Österreichs größte Medienhäuser

Medienwelt: RedBull Mediahouse am Vormarsch

Red Bull Media House weist 520 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2017 aus

Dietrich Mateschitz auf Platz 2 der größten Medienhäuser in Österreich

Medienwelt Österreich - Größte Medienhäuser

Die Karten wurden neu gemischt, für das Jahr 2018 änderte sich die Liste der größten Medienhäuser in Österreich. Auf Platz zwei der größten Medienhäuser ist Red Bull Media House nach vorne geklettert. So wurde im September 2017 ein Jahresumsatz von 541 Millionen Euro ausgewiesen, dass im Jahr 2016 erwirtschaftet wurde.
Mit diesem Ergebnis ist Red Bull Media etwa halb so groß wie Österreichs führender Medienriese, der ORF.

Wie kam das prägnante Umsatzwachstum?

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie Dietrich Mateschitz das wieder einmal geschafft hat. Das große Plus stammt jedoch nicht aus Werbeeinnahmen von redbull.tv, Servus TV oder durch mehr Abonnements der Magazine Servus Stadt und Land oder Terra Mater.

Hinter dem enormen Umsatzwachstum steckt eine neue Berechnung bzw. Ausweisung des Jahresabschlusses. So wurden ab dem Geschäftsjahr 2016 die Zuordnung von Erlösen und Umsätzen geändert, da beispielsweise im Jahr 2015 ein Betrag von 395 Millionen Euro unter „sonstige übrigen Erlöse“ zu finden waren. Diese Erlöse wurden von Red Bull nicht kommentiert, könnten jedoch von Beiträgen aus dem Gesamtkonzern Red Bull stammen. Da diese nun zum Umsatz verschoben wurden, konnte der Konzern für das Jahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 541 Millionen Euro ausweisen.

Änderungen innerhalb der Medienwelt

Innerhalb der Auflistung, der größten Medienhäuser, ist ATV nicht mehr zu finden. So ist ATV im Vorjahr noch mit 31 Millionen Umsatz gelistet. Das Medienunternehmen ist nicht etwa in Konkurs gegangen, jedoch wurde es von ProSiebenSat1Puls4 übernommen. Aufgrund der Übernahmen hat es die Österreich-Tochter des in München beheimateten TV-Konzerns auf Platz 1 der privaten TV-Konzerne in Österreich geschafft. Zusätzlich gilt der Konzern als Marktführer der Zielgruppe der 12-49-Jährigen. Folge dessen, innerhalb dieser Zielgruppe landet der ORF auf Platz 2.

Den Platz 1 vertritt der ORF nach wie vor im TV das Gesamtpublikum betreffend und kann diesen Platz auch in den Bereichen Online und Radio halten.
Auch der ORF konnte für das Jahr 2017 ein Umsatzplus verzeichnen. Jedoch ist dieses auf die gestiegenen GIS-Gebühren seit April 2017 zurückzuführen. Weshalb sich die Einnahmen aus Gebührend von 595 Millionen aus dem Jahr 2016 auf 625 Millionen im Jahr 2017 steigern.

Das Thema GIS-Gebühr ist derzeit ohnehin sehr heiß in Österreich. Da im Zuge der neuen Regierung ÖVP und FPÖ ein neues ORF-Gesetz geplant ist, das bereits 2019 in Kraft treten soll. Zusätzlich bekannt ist, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dabei für die Abschaffung der ORF-Gebühr ist.

Daher sind wir gespannt, ob der ORF dessen Position bei einer möglichen Abschaffung der GIS-Gebühren tatsächlich weiter halten kann. Beziehungsweise wird es ohnehin fundierte Änderungen innerhalb des ORF geben.

Medienkonzerne im Überblick – nach Umsatz 2017

ORF € 1.038,8 Mio.
Red Bull Media House € 520 Mio.
Media Print Gruppe € 428,5 Mio.
Styria Media Group € 309 Mio.
ProSiebenSat1Puls4 € 175 Mio.

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