Megasus Horserunners ist insolvent

Dem Startup geht der finanzielle Atem aus

Nach über 20 Jahren Wissenschaft & Entwicklung, geht es kurz vor dem Durchbruch zu Ende

Das Aus für die bequemen Pferde-Sneakers

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Bildquelle: Screenshot horserunners.com

Leider gibt es auch Negatives von der StartUp-Front zu berichten. Nicht jedes StartUp schafft den Sprung in die Wirtschaftlichkeit. Das steirische Startup Megasus Horserunners mit Sitz in Fürstenfeld musste Insolvenz anmelden. Es schaffte damit nicht die geplante Wende hin zum neuen Hufeisen-Technologie-Führer. Das vorzeitige Aus für Pferde-Sneakers scheint besiegelt.

Die Idee der Pferde-Sneakers

Nach 20 Jahren wissenschaftlichen Arbeiten, wurden die Pferde-Sneakers entwickelt. Diese können einfach und vor allem ohne Nägel an den Huf geklippt oder geklebt werden. Anstelle des Hufeisens kommt ein Kunststoff, der zugleich stark belastbar ist und die natürliche Bewegung des Pferdes zulässt.

Laut Webseite von Megasus, stand das StartUp kurz vor dem Durchbruch. So steht neben dem ausgereiften Produkt plus verschiedener Varianten und Zubehör auch die gesamte Produktions- und Logistikkette bereit.

Grund für die Insolvenz

Die Entwicklung und ebenso der bereits investierte Aufwand waren scheinbar zu groß. Nach eigenen Angaben fehlen dem Unternehmen für die weiteren Umsetzungen die finanziellen Mittel. Das 13-köpfige Megasus-Team habe alles versucht, müssen jetzt aber aufgeben. Daher wurde beim Landesgericht Graz das Konkursverfahren eingeleitet.

Trotz des Erfolges online, konnten keine weiteren Investoren gefunden werden.

Dass ein gewisses Interesse am Produkt bestanden hat, kann durch die hohe Zahl an Aufrufen der Werbevideos bewiesen werden. So hat ein Werbe-Video, dass auf You-Toube veröffentlicht wurde mehr als 1,6 Millionen Views erzielt. Zudem wurden zahlreiche Videos auf Englisch und auf Deutsch veröffentlicht. Neben online Plattformen wurden ebenso bekannte Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder der Discovery Channel für weitere Werbemaßnahmen genutzt.

Kapital aus Crowdfunding

Das hohe Online-Interesse am Produkt war unter anderem ein gutes Argument für die Investorensuche. So konnte wichtiges Kapital über Crowdfunding, sogenannten Finanzierungsplattformen lukriert werden. Unter anderem wurde über die Plattform Kickstarter 170.000 Euro eingenommen und zusätzliches Kapital auf Indiegogo.

Globales Interesse für die Horserunners

Abnehmer für die Horserunners gab es weltweit. So konnten Kunden aus 33 Ländern erreicht werden. Die Käufer stammen unter anderem aus Kanada, Neuseeland, den USA, Österreich und Deutschland. Die Kunden sollen die Produkte einfach über den Online-Shop oder auch im Einzelhandel erhalten.

Fazit zur Megasus Insolvenz

Megasus gilt bestimmt als StartUp mit hohem Potential. So ist das Produkte, dessen Horserunners, auf wissenschaftlicher Basis entwickelt, erprobt und einfach handbar.

Zudem hat das StartUp offensichtlich einiges in dessen Online Auftritt investiert. So steht das Unternehmen mit einer soliden Website und zahlreichen informativen Videos da. Ebenso außerhalb des Marketings und Vertriebs-Bereichs waren sie bereit zum Start. Sehr traurig, wenn es so kurz vor dem Start an finanziellen Mitteln fehlt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht von Beginn an etwas zu viel gewollt war. Zu viel gewollt in Hinsicht auf die Zielgruppe und die zu beliefernden Länder. Rein vom online Aspekt heraus, ist es günstiger sich auf eine Sprache zu konzentrieren und sich auf diese Märkte zu beschränken. Dabei denken wir vor allem auch an das Scheitern des StartUps TravelBird. Welches ebenso Konkurs anmelden musste. Dieses StartUp wurde jedoch von Secret Escapes gekauft. Wir sind gespannt ob es ebenso einen überraschenden Investor oder Abnehmer für Megasus gibt.

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