getyourguide, Softbank überweist 500 Mil. Euro an Berliner Startup Getyourguide

Softbank überweist 500 Mil. Euro an Berliner Startup Getyourguide

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Laut einem Medienbericht investiert der japanische Techfonds Softbank rund 500 Millionen Euro in das Berliner Startup Getyourguide. Der Erlebnis-Anbieter steigt damit zum Einhorn auf.

Die Gründermetropole Berlin ist um ein Milliarden-Startup reicher. Wie deutsche-startups.de berichtet, steigt der japanische Technologiefonds Softbank beim Erlebnis-Anbieter Getyourguide ein. Die Summe beläuft sich demnach auf 500 Millionen Euro, was die Bewertung der 2009 von Johannes Reck und Tao Tao gegründeten Firma auf angeblich 1,6 Milliarden Euro bringt – und damit zum sogenannten Einhorn macht.

Über Getyourguide (GYG) können Reisende diverse Erlebnisse buchen. So bietet die Online-Plattform beispielsweise geführte Harry-Potter-Touren durch London an, in Thailand wiederum lassen sich Bootsfahrten und Elefantensafaris buchen. Seit seiner Gründung hat GYG nach Eigenangaben rund 25 Millionen solcher Tickets verkauft. Mehr als 450 Mitarbeiter sollen verteilt über 14 Büros weltweit dort arbeiten. Mit Softbank hatte GYG bereits länger über ein Investment verhandelt.

Getyourguide noch nicht profitabel

Dass es jetzt zur Unterschrift mit dem japanischen Technologiefonds kommt, ist auch für die Berliner Gründerszene insgesamt ein starkes Signal. Softbank investiert seit Jahren gezielt in vielversprechende Online-Plattformen mit Aussicht auf die Weltmarktführerschaft. In der Vergangenheit beteiligten sich die Japaner beispielsweise am Ridesharing-Dienst Uber, dem Teammessenger Slack und dem Büroanbieter Wework. Auch in die Berliner Gebrauchtwagenplattform Auto1 hat Softbank bereits medienwirksam investiert. Kürzlich kam mit dem Bezahldienstleister Wirecard sogar ein börsennotiertes Unternehmen aus Deutschland hinzu.

Wie das Berliner Startup GYG die neuen Geldmittel der Japaner verwendet, ist noch nicht klar. Eine offizielle Bestätigung des Softbank-Deals steht ebenfalls noch aus. Es ist aber davon auszugehen, dass große Teile des Geldes für Werbung und die Erschließung weiterer Märkte ausgegeben wird. Denn noch ist Getyourguide nicht profitabel. Die letzten Zahlen aus dem Jahr 2016 weisen einen Verlust von 17,2 Millionen Euro aus – bei einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro. (29.04.2019, 10:38 Uhr, Foto: getyourguide)

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