TLD

Lesezeit: < 1 Minuten

Letzte Änderung: 31.08.2021, 09:35 Uhr

Was versteht man unter TLD?

Top Level Domain einfach und verständlich erklärt

TLD ist die Abkürzung für Top Level Domain (zu Deutsch: Domain höchster Ebene). Grundsätzlich bezeichnet sie das letzte „Stück“ einer Internetadresse. Im hiesigen Fall: das „.AT“ in www.medienkraft.AT.

Was ist eine TLD? Top Level Domain

Die 3 TLD-Typen

Man unterscheiden drei Arten von Top Level Domains. Diese sind:

  1. generische TLDs (auch gTLD oder generic top level domain). Zu den bekanntesten generischen Top Level Domains gehören .com, .net, .org, .biz oder .info.
  2. länderspezifische TLDs (ccTLD oder Country Coded Domains). Anhand ihrer Endung lässt sich ableiten, welchem Land die Domain zugehörig ist. AT = Österreich, DE = Deutschland, US = USA, CA = Canada usw. Hierzu gehören auch kontinental-zugehörige Domains, wie .eu (für Europa) .africa, .asia.
  3. neue TLDs (auch nTLD, newTLD). Hierbei handelt es sich um alle neuen Domainendungen wie z.B. .shop, .media, .tirol, .wien, .berlin etc. Auf diesem Wege ist es sogar möglich, eine eigene Top Level Domain zu registrieren, z.B. .google.

TLD Unterteilung

  • gTLD
  • ccTLD
  • newTLD

Erklär-Video – Was ist eine Top Level Domain (TLD)?


Quellen: PeopleBrowsr, wikipedia.org

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Digitale Transformation-Lexikon-Begriff

Transformation

Lesezeit: 2 Minuten

Letzte Änderung: 11.01.2026, 11:09 Uhr

So verändert (digitale) Transformation die Welt

Definition, Treiber und Auswirkungen

Meist wird darunter die Digitale Transformation oder auch der digitale Wandel verstanden. Sie bezeichnet einen in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess. Dieser hat prägnante Auswirkungen auf die Gesellschaft, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht.

Die Grundlage und Treiber einer digitalen Transformation sind eine digitale Infrastruktur mit der entsprechenden Technologie und die Potentiale der Verwertung und Anwendung. Im Gegenzug zur Digitalisierung, geht die Digitale Transformation einen Schritt weiter als Informationen und Prozesse digital darzustellen. So sollen mit Hilfe digitaler Technologien Lösungen gefunden und Prozesse optimiert werden.

Digitalisierung als Chance

Digitale Transformation birgt neue Chancen für:

  • Unternehmen
  • Wissenschaft
  • Staat & Behörden
  • Individuen
  • Gemeinschaften

Digitale Technologien: Als Basis des digitalen Wandels sind eine Vielzahl an Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen erforderlich. So zählen beispielsweise Software Engineering, System Engingeering, IT-Sicherheit, Data Analytics, Cloud Computing und andere zu den digitalen Technologien. Dabei ist die Technik nie der Auslöser für eine Digitale Transformation. Im Prozess zur Problemlösung, gilt es immer einen neuen, effektiveren und kundenzentrierteren Ansatz bereitzustellen, weshalb die Weiterentwicklung der Technik eine Folge daraus ist.

Eine Digitale Infrastruktur ist geboten, wenn Zugangs- und Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Computer oder eingebettete Systeme in Geräten (IoT) eine Netzstruktur über das Internet bilden (über WLAN oder auch drahtgebunden).

Auswirkungen der Digitalen Transformation

Vom digitalen Wandel betroffen sind die Menschen in vielerlei Hinsicht. So reichen die Auswirkungen auf das einzelne Individuum, ganze Gemeinschaften oder auch den Staat. So ist beispielsweise durch das Smartphone und mit Hilfe von Apps eine Kommunikation in Echtzeit möglich. Dieser permanent mögliche und schnelle Informationsaustausch hat das Kommunikationsverhalten der Gesellschaft nachhaltig verändert.

Am stärksten geprägt wurde die Wirtschaft und einzelne Unternehmen beispielsweise durch digitale Geschäftsmodelle. So kaufen heute bereits mehr als 25% aller Menschen weltweit online ein. Online-Händler erwirtschafteten so im Jahr 2018 einen Umsatz von rund 1,4 Billionen Euro.


Neben den veränderten Unternehmenskonzepten wie Online-Händler, ist die Auswirkung der Digitalen Transformation auf Unternehmen sehr vielschichtig. So verändern sich auch einzelne Geschäftsprozesse oder auch die gesamte Organisationsstruktur von Unternehmen.

Jedoch hat der digitale Wandel auch die Wissenschaft geprägt, vor allem in Bezug auf Forschung und Entwicklung. Durch den Einsatz von KI und der Verarbeitung von großen Datenmengen, können neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Digitale Transformation ist auch permanent im Wandel. So ist der Trigger nicht nur immer bessere Lösungen für Probleme zu finden, sondern auch Probleme die durch Digitaler Transformation entstanden sind, zu beseitigen. Beispielsweise die Problematik der hohen digitalen Datenproduktion (Big Data), die ebenso die Speicherung so großer Datenmengen erfordert wie auch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen dafür.

Erklär-Video – Was ist Digitale Transformation?

Quellen: wikipedia.org, youknow, morethandigital.info

Twitch Twitch.tv Herobild

Twitch

Lesezeit: 4 Minuten

Letzte Änderung: 26.11.2020, 08:10 Uhr

twitch.tv – was ist es und wozu taugt es?

Es ist die größte Live-Streaming-Plattform für Videos in Echtzeit

Bei Twitch.tv, kurz Twitch, handelt es sich um die größte Live-Streaming-Plattform. Das Besondere daran ist, dass hier jedermann Videos in Echtzeit hochladen bzw. anschauen kann. Darüber hinaus stehen den etwa 3,8 Millionen aktiven Streamern circa 1,44 Millionen Zuschauer gegenüber. Es ist keine Seltenheit, dass 56.000 Streamer gleichzeitig senden. In Summe macht das 15 Millionen aktive User pro Tag.

Zu Anfang – das war 2007 – hieß Twitch noch Justin.tv. Erst 2011 wurde es zu einer eigenständigen Firma. Drei Jahre später kaufte Amazon.com, Inc. das Unternehmen für etwa 980 Millionen US-Dollar.

Hard Facts

  • Twitch.tv
  • Gründungsjahr: 2011
  • Rechtsform: Subsidiary
  • Branche: Live-Streaming
  • Firmensitz: USA
  • Gründer: Justin Kan

Geschichte von Twitch im Schnelldurchlauf

Insbesondere die Gaming-Szene hat zur Popularität von Twitch beigetragen. Und auch heute beschäftigt sich der Großteil der dortigen Kanäle mit Computerspielen und E-Sport. Dennoch ist der heute am schnellsten wachsende Bereich auf Twitch die Rubrik „Just Chatting“. Hier setzen sich nämlich die Streamer am intensivsten mit ihrer Community auseinander. Das heißt, sie lassen sie nicht „nur“ beim Spielen zuschauen. Vielmehr werden Diskussionen geführt. Oder die Streamer zeigen etwa, was sie gerade kochen.

Bisweilen wird die Plattform auch für diverse Sportarten und andere Liveübertragungen zunehmend interessanter. So finden sich dort mittlerweile nebst Beachvolleyball-Turnieren auch Live-DJ-Sets, Fashion-Shows oder Interviews mit Politikern.

Twitch Startseite

Quelle: twitch.tv

Im Juni 2007 gründeten Justin Kan und Emmett Shear die Website Justin.tv. Ursprünglich bestand die Idee darin, dass Justin sein Leben 24/7 ins Internet überträgt. Dabei kann ihm jeder, der möchte, zuschauen. Sehr schnell begriffen die beiden Gründer, dass auch andere User an Live-Streaming interessiert sind.

Als Konsequenz daraus entstand eine Plattform, auf der es möglich ist, mit relativ einfachen Mitteln zu verschiedenen Themen live zu gehen. Interessanterweise beschäftigte sich die Sparte, die am schnellsten wuchs, mit Computerspielen, ergo Gaming. Sie wurde später in Twitch unbenannt.

Aus Justin.tv wird Twitch.tv

Twitch.tv ging am 9. Juni 2011 in einer Beta-Phase online. Bereits 2013 verzeichnete die Plattform monatlich mehr als 45 Millionen Zuschauer. Und das auf knapp über 6 Millionen Kanälen! Im Jahr darauf, kaufte Amazon Twitch für etwa 980 Millionen US-Dollar. Nach dem Kauf wuchs die Plattform rasant weiter.

Auf Twitch.tv gibt es Live-Events, die von bis zu 1 Million Menschen zugleich angesehen werden. Der Rekord eines einzelnen Kanals liegt bei 530.000 gleichzeitigen Zuschauern.

Der bisher erfolgreichste Streamer auf Twitch nennt sich Ninja. Er hatte bisweilen, sage und schreibe, über 17 Millionen Follower.

Nicht zuletzt hat Amazon dafür gesorgt, dass die Plattform für mehr und mehr Menschen interessanter wird. Erwähnenswert ist, dass man als Amazon Prime-Kunde ein Gratis-Abonnement bekommt, mit dem man seinen Lieblingsstreamer unterstützen kann. Außerdem erhalten Prime-Kunden zusätzlich Ingame-Goodies bei gewissen Spielen. In erster Linie bei denen, die sich auf der Plattform prominent positionieren wollen.

Doch nicht nur die Großen in der Spielebranche profitieren von der Plattform. So haben es beispielsweise auch zahlreiche Indie-Games geschafft über Twitch populär zu werden.

Zuerst kam Twitch, dann folgte YouTube

Sobald Amazon erkannte, dass Twitch gut in ihr Portfolio passt, investierte alsbald auch Google in das heute populärste und größte Videoportal YouTube. Mit dem Siegeszug des Live-Streamings verzeichnet der Spieleindustrie-Wirtschaftszweig seit circa 2000 enorme Wachstumsraten. Heute wird hier, global gesehen, mehr Umsatz generiert als im gesamten Film-Business.

Umsatztechnisch gesehen, übertrifft die Spieleindustrie die Filmbranche bei Weitem!

Insofern dauerte es nicht lange, bis ebenso andere Internetkonzerne ihren Fokus auf diesen Markt legten. Schon bald ermöglichte auch YouTube seinen Nutzern das Live-Streamen. Unter YouTube Gaming Live können Zuschauer heute ihren Netzwerk-Idolen in Echtzeit beim Spielen zusehen.

Live-Streaming nun nicht mehr nur bei Twitch.tv

Ebenfalls bietet das größte Social Network Facebook seinen Usern die Möglichkeit via Facebook Gaming beim Zocken zuzusehen. Hierbei handelt es sich explizit um Live-Übertragungen von Spielen. Damit sind keinesfalls Live-Storys gemeint, die über Facebook bzw. Instagram publiziert werden können.

Aber auch Microsoft sorgte 2019 in der Streamer-Szene für Aufsehen. Nämlich dann, als es die Plattform Mixer aus dem Boden stampfte. Ebenso nahm man offensichtlich viel Geld in die Hand, um aktiv die erfolgreichsten Streamer von Twitch abzuwerben. Medienberichten zufolge wurden bis zu 20 Millionen US-Dollar an die größten Stars bezahlt, damit sie exklusiv auf Microsofts Seite streamen.

Kaum ein Jahr später kam es dann recht unvermittelt zum Paukenschlag. Mixer wurde am 22. Juli 2020 wieder eingestellt. Der Erfolg, der man sich erwartet hatte, ist nicht eingetreten. Hiernach kaufte Facebook Mixer.

Trotz beträchtlicher Konkurrenz noch immer Platzhirsch

Ungeachtet der finanzkräftigen und großen Konkurrenz – immerhin handelt es sich um riesige westliche Internetkonzerne – gilt Twitch noch immer als Platzhirsch. Denn rund 72 % aller gesendeten Stunden laufen über das Portal. Dasselbe betrifft die zugeschauten Stunden: Der Anteil der Plattform macht hier nach wie vor 65% aus.

Erklär-Video – Wie funktioniert Twitch?

Quellen: en.wikipedia.org, forbes.com, twitchtracker.com