SERP Snippet & Meta-Description verdoppelt

320 Zeichen für SEO in den Meta-Daten erlaubt

SERP Snippet & Meta-Description auf 320 Zeichen verdoppelt

Auf die Länge kommt es an!

Meta-Description – Wer unlängst nach etwas gegoogelt hat, wird bemerkt haben, dass die Suchergebnisse eine deutlich längere Beschreibung anzeigen. Das ist so, da Google die Zeichenlänge auf 230 Zeichen für Meta-Beschreibungen verlängert hat. Wie wirkt sich das nun auf die SEO-Optimierung aus?

Im ersten Moment denk man sich, super! So ist es möglich, mehr Keywords und Inhalt unterzubringen. Doch unterscheiden sich die Geister und demnach die Ratschläge zur Optimierung. So sagen die einen, die Metabeschreibung auf die neue Zeichenlänge anpassen und die Anderen, auf keinen Fall etwas ändern.

SERP Snippet & Meta-Description auf 320 Zeichen verdoppelt

Wieso sind die Meinungen gespalten?

Das ist deshalb so, weil sich Google zur Verdoppelung der Zeichenlänge noch nicht offiziell geäußert hat. Lediglich von Google Mitarbeitern wie beispielsweise Danny Sullivan findet man den einen oder anderen Post zu diesem Thema. Dieser hat auch gemeint, besser erstmals nichts zu verändern. Gleichzeitig findet man aber von ihm auch Postings, wo er meint, dass er fragen wird, was es mit der Länge der Description auf sich hat.
Zusammengefasst kann man sagen, dass es Seitens von Google keine klare Äußerung zu diesem Thema gibt, außer der Bestätigung der Zeichenlänge für 230 Zeichen. Das schafft natürlich die beste Grundlage für Unsicherheiten.
Demnach kursieren online verschiedene Mutmaßungen, was der Hintergrund bzw. das Ziel der Zeichenverlängerung sein könnte. Wir haben einige dieser Vermutungen gesammelt:

  1. Mit der verlängerten Beschreibung optimiert Google die Suchergebnisse für Sprachsuchen oder auf Englisch Voice Search.
  2. Google möchte die Usability der Suchergebnisse steigern und somit die Antworten auf Fragen direkt in den Suchergebnissen liefern.
  3. Google möchte die Usability insofern steigern, dass der Suchende einen besseren Eindruck von der Website erhält, indem dieser in den Suchergebnissen mehr Content der Website erhält.

Das heißt, 3 verschiedene Vermutungen bewirken 3 verschiedene Reaktionen bzw. Handlungsempfehlungen. Greifen wir die verschiedenen Ansätze weiter auf.

Meta-Description als Vorbereitung zur Voice Search Optimierung

Bezüglich der Optimierung für Sprachsuchen, macht das durchaus Sinn. So hat Google bereits die Google-Answer-Box ins Leben gerufen, die bereits Antworten auf spezielle Fragen liefert. Doch steht derzeit nicht für jede Suchanfrage eine passende Antwort parat. Mit der Verdoppelung der Zeichen kann Google auf eine gute Meta-Description zurückgreifen. Denn bei einer Länge von 230 Zeichen, ist es durchaus möglich, Antworten zu liefern und nicht nur einen Text anzureißen.

Weiter ist bereits bekannt, dass Sprachassistenten (wie Amazon’s Alexa) die Suchmaschine Bing als Antwortquelle heranzieht. Jedoch ist Bing mit ihren Inhalten, nicht so umfangreich ist wie Google. Deshalb sind die Alexa-Benutzer mit den Antwortmöglichkeiten von Alexa nicht ganz zufrieden. So wurde bereits ein Alexa Skill zum „Cheaten“ entwickelt, welche es ermöglicht bei Alexa als Suchmaschine Google zu hinterlegen. Außerdem wurde die Kooperation von Amazon mit Microsoft offiziell bekanntgegeben. So ist es möglich, mit Amazons Echo auf Microsofts Cortana zuzugreifen und umgekehrt. Gleichzeitig hat Amazon-Chef Jeff Bezos der New York Times erklärt, dass er sich eine solche Zusammenarbeit auch mit Apple und Google vorstellen kann.

Daher ist es durchaus möglich, dass sich Google mit der Verlängerung der Metabeschreibungen sich auf eine intensivere Nutzung mit Sprachassistenten vorbereitet. Trotzdem bleibt dieser Ansatz nicht bestätigte Theorie. Bezüglich SEO-Optimierung ist es aber dennoch ein Motivationsanstoß in Richtung Voice Search zu handeln. Sprachassistenten sind bereits am Markt und derzeit ist kein Rückgang dieses Trends zu erkennen.

Google Usability erhöhen

Kommen wir zur zweiten Theorie bzw. Begründung weshalb Google die Meta-Description verdoppelt hat. Dieser Ansatz behauptet, dass Google qualitative Antworten auf Fragen direkt in der Beschreibung liefern möchte. Was zur Auswirkung hat, dass die Nutzer nicht weiter auf den Link zur Website klicken müssen, um auf ihre Antworten zu kommen. Das wiederum hätte zur Folge, dass die Klickrate der Websiten zurückgehen.

Daher findet man best practice Beispiele, wo empfohlen wird, innerhalb der Meta-Description  nicht vollständige Antworten zu Themen zu liefern. Diese sollten eher zum Weiterlesen einladen und bestenfalls mit einem „Call-to-Action“ abschließen. Meines Erachtens würde ich eine Meta-Description unabhängig der Zeichenlänge immer so gestalten. Ich würde diesen Ansatz nur mit der Verwendung des Hauptkeywords bzw. Keywordgruppe innerhalb der Meta-Beschreibung ergänzen.
Trotzdem ist es jedoch so, dass die erstellte Meta-Beschreibung nicht zwingend von Google verwendet wird. So entscheidet Google abhängig von der Eingabe im Google-Suchfeld, welche Beschreibung angezeigt wird. Wenn ein spezielles Keyword im Suchfeld eingegeben wird, dieses jedoch nicht in der geplanten Meta-Description enthalten ist, wird der Teil des Textes als Description angezeigt, der das Keyword enthält.

Somit ist der Einfluss auf die Gestaltung der Meta-Description gering, was sich wiederum mit der Aussage von Danny Sullivan deckt, bereits optimierte Meta-Descriptions nicht zu ändern bzw. an die Länge anzupassen.

Die Usability in Form von Qualitativen Ergebnissen erhöhen

Dieser Ansatz wirkt auch sehr plausibel, da Google generell kommuniziert die Nutzer in den Vordergrund zu stellen. Außerdem arbeitet Google permanent an dessen Nutzerfreundlichkeit und orientiert sich auch von den Funktionen an den Kunden. Beispielsweise der Trend zu Mobile wurde sofort erkannt und alles, sprich Darstellung der Suchergebnisse daraufhin ausgelegt. Es steht außer Frage, dass dies nicht rein aus Liebe zum Kunden passiert. Natürlich zieht Google dessen Profit aus dieser Strategie der Kundenorientierung und das absolut erfolgreich. Google ist und bleibt ungeschlagene Nummer 1 Suchmaschine, global betrachtet. Kommen wir zurück zur Qualität der Suchergebnisse und was passiert.

Sprich wenn ein Nutzer nach etwas sucht und die Suchanzeige einen Textauszug wiedergibt, der darauf schließen lässt, dass der Inhalt auf der Seite für den Nutzer interessant ist, folgt nur noch der Klick auf den Link. Das wiederum würde das Gegenteil vom zweiten Ansatz bedeuten. Das bedeutet konkret, nicht die Meta-Description muss optimiert werden, sondern die Qualität des Contents, sprich des Inhaltes. So können auch die Zugriffe auf die Seite verbessert werden, was mit steigender Qualität ohnehin eine Auswirkung sein sollte. Diese Version würde sich wiederum mit der Aussage von Danny Sullivan decken, nichts an der SEO-Optimierungs-Strategie zu ändern.

Unser Resümee

Egal wie man es dreht und wendet, eine offizielle Aussage liegt nicht zugrunde und lässt nur Mutmaßungen zu. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verfolgt am besten weiterhin die bekannten Website-Optimierungs-Maßnahmen mit Berücksichtung der Voice Optimierung.

Sollen die Meta-Descriptions nun in der Länge angepasst werden oder nicht? Wenn die Meta-Descriptions ohnehin nicht aktuell bzw. optimiert sind, bietet sich somit eine wunderbare Gelegenheit dies zu tun. Wenn mehr Platz zur Verfügung steht, sollte man diesen auch verwenden. In den Meta-Beschreibungen würde ich trotzdem nicht empfehlen, sämtliche Antworten zu liefern, den Text würde ich eher als Aufforderung zum Weiterlesen formulieren.

Wir werden das Phänomen der unkommentierten Meta-Description weiter verfolgen, selbst austesten was mögliche Anpassungen für Auswirkungen haben und euch informieren, wenn zu neuen Erkenntnissen gekommen sind.

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