Data Transfer Project

Internet-Giganten schließen sich zusammen

Microsoft, Facebook, Google und Twitter arbeiten gemeinsam am Projekt Data Transfer

Data Transfer Project von Google, Microsoft, Facebook und Twitter

Data Transfer Project von Google, Microsoft, Facebook und Twitter

Das Data Transfer Project wird den Datenaustausch zwischen den Internet-Giganten erleichtern!

Soweit derzeit bekannt ist, arbeiten die IT-Giganten bereits seit dem Jahr 2017 an dem quelloffenen Projekt „Data Transfer“. Dabei soll dem Nutzer ermöglicht werden, seine Daten von einem Service zum anderen zu transferieren. Der Vorteil ist, dass die Daten so nicht vorher heruntergeladen werden müssen. Offiziell wurde das Projekt im Mai 2018 im Zuge der neuen EU-weiten DSGVO von Google angesprochen.

Das Projekt steht noch ganz am Anfang und es wird noch dauern, bis erste „Testversionen“ zur Verfügung stehen. Dennoch ist es bereits über Googles „Download Your Data“ (früher bekannt unter Takeout) möglich, Daten zwischen der Dropbox, Box, MS OneDrive und Google Drive zu verschieben.

Die Funktionsweise des Datenaustausches

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um ein quelloffenes Projekt, dass auf GitHub eingesehen werden kann. So soll zusätzlich die Transparenz des Projektes garantiert werden.

Für die Umsetzung sind derzeit 3 Schritte notwendig. So dienen bestehende APIs und Authentifizierungsmechanismes als Basis für den Zugriff auf die Daten. Anschließend werden die Daten in ein einheitliches Format gebracht, damit alle weiteren Dienste, die Daten ebenso erkennen und lesen können. Im letzten Schritt wird die übersetzte Datei an den jeweiligen Dienst übermittelt.

Damit auch eine hohe Datensicherheit und Privatsphäre gegen ist, müssen die Dienste untereinander dem Datentransfer zustimmen. Zusätzlich muss auch der Nutzer vorab jeden Account extra verifizieren.

Für die Datensicherheit sorgt eine Verschlüsselung auf Basis eines Perfect Forward Secrecy Protokolls.

Unser Fazit zum Data Transfer Project

Rein aus dem Aspekt der Nutzerfreundlichkeit ist es eine tolle Sache. So kann es den vorteilhaften Effekt, einer „Entlastung“ des Downloadvoulmens und des lokalen Speichers mit sich ziehen. Eine andere und wahrscheinlich die weitaus schwierigere Frage ist die Datensicherheit. Jede Schnittstelle stellt dabei einen Risikofaktor dar. Um es im Worst Case Szenario abzuspielen, womöglich reicht es einen Account zu hacken um auf alle weiteren zugreifen zu können. Dennoch muss vor Augen gehalten werden, dass besonders diesen großen IT-Giganten die Risiken bekannt sind und das Projekt noch in Kinderschuhen steckt.

Interessant ist auch, dass die Gemeinschaft der IT-Giganten für das Projekt weitere Partner involvieren möchten. Wir sind gespannt, welche IT-Dienstleister sich noch bereiterklären. Womöglich wäre Apple ein passender Kandidat. Wir sind gespannt und berichten, sobald wir etwas Neuen erfahren.

auch gesehen auf: heise.de, internetworld.de

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