Unternehmen investiert. Außerdem ist das Risiko auch stark von der Art der geplanten Finanzierung des Unternehmens abhängig.

Crowdfunding in der Tourismus-Branche: “CONDA hilft”

Vor allem in der Hotellerie ist Eigenkapital ein kritischer Faktor. Deshalb erweist sich ein Darlehen von einer Bank oft schwierig. Besonders in diesen Fällen kann Crowdinvesting für manches Hotel der Schlüssel zur Projektrealisation sein.

Eine Zeitlang hatte sich in Österreich die Crowdfunding-Plattform we4tourismus speziell auf das Themengebiet Tourismus und Freizeit spezialisiert. Mit dem Anbruch der Pandemie und den Auswirkungen auf die Tourismusbranche, ist es still um we4tourismus geworden. An dessen Stelle ist nun der österreichische Crowdinvesting-Pionier CONDA in der Mission “CONDA hilft: Tourismus” getreten. Die heimische Initiative konnte neben Privatinvestoren auch prominente Unterstützter wie die Erste Bank, Sparkassen sowie die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) gewinnen.

Wie funktioniert das Crowdinvesting über CONDA?

Im Großen und Ganzen bekommt man als Investor eine attraktive Verzinsung in Form von Gutscheinen des jeweiligen Betriebs. Im Detail läuft das in etwa so ab:

  • die heimischen Tourismusbetriebe reichen ihre Bewerbung für eine Crowdinvesting-Kampagne online ein. CONDA überprüft die nötigen Unterlagen und gibt das Projekt frei
  • Investoren können bereits ab einen Betrag von 100 Euro einsteigen und dadurch die österreichische Wirtschaft unterstützen
  • am Ende der Laufzeit erhalten die Investoren den investierten Betrag inklusive Zinsen zurück, wobei der geförderte Betrieb die Zinsen in Form von Gutscheinen auszahlt

Durch die Finanzierung der Crowd-Investoren wächst nicht nur das Eigenkapital eines Hotels, sondern auch die Kundenbindung. Dies erklärt sich, da Personen für eine Investition nur gewonnen werden können, wenn dessen Emotion mit der Vision des Investitionsvorhabens vereinbar ist.

Einige Beispiele zeigen auch den Erfolg des Crowdfundings im Tourismus. So konnte beispielsweise das Hotel Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim durch Crowdfunding in Kombination mit klassischen Finanzierungs- und Förderprodukten eine betriebliche Neuausrichtung finanzieren.

Crowdfunding als Instrument zur Kundenbindung & Neukundengewinnung

Beispiel: Falkensteiner Hotels & Residences

Nicht nur als Kapitalbeschaffung für innovative, kreative Projekte im Tourismusbereich wird Crowdfunding herangezogen. Zum Beispiel hat das Falkensteiner Hotels & Residences diese Finanzierungsart als Instrument zur Kundenbindung entdeckt. Im Unterschied zu Startups oder anderen Unternehmen, steht die Falkensteiner Hotelgruppe mit einem zuletzt erwirtschafteten Jahresumsatz von über 160 Millionen Euro finanziell sehr gut da. Was wiederum für eine sichere Investition spricht. Außerdem werden Investoren mit einem jährlichen Fixzinssatz von bis zu 5 Prozent und besonderen VIP-Vorteilen für Anleger gelockt.

Dabei kann man schon gut erkennen, dass es nicht primär die Absicht ist, ein Projekt zu finanzieren. Mit diesem attraktiven Angebot möchte die Falkensteiner Hotelgruppe die bestehenden Kunden am Erfolg teilhaben lassen und womöglich potenzielle Neukunden anwerben.

Das Kundenbindungskonzept in Verbindung mit der Finanzierungsart Crowdfunding ist dabei sehr ausgereift. Seit Mitte September können Privatpersonen auf finnest.com bereits mit einer Mindesteinlage von 1.000 Euro in die Premium-Hotelgruppe Falkensteiner investieren. Investoren können sich dabei entscheiden, ob sie den erzielten Gewinn von beispielsweise 500,- Euro ausgezahlt haben möchten oder diesen in Form eines Übernachtungsgutscheines im Wert von 750,- Euro erhalten möchten.

Ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro erhält man einen speziellen VIP-Bonus mit zahlreichen Vorteilen wie Upgrades, Ermäßigungen und Zusatzleistungen. Für Investoren mit einer Einlage ab 10.000 Euro wurde ein eigener VIP-Bereich, der Diamond Spirit Club ins Leben gerufen, wo es unter anderem auch eigene Veranstaltungsreihen gibt.

Eines ist schon einmal sicher, die Hotelgruppe Falkensteiner hat einen sehr innovativen und kreativen Einsatz des Crowdfundings für Ihr Unternehmen gefunden. Aber das Finanzierungsmöglichkeiten nicht mehr ausschließlich für die Finanzierung von innovativen Projekten, Produkteinführungen oder dergleichen eingesetzt wird, zeigt uns auch Slack.

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