Payment-App, Deutsche Payment-App scheint gescheitert

Deutsche Payment-App scheint gescheitert

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Damit dürfte die letzte Payment-App Hoffnung gestorben sein!

Mit Wavy konnten kleine Geldbeträge per App beglichen werden. Das gehypte Startup Cookies ging erst pleite, dann an Klarna. Der schwedische Bezahlriese wollte die App unter neuem Namen groß machen – doch auch dieses Vorhaben ist nun am Ende.

Um kaum ein Fintech in Deutschland wurde so viel Hype erzeugt wie Cookies. Vor drei Jahren trat ein Team von Ex-N26-Mitarbeitern mit dem Ziel an, endlich eine massentaugliche Bezahl-App auf den Markt zu bringen.

Klarna stellt Cookies-Nachfolger ein

Nach dem Vorbild von Venmo aus den USA sollten sich mit Cookies kleine Geldbeträge zwischen Freunden hin und her schicken lassen, beim Design setzten die Macher zielgruppengerecht auf knallige Buttons und viele Emojis. Dass bekannte Unternehmer wie StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani schon vor dem Start in die Jungfirma investierten, heizte die Berichterstattung zusätzlich an.

Doch ein Erfolg wurde die App zunächst nicht. Nach einem Streit zwischen den Gründern meldete Cookies Insolvenz an und wurde kurz darauf vom schwedischen Bezahlriesen Klarna übernommen. Der wollte das Projekt unter dem neuen Namen Wavy wiederbeleben – doch auch dieses Vorhaben ist nun offentbar gescheitert.

Wie Gründerszene zuerst berichtete, wird die App eingestellt. In einer Mail an Nutzer teilte Klarna mit, dass Neuanmeldungen nicht länger möglich sind und übriges Guthaben zum 6. August auf die hinterlegten Konten zurücküberwiesen wird.

Fast alle Bezahl-Apps gescheitert

Mit dem bevorstehenden Ende des Cookies-Nachfolgers ist wohl die Idee einer massentauglichen Bezahl-App in Deutschland endgültig gescheitert. Neben Cookies hatten sich auch Anbieter wie Lendstar, Cringle, Avuba, Cashlink und Payfriendz erfolglos an einer P2P-Lösung versucht. Erhoffte Netzwerkeffekte durch eine ausreichend hohe Zahl an Nutzern blieben jedoch ebenso aus wie die oft notwendigen Folgefinanzierungen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass vor allem Techkonzerne wie Apple und Google mit ihren mobilen Bezahlverfahren die Lücke schließen.

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