Personalisierte Werbung, Auf ehrlichen Personalisierungs-Pfaden

Auf ehrlichen Personalisierungs-Pfaden

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Die digitalen vermeintlich in der Zukunft angesiedelten Technologien würde bereits heute genutzt – Stichwort Smartphone – betonte Schmidt. Hier seit man bereits “mittendrin im Machine Learning”. Mit seiner Software-Schmiede STRG.AT beschäftigt sich Schmidt mit der Digitalen Experience, User Experience, User Journey und semantischen Analyse-Methoden. Ein Learning für den Mathematiker und Philosoph dabei: “Wir bewegen uns bei Modellen immer nur in Annäherung, sie können nie Exaktes wiedergeben”. Passende Vorhersagen ließen sich damit in der Regel allerdings gut treffen.

Das Interface von Google nannte Schmidt als “Ort der Wahrheit”, was im Internet einer Seltenheit gleichkäme. Marketer, die durch Gewinnspiele Daten sammeln wollen, seien dagegen schlechter beraten. Selten würden User hier ehrlich antworten, schließen würden die Informationen in deren Wahrnehmung für einen anderen Zweck als dem von Unternehmen beabsichtigten Datensammeln weitergegeben werden. Auf Google hingegen würden die Nutzer ehrlich eingeben, wonach sie suchen. Zum Nachdenken gab der Technologie-Experte dem Publikum mit: “Wir agieren nicht rational, Daten allerdings sind rational”.

Von Data-Driven auf Choice first

75 Prozent der Nutzer empfinden personalisierte Werbung als nervig. Mit diesem Studien-Ergebnis eröffnete Jan Heumüller seine Präsentation. Viele User wüssten zudem nicht, was Unternehmen mit ihren Daten tun. “Haben sich die Firmen etwa nicht auf die DSGVO vorbereitet”, formulierte der Managing Director von Ogury eine rhetorische Frage. Um gleich darauf die Antwort zu geben: Nein, oft seien Datenbestimmungen zu komplex formuliert, als dass sie der User verstehe oder sich durchlese. Heumüller sah hier das Marketing gefordert, sich der Sache anzunehmen. Denn: “Das Vertrauen der User ist heutzutage ein signifikanter Wettbewerbsvorteil”.

Personalisierte Werbung, Auf ehrlichen Personalisierungs-PfadenMit Beginn 2019 baut Jan Heumüller für Ogury, dem Spezialisten für Mobile Journey Marketing, das Geschäft in den deutschsprachigen Märkten auf.

In puncto Personalisierungs-Verdruss plädierte er zudem für neue Wege. Ogury etwa biete für Unternehmen Lösungen an, mit denen User für Content mit ihren Daten bezahlen können und im Gegenzug eine werbefreie Version bekommen. Außerdem hätten sie die Möglichkeit, das Angebot um einen “fairen Preis” Werbe- und Datennutzungsfrei zu konsumieren; beziehungsweise sich Werbung anzeigen zu lassen. In der Wahlfreiheit lag für Heumüller die Zukunft: “Wir müssen von ‘Data-Driven’ auf ‘Choice-first’ umschwenken”.

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