REWE arbeitet ohne Giganten

Supermarkt REWE braucht kein Google und kein Amazon

Der Kampf um den Online-Lebensmittel-Markt hat begonnen

Die „Online Schlacht“ in der Lebensmittelbranche hat begonnen. Es ist bereits bekannt, dass die weltgrößte Einzelhandelskette aus den USA, Wal-Mart, eine Kooperation mit Google gestartet hat. Diese ergibt sich wie folgt, mittels dem Sprachassistenten von Google (Google Home) sollen die Artikel des Einzelhandelsriesen gemütlich von zu Hause aus bestellt und geliefert werden. Diese Kooperation ist die Antwort auf die Bedrohung am Lebensmittelmarkt ausgehend von Amazon. Denn dieser hat durch die Übernahme der US-Biosupermarktkette Whole Foods und den damit verbundenen Vertrieb durch den Sprachassistenten Amazon Echo (Alexa), die Idee geboren und das Fundament für diesen Handelsweg gelegt.

Unbeeindruckt von den Geschehnissen am Lebensmittelmarkt in den USA bleibt Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti. Dieser erklärt, dass man sich bei REWE sehr wohl mit diesen Entwicklungen auseinandersetzt, jedoch mehr Wert auf die eigene Kraft im Online Markt legt, da das Wissen über den Markt gegeben ist, die Infrastruktur und Logistik die optimalen Voraussetzungen bilden und der Billa-Onlineshop funktioniert. Eher wird derzeit an Abholstationen und Drive-In-Modellen gearbeitet, um die Verbindung von Online und Offline zu schaffen.

Diese Überlegung kommt nicht von ungefähr. So ist es auch Statistisch nachgewiesen, dass der online Kauf von Lebensmittel noch nicht die gewünschte Nachfrage hat bzw. Gewinne erzielt. In einer von Mindshare veröffentlichten Statistik im Jahr 2016, kann man gut nachvollziehen, dass immer noch das Einkaufen im Geschäft deutlich bevorzugt wird.

Einkaufen im Lebensmittelhandel

REWE braucht kein Amazon und kein Google

Bild von mindshare

Einer der prägnantesten Gründe für den bevorzugten Kauf im Geschäft ist vor allem das Fehlen der Möglichkeit die Lebensmittel selbst auswählen zu können bzw. das Vertrauen frisches und “schönes” Obst und Gemüse geliefert zu bekommen. Trotzdem ist zu beobachten dass sich Amazon Echo immer weiter verbreitet und wenn das Netzwerk in Österreich mal gegeben ist und in weiterer Folge die Kundennachfrage nach den Funktionen wie in den USA aufkommt, wird es spannend was sich in der Lebensmittelbranche weiter tut.

Quellen:  IT Presse, marktmeinungsmensch, mindsharet3n, Bild: pixabay