EU ändert DSGVO kurz vorm Start

Weitere Änderungen kurz vom dem 25. Mai 2018

Kurzfristige Änderung der DSGVO auf EU-Ebene

DSGVO- kurzfristige Änderungen

Innerhalb der EU wurden erneut Änderungen an der DSGVO vorgenommen, die ebenso mit dem 25. Mai 2018 wirksam werden.

Zusätzlich zur DSGVO wurde ein Corrigendum veröffentlicht. Dieses Dokument soll innerhalb 386 Seiten vor allem Klarstellungen und Änderungen hinsichtlich der Übersetzungen liefern. Die Deutsche Version, beginnt auf Seite 42 und umfasst knapp 18 Seiten.

DSGVO Änderung aufgrund eines Übersetzungsfehlers?

Mit der Veröffentlichung des DSGVO-Corrigendum ist auch eine Formulierung innerhalb des deutschsprachigen Teils betroffen. Genau genommen betrifft dies Artikel 25 Absatz 2 Satz 1 DSGVO.

Einzelnes Wort – große Auswirkungen?

Die ursprüngliche Version besagte folgendes:

„Der Verantwortliche trifft geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, die sicherstellen, dass durch Voreinstellung grundsätzlich nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich ist, verarbeitet werden.“

Das kleine Wörtchen „grundsätzlich“ wurde nun gestrichen. Das mag im ersten Moment nach keiner großen Änderung aussehen, jedoch hat dies besonders innerhalb der juristischen Sprache eine womöglich große Bedeutung.

Das Wort grundsätzlich liefert nämlich einen Ausweg. Das heißt, dass es die Möglichkeit gibt, vom Grundsatz abzuweichen.

Am Beispiel des Newsletters wollen wir das Ausmaß dieser Änderung erklären. Damit einem Kunden ein Newsletter gesendet werden kann, ist lediglich dessen E-Mail-Adresse erforderlich. Nun in den meisten Anmelde-Formularen wird ebenso der Name erfragt und oftmals die gesamte Anschrift plus der Definition des Geschlechtes (Auswahlkästchen Frau/Herr).

Die Technische Voraussetzung eines Newsletters besteht wie erwähnt durch ein Eingabefeld der E-Mail-Adresse und wer schlau ist, mit einem gesonderten Feld, welches die Zustimmung des Kunden für den Versand einholt.

Demzufolge ist jedes weitere Pflichtfeld nicht Datenschutzkonform. Beziehungsweise müsste eine Option zum Individuellen Newsletter bestehen, um auch weitere Daten abfragen zu dürfen. Sprich dem Kunden müsste erklärt werden, worin der Unterschied besteht und welche Form des Newsletters dieser wünscht.

Fakt ist, diese Änderung ist mit einem weiteren Organisatorischem sowie Technischem Aufwand verbunden. Egal wie man es hält, müsste das aktuelle Feld reduziert werden oder eine zweite Options-Variante mit Erklärung installiert werden.

Unser Fazit zur Änderung der DSGVO

Wir sind uns sicher, dass diese Änderung generell für Aufregung sorgt und viele Unternehmen als auch Experten, nicht genau wissen, wie dies nun zu verstehen ist. Daher wird es bestimmt in weiterer Folge zu einer Aufklärung kommen. Auf der anderen Seite können wir nur raten, dass Sie sich nun nicht verrückt machen. Zumal es innerhalb Österreichs generell eine Lockerung bezüglich DSGVO gibt. Wir bleiben in jedem Fall an diesem Thema dran und informieren, sollte es weitere Neuigkeiten geben.

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