Die DSGVO Abmahnwelle ist gestartet

Erste Urteile sind gesprochen & exekutiert

DSGVO-Abmahnung in Höhe von 12.500 Euro

DSGVO-Verstoß kann richtig teuer werden – die ersten Fälle zeigen es

Abmahnwelle: dsgvo verstoß kann teuer werden

Am selben Tag, an dem die DSGVO (auch als GDPR – General Data Protection Regulation bekannt) zur Steigerung der Internet-Sicherheit in Kraft getreten ist, wurden die ersten Website-Betreiber geklagt. Die befürchtete Abmahnwelle ist nun Realität. Bei den ersten Klagen handelt es sich jedoch verstärkt um Unternehmen, die ihre Mitbewerber finanziell schaden wollen. Unter den Abmahnungen wurde unter anderem beanstandet, dass Google Analytics ohne Opt-In-Möglichkeit verwendet wird und in einem weiteren Fall handelte es sich um das Setzen von Cookies. Das IT-Recht wird um ein weitere Disziplin erweitert – Anwälte haben ein neues Betätigungsfeld um Gesetze zu interpretieren!

Abmahnungen aus Wettbewerbs-Gründen

Wer nun die Webseiten seiner Mitbewerber durchforstet, um auf eine fehlerhafte Umsetzung der DSGVO zu hoffen, sollte Achtung walten. Nicht ganz klar ist es derzeit ob dieser Vorgang rechtens ist. Fakt ist jedoch, dass es derzeit innerhalb Deutschlands keine einheitliche Rechtsprechung diesbezüglich gibt.

Die bislang höchste Strafe erfolgte wegen fehlender SSL-Verschlüsselung

Der Händlerbund gab bekannt, dass ein Unternehmen eine Strafe in Höhe von € 12.500,- zu tätigen hat, aufgrund eines DSGVO-Verstoßes. Dabei hat der Unternehmer bei einem Kontaktformular auf dessen Webseite kein SSL-Zertifikat. Weshalb dringend gerate wird, die SSL-Verschlüsselung der Webseite ernst zu nehmen und umzusetzen.
Wer keine SSL-Verschlüsselung hat, verstößt gegen die DSGVO und riskierte eine Schadensersatzpflicht.

Weitere Strafzahlung in Höhe von 1.500 Euro

Ein weiterer Fall ist bekannt, wo ein Händler in seinem Online-Shop keine Umsatzsteuer bekannt gab. Sprich die Preise waren nicht als Bruttopreis (inkl. MwSt) angegeben. Damit Sie keine Klage riskieren, reicht die Angabe „inkl. MwSt“ direkt beim Artikel. Eine andere Möglichkeit ist ein gut sichtbares * worunter dann die Information auf derselben Seite zu finden ist.

Ebenso bestraft wurde eine fehlerhafte Datenschutzerklärung

Zwar ist dieser Fall mit einem Betrag in Höhe von € 347,60 im Vergleich zu den anderen Strafzahlungen noch erträglich aber nicht weniger ärgerlich. So wurde ein Webseitenbetreiber zur Zahlung aufgefordert, weil dieser eine falsche Angabe innerhalb seiner Datenschutzerklärung machte. Um den falschen Absatz handelte es sie um die veralteten Angaben zur Widerrufsmöglichkeit.

Unser Fazit zur DSGVO-Abmahnwelle

Es war zu erwarten, dass die maßgeblichen Veränderung innerhalb der Datenschutzgrundverordnung in Kombination mit den hohen Strafen dafür sorgt, dass nicht nur die Internet-Sicherheit steigt. Diese wird aus wettbewebersgründen auch ausgenutzt.

Trotzdem kann aufgrund der Höhen der unterschiedlichen DSGVO-Vergehen abgelesen werden, welch hohen Status die Internet-Sicherheit hat. Eine fehlende SSL-Verschlüsselung wird nicht nur von Google „gestraft“, sondern gehört inzwischen zum Online-Standard. Primäres Ziel, online eingetragene personenbezogene Daten gehören verschlüsselt und so vor Angreifern geschützt. Mittels SSL-Zertifikat ist dies möglich. Wer eine Webseite betreibt, sich jedoch noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, sollte dies spätestens jetzt tun. Ansonsten läuft man Gefahr, eine hohe Strafzahlung tätigen zu müssen.

Ebenso ein Bereich der Internetsicherheit ist auch die klare Angabe von relevanten Informationen. Nutzer dürfen nicht in die Irre geführt werden oder gar falsche Informationen erhalten. Somit sollte ein Auge auf die Vollständigkeit und Aktualität der Angaben geachtet werden. Wer sich nicht sicher ist, sollte in jedem Fall einen Experten hinzuziehen.

Quelle: onlinehaendeler-news.de

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