Barrierefreie Websites

Was bedeutet w3c-konform?

Barrierefreie Websites mit Medienkraft

Worauf es in der Barrierefreiheit ankommt?

Lassen wir die Hürden im Netz fallen

Barrierefreie Websites – Immer wieder kocht die alte Debatte über die Definition von „Barrierefreiheit im Web“ hoch. Während die einen meinen, dass damit einfach nur die „Zugänglichkeit“ (“Accessibility”) beispielsweise in Form von kurzen Ladezeiten und einfacher Navigation gemeint ist, haben andere einen differenzierten Zugang. Für sie bedeutet es, Websites für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.

Sinnlose Debatte um die Barrierefreiheit?

Diese Debatte müsste gar keine sein! Vor allem nicht, wenn man sich vor Augen hält, dass die Gesetzgebung, zum Schutz der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen, dies ganz klar einfordert. Ausgehend von den Vorgaben auf EU-Ebene sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich insbesondere in den nachfolgend angeführten Rechtsgrundlagen verankert:

  • E‑Government-Gesetz
  • Behindertengleichstellungspaket
  • Bundesverfassung

Und es macht auch Sinn! Schließlich leben wir in Zeiten, wo selbstredend versucht wird Bordsteinkanten und Hauseingänge barrierefrei zu gestalten. Was also für unsere physische Umgebung gilt, sollte demnach auch für unsere digitale Welt gelten – möge man meinen. Doch anscheinend ist es hier schwierig, die „Bausünden“ der vergangenen Jahre/Jahrzehnte abzubauen.

Einhaltung von Standards zur Barrierefreiheit im Web wird zunehmend wichtiger
Für jede Organisation, die eine Website, eine mobile App oder andere digitale Technologien für die breite Öffentlichkeit oder innerhalb einer Gruppe, wie einem Arbeitsplatz, zur Verfügung stellt, ist die Einhaltung von Barrierefreiheitsstandards im Web eine zunehmend wichtige Überlegung. Und falls nicht ‑ dann wird es aber Zeit! Echte Zugänglichkeit bedeutet nämlich, die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Menschen in der digitalen Interaktion vollständig zu erfüllen.

Wann ist eine Webseite eine barrierefreie Website?

Worauf also ist zu achten? Denken Sie an Menschen, die möglicherweise ihre Hände nicht voll nutzen können. Die weder Maus noch Tastatur bedienen können und deshalb mittels Spracheingabe arbeiten. Oder jemand mit einer Sehbehinderung. Dieser sieht den auf dem Computerbildschirm angezeigten Text kaum oder gar nicht. Diese Menschen müssen sich auf einen Bildschirmleser verlassen können, der ihnen die Wörter laut vorliest.

Eingeschränkte Barrierefreiheit im Netz: Es trifft 15 Prozent der Weltbevölkerung
Dazu kommt: Der Anteil von Menschen mit Behinderungen wächst. Was nur wenige wissen, ist, dass die Größe dieser Gruppe ziemlich hoch ist. Tatsächlich sind es 15 Prozent der Weltbevölkerung, die Probleme damit haben, das Web umfassend zu nutzen. Tendenz steigend. Was auch damit zusammenhängt, dass wir länger leben und dass die Internet-Nutzung flächendeckend und altersübergreifend zunimmt.

Größtmögliche Barrierefreiheit sichert Sympathiepunkte

Auf größtmögliche Barrierefreiheit im Web Rücksicht zu nehmen, bietet also die Möglichkeit, eine größere Verbrauchergruppe für Ihre Online-Präsenz zu gewinnen. Dazu kommt das Umfeld dieser Haushalte. Dieses zeigt sich in der Regel solidarisch und Sie können sicher sein, dass es von Ihren Bemühungen um Barrierefreiheit wohlwollend Notiz nimmt.

Eine Website gilt somit als zugänglich, wenn Schritte unternommen wurden, um sicherzustellen, dass keine Hindernisse bestehen oder bestehende Hindernisse beseitigt werden, die diese Personen von der Nutzung der Website abhalten könnten. Dazu zählen Tastatureingabe und Bildschirmleser, aber auch andere spezialisierte Software, verschiedene Webbrowser und spezielle Hardware wie Switches. Bei der Barrierefreiheit im Internet sind aber auch potenzielle Barrieren wie schlechter Farbkontrast, Schriftarten, die beim Vergrößern schwer zu lesen sind, oder Videodateien ohne Untertitel, zu berücksichtigen. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Ungenügende Farbkontraste
  • Fehlende Skalierbarkeit
  • Fehlende Textalternativen
  • Keine Navigationshilfen
  • Komplexer Satzaufbau
  • Zu kurze Timeouts
  • Keine Bedienung mit der Tastatur

Eine echte Erste Hilfe ist die Checkliste der WKO: zur WKO-Checklist

W3C ‑ die „Bibel“ für Barrierefreiheit im Internet

Das World Wide Web Consortium (kurz W3C) ist ein Gremium zur Standardisierung der Techniken im World Wide Web. Es wurde am 1. Oktober 1994 von Tim Berners-Lee, der auch als der Erfinder des World Wide Web gilt, gegründet. Mit dem Ziel ein ausgewogenes WWW für alle Nutzer zu schaffen, entwickelt das W3C technische Spezifikationen und Richtlinien, mit denen es Standards setzt. Das W3C hat einen sehr guten Ruf und da Firmen wie Google, Apple oder Facebook Interesse an den Ergebnissen des W3C haben und diese fördern, sollte SEOs und Webdesigner immer hellhörig sein, wenn Empfehlungen von dieser Seite ausgesprochen werden. Denn das was das W3C empfiehlt, dass bevorzugen auch die Suchmaschinen.