Hilfe, die Smombies sind da!

Die Zeit für Guiding Hands scheint gekommen.

700 bis 1.400 Stunden starren Smartphone-Nutzer pro Jahr auf ihr Telefon!

Wissen Sie wie das Gesicht Ihres Kindes ohne Smartphone davor aussieht?

Smombie - Zeit für Guiding Hands

Smombie ist ein aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“ kreiertes Wort. Laut Langenscheidt sind damit Menschen gemeint, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.

Guiding Hands für Smartphone-Süchtige

Auf Team Coco, dem offizielle YouTube-Kanal der Conan O’Brien Late-Night-Show, läuft zu dieser Thematik seit 2016 ein eigener Sketch, der es mittlerweile zu mehr als einer Million Aufrufen gebracht hat. Parodiert wird dabei die Hilfsorganisation Guiding Hands, die Menschen mit Entwicklungsstörungen wie Autismus, Epilepsie, Zerebralparese und geistige Behinderungen dabei hilft ihren Alltag zu bewältigen. Diese Guiding Hands führen Menschen dabei wortwörtlich an der Hand durchs Leben.

Geht es nach den Machern der Late-Night-Show, bräuchte auch jeder Smombies eine Guiding Hand:

Verkehrszeichen auf den Boden malen?

Doch “Spaß” beiseite. Werden Fußgängerampeln und Straßenschilder tatsächlich bald am Boden angebracht werden müssen? Gibt es statt der in Österreich gebräuchlichen Warnschilder für Wildwechsel bald Warnschilder für Smombie-Wechsel etwa vor Schulen oder McDonalds? Zusätzlich könnte man auch Sensoren in Handys einbauen lassen. Diese senden – ähnlich wie Parkassistenten – Ultraschall-Signale aus, wenn Smobies drohen wo gegenzulaufen.

Neue Zivilisationskrankheit: Handynacken

Neben SMS-Daumen und einer psychischen Abhängigkeit leiden Smobies auch häufig an Nackenschmerzen. Kein Wunder, wenn man sich überlegt, wie Handykonsum üblicherweise stattfindet: der Kopf ist stark geneigt, der Blick klebt am Display – die Wirbelsäule leidet. Schon bei einer Neigung von 45 Grad, muss unsere Halswirbelsäule etwa 25 Kilogramm stemmen. Während man beim Blick auf den Bildschirm, bei gerader Kopfstellung, auf eine Belastung von gerade mal fünf Kilogramm kommt.

Nackenprobleme verstärkt bei jüngeren Nutzern

Orthopäden diagnostizieren diese “neue” Form von Nackenbeschwerden primär bei der jüngeren Altersgruppe. Gerade das häufige Nachrichten Schreiben auf dem Handy verstärkt die Belastung für die Halswirbelsäule und die Schultern. Denn beim Texten neigt sich der Körper noch weiter nach vorne als beim Lesen, der Kopf wird um etwa 60 Grad geneigt und dabei wirken dann schon bis zu 30 Kilogramm auf den Rücken ein.

iPhone-Schulter und Handy-Ellbogen

700 bis 1400 Stunden starren Smartphone-Nutzer pro Jahr auf ihr Telefon. Ausreichend um ernsthafte Haltungsschäden nach sich zu ziehen. Dazu kommt, dass viele Handy-User beim Auftreten der ersten Beschwerden eine Art von Schonhaltung einnehmen, um Schmerz zu vermeiden. Dadurch verschlimmert sich die Muskelanspannung jedoch zusätzlich. Die Folgen: Halswirbelsäulensyndrom (kurz: HWS-Syndrom) mit ganz unterschiedlichen Symptomen. Etwa Nackenschmerzen, die bis in die Arme ausstrahlen, aber auch Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen bis hin zu degenerativen Veränderungen, also Verschleißerscheinungen oder Bandscheibenvorfällen.

Sport & Bewegung hilft (fast) immer!

Was dagegen hilft? Einfache Übungen wie etwa die Arme beim Lesen am Tisch abzustützen, Dehn- und Kräftigungsübungen aus der Physiotherapie und natürlich Sport. Etwa ein Fitnesstraining, das Arme und Schultern mit einbezieht, Jogging, aber auch Fußball und Basketball. Also alles, wo möglichst der ganze Körper zum Einsatz kommt. Weniger empfohlen werden Radfahren und Brustschwimmen. Und das Handy beim Sport sollte dann wirklich nur als Fitness-Coach oder zur musikalischen Begleitung genutzt werden.

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