Weg von AWS – Apple baut Cloud-Infrastruktur massiv aus

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Apple investiert massiv in den Ausbau der eigenen Infrastruktur für sein iCloud-Angebot. Im vergangenen Jahr konnten die Kosten für die Nutzung von Amazons AWS-Cloud halbiert werden.

Dropbox konnte in den Jahren 2016 und 2017 mit dem Weggang von AWS knapp 75 Millionen US-Dollar einsparen. Apple verfolgt jetzt ein ähnliches Ziel der Kostenreduzierung für sein iCloud-Angebot. CNBC zufolge soll der iPhone-Konzern mehr als 30 Millionen Dollar pro Monat für die Nutzung der Cloud-Infrastruktur an Amazon überweisen. Apple investiert derzeit massiv in den Aufbau eigener Rechenzentren, um die Abhängigkeit von AWS zu verringern. Mit Erfolg.

Apple: 370 Millionen Dollar für AWS-Dienste

Einem Bericht von The Information zufolge soll Apple die Kosten für die AWS-Nutzung im vergangenen Jahr auf 370 Millionen Dollar halbiert haben. 2017 waren laut Insidern noch 775 Millionen Dollar fällig gewesen. Zumindest zum Teil sollen diese Einsparungen auf Apples Entscheidung zurückzuführen sein, seine Cloud-Dienste stärker selbst zu kontrollieren — trotz einiger Rückschläge in den vergangenen Jahren.

Die Strategie soll in dem Konzern unter dem Codenamen Project McQueen laufen. In den USA steckt Apple derzeit Milliarden in den Ausbau der Cloud-Infrastruktur. Allein 2019 sollen 4,5 Milliarden Dollar in entsprechende Projekte fließen. In Europa steht der Ausbau aber offenbar unter einem weniger guten Stern. Ein geplantes Projekt in Irland war 2018 an Anwohnerprotesten gescheitert. Zudem soll der Bau eines großen Datenzentrums in Dänemark zuletzt ins Stocken geraten sein, wie Heise Online berichtet.

Campus: Die neue Firmenzentrale von Apple

Ob Apple seine Abhängigkeit von AWS und den Cloud-Diensten von Google und Microsoft weiter deutlich reduzieren kann, ist unklar. Während die Zahlen von The Information nahelegen, dass die Reduktion der Kosten voranschreitet, heißt es bei CNBC, dass Apple erst kürzlich einen Vertrag mit AWS über weitere fünf Jahre der Cloud-Nutzung unterzeichnet hat. Das Volumen soll 1,5 Milliarden Dollar betragen. (29.04.2019, 10:39 Uhr)

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